Finanzen

EuroStoxx 50: Anlagen in Indexfonds lohnen sich kaum

Lesezeit: 2 min
10.04.2019 14:15
Investitionen in Indexfonds am EuroStoxx 50 lohnen sich nicht für Anleger - und zwar schon seit Jahren.
EuroStoxx 50: Anlagen in Indexfonds lohnen sich kaum

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Normalerweise kann man im günstigsten Fall mit Indexfonds (Exchange Traded Funds - ETFs) mit Aktien langfristig ein Vermögen aufbauen. Doch wer derzeit in ETFs am EuroStoxx 50 investiert, könnte mit leeren Händen dastehen. Der EuroStoxx 50 setzt sich aus den führenden 50 börsennotierten europäischen Unternehmen zusammen.

Der Schweizer Finanzblog Inside Paradeplatz rät Investoren davon ab, in ETFs des EuroStoxx 50 zu investieren. Als Begründung führt das Magazin an: “Wie man unschwer erkennen kann, ist der Index meilenweit von seinem Höchst aus dem Jahr 2000 entfernt. In den letzten Jahren beisst er sich sprichwörtlich die Zähne aus, das Hoch von 2015 nochmals zu erreichen, das seinerseits deutlich tiefer als das Hoch 2007 liegt, welches wiederum deutlich tiefer als das Hoch von 2000 liegt. Verglichen mit US-Aktien, welche von Hoch zu Hoch eilen, ein Trauerspiel – und zur nachhaltigen Wertgenerierung nicht zu gebrauchen.”

Im vergangenen Jahr hatten Investoren massiv in ETFs an der Londoner Börse investiert.

Inside Paradeplatz zufolge sind diese 50 europäischen Unternehmen zwar robust, doch entscheidend für ETFs seien derzeit vor allem Technologie-Unternehmen, die ein hohes Wachstum aufweisen. Dem Euro Stoxx 50 würden die “Amazons, Apples und Baidus von Europa” fehlen.

EuroStoxx 50 erholt sich leicht

Die Börsen Europas sind am Dienstag weiter gefangen gewesen zwischen Unsicherheit im Brexit-Streit und dem Warten auf den Ausgang der amerikanisch-chinesischen Handelsgespräche. In den Fokus rückte derweil die Schweizer Börse, wo der SMI ein Rekordhoch erklomm. Dazu trug auch die in Zürich sehr positiv aufgenommene Abspaltung der Augenheil-Sparte Alcon vom Pharmakonzern Novartis bei.

Der EuroStoxx 50 schüttelte seine frühen Verluste ab und drehte ins Plus. Zur Mittagszeit legte der Leitindex der Eurozone um 0,37 Prozent auf 3450,62 Punkte zu. Der französische Leitindex Cac 40 stieg um 0,32 Prozent auf 5489,55 Punkte und der britische FTSE 100 gewann 0,30 Prozent auf 7474,01 Zähler. Damit erholte er sich wieder von seinen kurz zuvor erlitten Verlusten.

Auslöser ist Merkels Aussage

Auslöser für die freundlichere Stimmung an den Märkten waren inzwischen dementierte Gerüchte, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel eine auf fünf Jahre limitierte Befristung des sogenannten Backstops gut heiße. Der Backstop sieht eine offene Grenze zwischen Irland und der britischen Provinz Nordirland vor und würde bewirken, dass Großbritannien in einer Zollunion mit der EU bleiben kann, bis eine bessere Lösung gefunden ist.

Der Euro, der anlässlich dieser Gerüchte im Vergleich zum US-Dollar nachgegeben hatte, erholte sich zuletzt wieder etwas. Das britische Pfund, das im Vergleich zum Dollar spürbar zugelegt hatte, gab die Gewinne großteils ab. Das nahm wieder den Druck von Aktien exportorientierter britischer Unternehmen. Ein steigendes Pfund kann ihnen den Absatz ihrer Waren im Ausland erschweren.

Im Euro Stoxx 50 befinden sich Adidas, Ahold Delhaize, Air Liquide, Airbus Group, Allianz SE, Anheuser-Busch InBev, ASML, Axa, Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, Banco Santander, BASF, Bayer AG, BMW, BNP Paribas, Cement Roadstone Holding, Compagnie de Saint-Gobain, Daimler AG, Danone, Deutsche Bank, Deutsche Post AG, Deutsche Telekom, Enel, Engie, Eni, E.ON, EssilorLuxottica, Fresenius, Iberdrola, Inditex, ING Groep, Intesa Sanpaolo, L’Oréal, Moët Hennessy Louis Vuitton, Munich Re, Nokia, Orange, Philips, Safran S.A., Sanofi, SAP, Schneider Electric, Siemens, Société Générale, Telefónica, Total, Unibail-Rodamco-Westfield, Unilever, Vinci, Vivendi und Volkswagen AG.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen JP Morgan Chef: 2022 wird Fed Zinsen bis zu sieben Mal erhöhen

JP Morgan-Chef Jamie Dimon geh davon aus, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins im aktuellen Jahr um bis zu sieben Mal erhöhen werde. Es...

DWN
Politik
Politik FDP-Hardliner Lambsdorff fordert deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine

FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff hat sich für eine militärische Ausrüstungshilfe an die einen russischen Angriff fürchtende...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesrendite steigt erstmals seit 2019 wieder über null

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe ist erstmals seit 2019 wieder über die Marke von 0 Prozent gestiegen. Die erwartete Zinswende...

DWN
Finanzen
Finanzen Auf diese 7 Gefahren müssen Anleger achten

Lieferengpässe auf der Welt stellen die Industrie vor schwerwiegende Herausforderungen. Kryptowährungen befinden sich in einem...

DWN
Politik
Politik Merkel lehnt Jobangebot von UN-Generalsekretär Guterres ab

Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte ein Jobangebot aus New York: UN-Chef António Guterres wollte sie für eine Beraterrolle bei den...

DWN
Deutschland
Deutschland Beamtenbund zur Impfpflicht: "Soll das Ordnungsamt an jeder Haustür klingeln?"

Der Beamtenbund dbb hält die geplante Impfpflicht für behördlich kaum umsetzbar. Das Ordnungsamt habe dafür nicht genug Personal.

DWN
Deutschland
Deutschland Auftragsberg der deutschen Industrie wächst auf Rekordhöhe

In der deutschen Industrie ist der Bestand der Aufträge auf einen neuen Rekordstand angewachsen. Besonders stark betroffen ist unter...

DWN
Deutschland
Deutschland Lauterbach: Allgemeine Impfpflicht kommt im April oder Mai

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zufolge muss schnell geschehen mit der allgemeinen Impfpflicht - im April oder im Mai, "damit ich...