Kurzarbeit bei Industriebetrieben nimmt deutlich zu

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
09.07.2019 11:04
In der deutschen Industrie wird derzeit ein deutlicher Anstieg der Kurzarbeit registriert.
Kurzarbeit bei Industriebetrieben nimmt deutlich zu
Wie aus der Umfrage weiter hervorgeht sind die Textilhersteller besonders stark von Kurzarbeit betroffen. (Foto: Martin Schutt/ZB/dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Gedämpfte Stimmung in der Industrie: In Deutschland wird die Kurzarbeit in Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in den kommenden Monaten laut einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts zunehmen. Derzeit gebe es im Durchschnitt bei 3,8 Prozent der Unternehmen des produzierenden Gewerbes Kurzarbeit, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung des Münchener Forschungsinstituts. "In den nächsten drei Monaten dürfte der Umfrage zufolge der Anteil der Unternehmen in Kurzarbeit auf 8,5 Prozent zunehmen", sagte Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturforschung.

Wollmershäuser sprach von einem "spürbaren Anstieg" der Kurzarbeit im Verarbeitenden Gewerbe, allerdings sei die Entwicklung seiner Einschätzung nach noch nicht besorgniserregend. Die Entwicklung zeige, dass die konjunkturelle Abschwächung in der deutschen Industrie mittlerweile am Arbeitsmarkt angekommen sei.

Nachdem zunächst die in der konjunkturellen Hochphase angesammelten Überstunden abgebaut worden seien, werde jetzt zunehmend auf das Instrument der Kurzarbeit zurückgegriffen, sagte Experte Wollmershäuser. Der Fachkräftemangel dafür sorge, dass die Unternehmen an ihren Mitarbeitern festhielten und daher verstärkt auf Kurzarbeit setzten.

Wie aus der Umfrage weiter hervorgeht sind die Textilhersteller besonders stark von Kurzarbeit betroffen. Hier dürfte der Anteil in den kommenden drei Monaten auf 34 Prozent ansteigen. Einen vergleichsweise hohen Anteil an Kurzarbeit wird mit 28 Prozent auch im sogenannten "Sonstigen Fahrzeugbau" erwartet. Hierunter fallen unter anderem Hersteller von Schiffen, Zügen und von Fahrrädern. In der Metallerzeugung- und bearbeitung wird ein Anteil von 20 Prozent erwartet.

Nach Einschätzung des Ifo-Instituts beschränkt sich die Kurzarbeit auf das Verarbeitende Gewerbe. Die anderen Branchen lägen derzeit "klar" unterhalb des produzierenden Gewerbes "oder haben noch null Kurzarbeit", hieß es weiter in der Mitteilung.

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Termine
Wichtige Termine Lesen Sie hier, warum Sie die Deutschen Wirtschafts Nachrichten lesen sollten und wie Sie dabei 17% sparen!

Unser Chefredakteur Hauke Rudolph zeigt auf, warum man Abonnent der DWN sein sollte. Gleichzeitig können Sie von einem interessanten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Querelen ohne Ende: Polen greift Russland erneut wegen Nordstream 2 an

Der Bau der Gasleitung Nordstream 2, den Deutschland gemeinsam mit Russland plant, kommt nie zur Ruhe. Jetzt attackiert wieder Polen das...

DWN
Politik
Politik Regierungskrise zieht auf: US-Gouverneure weigern sich, Trump mit Truppen zu unterstützen

Die Gouverneure mehrerer amerikanischer Bundesstaaten haben die Aufforderung von Präsident Trump, Truppen zur Verstärkung nach Washington...

DWN
Politik
Politik Soldaten gegen Demonstranten? US-Verteidigungsmininster Mark Esper stellt sich gegen Trump

Der amerikanische Verteidigungsminister Mark Esper lehnt den Einsatz von Soldaten gegen gewalttätige Demonstranten ab.

DWN
Politik
Politik FBI entlastet Antifa und nimmt Rechtsextremisten ins Visier

Aus einem Lagebericht des FBI geht hervor, dass die Antifa an den Ausschreitungen am 31. Mai in Washington keine Schuld trifft. Stattdessen...

DWN
Politik
Politik London, Paris, Athen: In Europa brechen Anti-Rassismus-Proteste aus

Auch in Europa kommt es verstärkt zu Protesten gegen Rassismus und Ausgrenzung. In London, Paris, Athen, Stockholm und Rotterdam haben...

DWN
Panorama
Panorama USA: Geplünderte Handelsketten solidarisieren sich mit den Plünderern

"Wir können unsere Fenster und Handtaschen ersetzen, aber wir können George Floyd, Ahmaud Arbery, Breonna Taylor, Eric Garner, Trayvon...

DWN
Politik
Politik Neue Doktrin: Russland behält sich vor, Atomwaffen in konventionellem Krieg einzusetzen

Russland hat eine neue Doktrin zum Einsatz von Kernwaffen veröffentlicht.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Corona-Ticker vom 3. Juni: Mehr als 50.000 Tote in Großbritannien

Lesen Sie die aktuellen Meldungen zur Corona-Pandemie im Liveticker.

DWN
Finanzen
Finanzen Beste Stimmung im Kasino: Börsen verzeichnen trotz Krisen steigende Kurse

An den Aktienmärkten ist die Stimmung trotz der Unruhen in den USA, der Konfrontation der USA mit China und des weltweiten...

DWN
Deutschland
Deutschland Neues Gesetz zur Überwachung des Internets: Den Deutschen drohen 150.000 Strafverfahren pro Jahr

150.000 Verfahren im Jahr: Das könnten die Folgen des neuen Gesetzes zur Überwachung des Internets sein.

DWN
Politik
Politik Bericht: Warum „White Lives Matter“ rassistisch ist

Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Anti Defamation League zufolge wurde die Phrase „White Lives Matter“ von weißen...

DWN
Politik
Politik Wie Araber-Clans den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat ablehnen

Drogenhandel per Kokstaxi, Geldwäsche, Schießereien - solche kriminelle Energie macht Ermittlern in der Hauptstadt zu schaffen. Etliche...

DWN
Technologie
Technologie Banken wehren sich mit Künstlicher Intelligenz gegen zunehmenden Betrug

Künstliche Intelligenz wird für Banken zunehmend wichtiger.

DWN
Technologie
Technologie Umstrittene Studie: Auto-Konzerne profitieren von fehlendem Kosten-Bewusstsein der Autofahrer

Laut einer wissenschaftlichen Studie schätzen Autofahrer die Kosten, die ihr Fahrzeug produziert, völlig falsch ein.

celtra_fin_Interscroller