Hacker erbeuten in Bulgarien Millionen von Daten

 

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16.07.2019 12:22
Hacker haben in großem Stil Daten der bulgarischen Rentenversicherung abgegriffen. Die Regierung in Sofia vermutet russische Computer-Experten hinter der Attacke.
Hacker erbeuten in Bulgarien Millionen von Daten
Der bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow (r) schenkt Rußlands Präsident Wladimir Putin (l) bei dessen Staatsbesuch in Bulgarien einen bulgarischen Schäferhund-Welpen. (Foto: dpa)

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Hacker haben in Bulgarien persönliche Daten von Millionen Menschen aus der staatlichen Agentur NAP entwendet, die alle Steuern und Abgaben für Rentenbeiträge verwaltet. „Es gibt tatsächlich einen nicht erlaubten Zugriff auf einen Server der NAP“, sagte Innenminister Mladen Marinow heute Morgen im Fernsehsender bTV und bestätigte eine anonyme Nachricht, die Hacker an diverse bulgarische Medien geschickt hatten.

Demnach verfügten die Häcker über persönliche Daten sowie Angaben zu Steuern und Sozialversicherungsabgaben von mehr als fünf Millionen Bulgaren und im Land lebenden Ausländern. Das entspricht rund 70 Prozent aller im Land lebenden Menschen. Auch Unternehmens-Daten wurden im großen Stil abgeschöpft. Die E-Mail war laut Medienangaben von russischen Servern am Montag an bulgarische Medien geschickt worden. Darin wird die Freilassung des Politikaktivisten Julian Assange gefordert.

Als „IT-Tschernobyl“ beschrieb ein Experte für Cybersicherheit, Jassen Tanew, den ersten Hacker-Angriff dieser Art in Bulgarien. Innenminister Marinow sah einen politischen Hintergrund für die Hacker-Aktion, da Bulgariens Regierung den Kauf von acht US-Kampfjets vom Typ F-16 beschlossen habe. Ministerpräsident Boiko Borissow berief den Sicherheitsrat der Regierung zusammen.


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