Finanzen

Minijob Urteil: Firmenautos für Ehepartner nicht steuerlich absetzbar

Lesezeit: 1 min
02.03.2019 17:27
Ehepartner, welche in einem Minijob arbeiten können den Firmenwagen nicht steuerlich absetzen.
Minijob Urteil: Firmenautos für Ehepartner nicht steuerlich absetzbar

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Firmen-Autos für lediglich in einem Minijob der Firma des Ehepartners beschäftigte Partner sind steuerlich nicht absetzbar. Der Bundesfinanzhof in München entschied in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil, dass der Maßstab für die Nutzung eines solchen Dienstwagens das Jobverhältnis eines fremden Dritten sein müsse. Bei solchen sei bei Minijobs eine uneingeschränkte auch private Nutzung eines Dienstwagens aber nicht zu erwarten, da es unwirtschaftlich sei. (Az: X R 44-45/17)

In dem vorliegenden Fall beschäftigte ein Einzelhändler seine Frau in einem mit 400 Euro entlohnten Minijob. Dienstags habe die Frau Büroarbeiten erledigt, an Donnerstagen und Freitagen für je drei Stunden Kurierfahrten. Dazu überließ ihr Mann ihr einen eigenen Firmen-Pkw zur uneingeschränkten Privatnutzung ohne Selbstbeteiligung.

Der Ehemann rechnete den geldwerten Vorteil des Firmenwagens auf den Lohnanspruch von 400 Euro an, zusätzlich zog er den vereinbarten Arbeitslohn als Betriebsausgabe bei seinen Einkünften ab.

Während das Finanzamt dem Händler dieses Modell steuerlich nicht durchgehen ließ, gab das Finanzgericht ihm aber Recht. Dies wiederum korrigierte nun der Bundesfinanzhof. Vom Grundsatz her steht einer steuerlichen Anerkennung eines Dienstwagens auch für den Ehepartner zwar nichts entgegen.

Voraussetzung allerdings sei, dass die konkreten Konditionen im Einzelfall die üblichen seien, wie sie auch bei einem nicht zur Familie gehörenden Beschäftigten angesetzt würden.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russlands Öl- und Gasvorkommen gehen zur Neige

Die Öl- und Gasvorkommen der Russischen Föderation werden nach offiziellen Angaben bald zur Neige gehen. Doch Moskau arbeitet an einem...

DWN
Politik
Politik Baerbock will mindestens 2 Prozent der Fläche Deutschlands mit Windkraftanlagen bestücken

Annalena Baerbock zufolge müssen mindestens 2 Prozent der gesamten deutschen Landfläche mit Windkraftanlagen bestückt werden, um das...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stahlkonzern Salzgitter meldet starken Quartalsgewinn

Die zuletzt hohen Stahlpreise haben dem Salzgitter-Konzern im ersten Quartal einen hohen Gewinn ermöglicht. Im Vorjahr hatte Salzgitter...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Deutschland
Deutschland Verschärftes Gesetz: Deutschland soll bis 2045 klimaneutral sein

Die Bundesregierung hat ein verschärftes Klimagesetz beschlossen. Energie dürfte noch schneller noch teurer werden.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Inflationsrate steigt auf Zweijahreshoch

Höhere Kosten für das Tanken und Heizen haben die deutschen Verbraucherpreise im April so stark steigen lassen wie seit zwei Jahren nicht...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Reederei Hapag-Lloyd verachtfacht operatives Ergebnis

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern von Deutschlands größter Containerreederei im ersten Quartal war achtmal so hoch wie im...

DWN
Finanzen
Finanzen Widersprüchliche Interpretationen der Verbände zur britischen Wirtschaft verärgern Investoren

Die Börsen suchen heute Morgen nach den Rückgängen von gestern nach Halt. Nachmittags gibt es wichtige Informationen für Anleger, die...