Schweiz produziert Banknoten für Kryptowährung der Marshall-Inseln

 

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29.01.2019 22:14
Trotz internationaler Kritik treiben die Marshall-Inseln ihre staatliche Kryptowährung voran. Das Schweizer Startup Tangem produziert die dazugehörigen Chip-Karten.
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Schweiz produziert Banknoten für die Kryptowährung der Marshall-Inseln

Der in der Schweiz ansässige Hersteller von Krypto-Hardware-Geldbörsen Tangem ist von den Marshall-Inseln ausgewählt worden, um die "physischen Blockchain-Scheine" für die geplante nationale Kryptowährung SOV zu produzieren.

Die Scheine würden zur Speicherung der digitalen Währung verwendet werden, so eine Pressemitteilung des Startups vom Montag. Nach der Ausgabe wird der SOV neben dem US-Dollar offiziell als alternatives gesetzliches Zahlungsmittel des Landes eingeführt.

Die Scheine, die als "kontrollierbarer Mechanismus für die Ausgabe und den Umlauf der Währung für den Staat" bezeichnet werden, haben die Form einer physischen Karte, die mit einem Blockchain-fähigen Mikroprozessor gesichert ist.

Die Karten bieten sofortige Transaktionsbestätigungen, es fallen keine Gebühren an, und nach Angaben der Firma ist keine Internetverbindung erforderlich.

"Tangem wird uns dabei helfen, sicherzustellen, dass alle Bürger, auch diejenigen, die auf abgelegenen Außeninseln leben, problemlos und praktisch mit SOV Geschäfte tätigen können", sagte David Paul, Hilfsminister des Präsidenten der Marshall-Inseln.

Die Marshall-Inseln kündigten ihre Pläne zur Ausgabe von SOV als gesetzliches Zahlungsmittel im Februar letzten Jahres an, als sie die Deklaration und Ausgabe des Sovereign Currency Act verabschiedeten, das die Gesetzesänderung zulässt.

Neema, ein israelisches Startup, das internationale Geldtransfers über eine App ermöglicht, soll damals die zugrunde liegende Technologie für die neue Kryptowährung unter Verwendung eines öffentlichen Protokolls namens Yokwe entwickelt haben.

Doch im September 2018 sprach sich der Internationale Währungsfonds (IWF) gegen die Einführung des SOV aus und sagte, dass "externe Hilfe und andere Mittelströme gestört werden könnten, was zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Wirtschaft führen würde".

Letzte Woche investierte der japanische Finanzdienstleister SBI Group 15 Millionen Dollar in Tangem, berichtet Coindesk. Nun will das Schweizer Startup seine Kartentechnologie auf weitere Bereiche auszudehnen, darunter Stablecoins, ICOs und digitale Identitäten.

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