Finanzen

So schafften es 5 Krypto-Milliardäre auf die Liste der Super-Reichen

Lesezeit: 4 min
28.02.2019 21:00
Fünf Krypto-Milliardäre haben es auf die globale Reichen-Liste von Hurun geschafft. Doch wie haben sie ihren Reichtum erworben?
So schafften es 5 Krypto-Milliardäre auf die Liste der Super-Reichen
Jihan Wu, das Gesicht von Bitmain, ist derzeit die Nummer 3 der Krypto-Milliardäre. (Screenshot: YouTube)

Mehr zum Thema:  
Krypto >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Krypto  

TOP-Meldung

So schafften es 5 Krypto-Milliardäre auf die globale Reichen-Liste

Die Hurun Global Rich List wurde diese Woche veröffentlicht und enthält fünf Krypto-Milliardäre.

In dem Bericht wird Blockchain als die „am schnellsten wachsende neue Industrie“ der Welt bezeichnet, obwohl im letzten Jahr ein extremer Bärenmarkt rund 700 Milliarden Dollar des Marktwerts auslöschte.

Die fünf Krypto-Milliardäre auf der Reichen-Liste von Hurun umfassen Personen der großen Krypto-Unternehmen Ripple, Coinbase, Binance und Bitmain. Doch wie haben sie ihren Reichtum erworben?

1. Micree Zhan Ketuan - 2,7 Milliarden Dollar

Micree Zhan Ketuan ist der Mitgründer des Mining-Giganten Bitmain. Er hält 36,58 Prozent an dem Unternehmen. Das ist mehr als sein Mitgründer Wu Jihan mit 20,5 Prozent.

Zhan Ketuan hat die technischen Aspekte von Bitmain geleitet, während Wu das öffentliche Gesicht des Unternehmens ist, berichtet CCN.

Bitmain betreibt mit BTC.com und Antpool zwei der weltweit größten Bitcoin-Mining-Pools. Das Unternehmen ist auch der größte Anbieter von Bitcoin-Mining-Geräten.

Bitmain hatte im vergangenen Jahr einen Börsengang mit einem Unternehmenswert von 14 Milliarden US-Dollar geplant. Doch wegen des anhaltenden Bärenmarktes steht der Börsengang jetzt in Frage und die Bewertung dürfte jetzt deutlich niedriger ausfallen.

2. Chris Larsen - 1,5 Milliarden Dollar

Chris Larsen gründete im Jahr 2012 zusammen mit Jed McCaleb das Unternehmer Ripple. Er besitzt mindestens 5,2 Milliarden XRP, was aktuell einen Wert von etwa 1,6 Milliarden US-Dollar hat. Die Hurun-Liste weist Stand Januar 2019 einen niedrigeren Wert aus.

Neben seinen enormen XRP-Beständen besitzt er einen Anteil von 17 Prozent am Unternehmen Ripple, das 2018 mit 410 Millionen US-Dollar bewertet wurde. Larsen hat den CEO-Titel an Brad Garlinghouse übergeben, ist aber weiterhin an den Aktivitäten von Ripple beteiligt.

3. Wu Jihan - 1,5 Milliarden Dollar

Wie bereits erwähnt, ist Wu Jihan der Partner von Zhan Ketuan bei Bitmain, mit einem etwas geringeren Anteil am Unternehmen.

Trotz des großen Vermögens von Wu Jihan stand seine Firma Bitmain in letzter Zeit unter extremem Druck. Bitmain meldete im dritten Quartal 2018 einen Verlust von 500 Millionen US-Dollar, weil die Rentabilität des Bitcoin-Minings auf null sank.

4. Brian Armstrong - 1,3 Milliarden Dollar

Brian Armstrong ist der Mitbegründer von Coinbase, der vielleicht bekanntesten Kryptowährungsbörse in den USA.

Die Plattform hat sich kürzlich nach einer Spendenrunde der Serie E auf 8 Milliarden Dollar geschätzt. Sie hat mehr als 20 Millionen Benutzer. Nach dem Abschluss der Investitionsrunde wurde Armstrong sofort zum Milliardär.

5. Zhao Chaopeng - 1,3 Milliarden US-Dollar

Die Geschichte von Binance ist in der Welt der Kryptowährung legendär. Die Krypto-Börse entstand im Jahr 2017 scheinbar aus dem Nichts und wurde schnell zur größten der Welt.

Allerdings setzte Zhao „CZ“ Chaopeng schon viel früher ganz auf Bitcoin. Im Jahr 2014 verkaufte er sein Haus und steckte das gesamte Geld in Bitcoin. Bitcoin verlor dann mehr als die Hälfte seines Wertes, bevor es sich wieder erholte. Für CZ hat es sich gelohnt.

Im Jahr 2017 startete er ein Initial Coin Offering (ICO) für die Börse Binance. In wenigen Wochen sammelt er damit 15 Millionen Dollar ein. Heute hat die Binance-Münze eine Marktkapitalisierung von 1,4 Milliarden Dollar.

Wer fehlt?

Auf der Hurun-Liste fehlen ehemalige Krypto-Milliardäre. Die Winklevoss-Zwillinge hielten auf dem Höhepunkt des Krypto-Booms Bitcoin im Wert von über einer Milliarde Dollar. Doch seitdem sind sie weit zurückgefallen.

Auch Matt Mellon, ein früher XRP-Investor, hatte vor dem Platzen der Blase rund eine Milliarde Dollar in Krypto gehalten und seitdem massiv verloren.

Allerdings sagt der Vorsitzende des Hurun-Berichts, Rupert Hoogewerf: "Viele Milliardäre aus anderen Sektoren haben jetzt begonnen, in die Blockchain-Technologie zu investieren."

Weitere Meldungen

Blockchain-Plattform für Hypothekendarlehen beschafft 65 Millionen Dollar

  • Eine Blockchain-basierte Plattform für Eigenheimkredite namens Figure hat 65 Millionen US-Dollar von verschiedenen großen Finanz- und Risikokapitalfirmen eingesammelt.
  • Das Unternehmen, das von SoFi-Gründer und ehemaligem CEO Mike Cagney gegründet wurde, sammelte die Gelder von großen Firmen wie Morgan Creek, DST Global, DCM, Ribbit Capital und Nimble Ventures ein.
  • Das neue Unternehmen von Cagney wendet sich angeblich an ältere Kunden, die wenig Geld, aber viel Eigenkapital haben.

Russlands Präsident Putin ordnet Krypto-Regulierung bis Juli 2019 an

  • Der russische Präsident Wladimir Putin hat der Regierung eine weitere Frist für die Verabschiedung von Vorschriften für die Digitalvermögensindustrie gesetzt.
  • Dem Dokument zufolge hat Putin die Regierung angewiesen, bis zum 1. Juli 2019 Krypto-relevante Vorschriften durchzusetzen.
  • Im Einzelnen erfordert das Dokument die Verabschiedung eines Bundesgesetzes, das auf die Entwicklung der digitalen Wirtschaft abzielt, einschließlich der Regulierung zivilrechtlicher digitaler Abwicklungen.

Krypto-Projekt mit 20 Millionen Dollar fälscht sein Gründerteam

  • Ein Kryptowährungsprojekt, das offenbar mindestens 20 Millionen US-Dollar durch ein Empfehlungs-basiertes Marketingprogramm eingesammelt hat, hat falsche Informationen über seine Teammitglieder angegeben.
  • Das am 2. Dezember gestartete BHB behauptet, eine auf Ethereum basierende Lösung für Peer-to-Peer-Kredite anzubieten, aber bereits am 18. Januar warfen lokale Medienberichte dem Projekt vor, ein illegales Pyramidensystem zu betreiben.
  • Nun kann CoinDesk Inkonsistenzen in den Informationen über sein Gründerteam aufdecken, die weiter darauf hindeuten, dass bei dem in China ansässigen Projekt etwas nicht stimmt.

Circle schließt sich mit Finanzüberwachungsdienst zusammen

  • Am 27. Februar gab die in Boston ansässige Krypto-Finanzfirma eine Partnerschaft mit Nice Actimize bekannt.
  • Das von Goldman Sachs unterstützte Unternehmen folgt anderen großen Kryptowährungsbörsen, die sich dazu entschieden haben, eine Compliance- und Überwachungslösung hinzuzufügen.
  • Der Manager für Finanzkriminalität, Risiko- und Compliance-Lösungen Nice ist einer der größten Dienstleister für staatliche Aufsichtsbehörden und Finanzinstitute.

Meldungen vom 27.02.

Meldungen vom 26.02.

Meldungen vom 25.02.

Meldungen vom 22.02.

Mehr Krypto-Themen finden Sie hier.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Krypto >

DWN
Unternehmen
Unternehmen Die deutsche Wirtschaftskrise ist eine Chance für Start-ups
24.02.2024

Die Berliner Unternehmerin Julia Derndinger spricht im exklusiven DWN-Interview über den aktuellen Zustand der deutschen Gründerszene,...

DWN
Finanzen
Finanzen EU-Vermögensregister und Bargeldbeschränkungen: Risiko für Anleger
23.02.2024

Das EU-Vermögensregister gehört derzeit zu den größten Risiken für Anleger. Daher ist es wichtig, sich jetzt zu überlegen, wie man...

DWN
Technologie
Technologie Googles KI generiert nach zu viel Diversität keine Bilder von Leuten
24.02.2024

Google lässt seine KI-Software Gemini vorerst keine Bilder von Menschen mehr erzeugen, nachdem sie Nutzern nicht-weiße Nazi-Soldaten und...

DWN
Politik
Politik UN-Chef Guterres: Höchste Zeit für Frieden in der Ukraine
24.02.2024

Zwei Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine hat UN-Generalsekretär António Guterres ein Ende der Kämpfe verlangt - und eindringlich vor...

DWN
Politik
Politik Dringend: Deutschlands Wirtschaft fordert Steuerreform
24.02.2024

Führende Industrieverbände fordern steuerpolitische Reformen: Sie präsentieren ein Spektrum an Maßnahmen, von der Senkung der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Regeln für den Onlinehandel in der EU - was jetzt zu beachten ist!
24.02.2024

Wer Onlinehandel betreibt, läuft Gefahr, in eine Abmahnfalle zu geraten. Dies kann aus Unwissenheit passieren oder wenn Fehler...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Können Kasachstan und Aserbaidschan russische Energie ersetzen?
23.02.2024

Aserbaidschan und Kasachstan sollen als Folge des Ukrainekrieges zu wichtigen Energieversorgern Deutschlands und der EU werden. Doch wie...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Wunderwaffen gibt es nicht
23.02.2024

Im Ukraine-Krieg treffen russische auf westliche Waffensysteme. Inwieweit lässt sich deren Effektivität vergleichen, sind ausgebrannte...