Weltwirtschaft

Berichte: China stoppt Importe von venezolanischem Öl

Lesezeit: 1 min
19.08.2019 10:42
Bislang unbestätigten Berichten zufolge soll China den Import von venezolanischem Erdöl gestoppt haben. Das Land ist ein enger Verbündeter Venezuelas und der mit Abstand wichtigste Geldgeber.
Berichte: China stoppt Importe von venezolanischem Öl
Chinas Staatspräsident Xi Jinping mit Venezuelas Präsident Maduro. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der chinesische Ölkonzern CNPC hat einem Insider zufolge aus Furcht vor US-Sanktionen die Verladung von Öl aus Venezuela vorerst gestoppt. CNPC sei in Sorge, ansonsten von US-Strafen getroffen werden zu können, sagte eine mit dem Vorgang vertraute aber namentlich nicht genannte Person in Peking am Montag, wie Reuters berichtet. Zuvor habe es Gespräche zwischen den Regierungen der USA und Chinas und ein Treffen der Vertreter der US-Botschaft in Peking mit dem CNPC-Management gegeben. CNPC wolle nun zunächst weitere US-Richtlinien abwarten. Die Aussetzung der Verladungen gelte zunächst für den August.

Ein CNPC-Sprecher lehnte einen Kommentar ab. Ein Vertreter eines Vermarkters von venezolanischem Öl in China bestätigte den Stopp der Ölverladungen, wollte aber anonym bleiben.

China ist ein enger Verbündeter Venezuelas und hat die dortige Regierung mit mehr als 50 Milliarden Dollar an Krediten gestützt. In der ersten Jahreshälfte hat China rund 350.000 Fass (1 Fass = 159 Liter) Öl pro Tag aus dem Land importiert. In den vergangenen Jahren hat sich Peking aber angesichts der guten Versorgungslage an den Ölmärkten in der Frage seiner Käufe immer pragmatischer verhalten.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt Sanktionen gegen Venezuela verschärft und damit den Druck auf den sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro verstärkt. Die USA wollen einen Machtwechsel in dem südamerikanischen Land erreichen. Sie unterstützen den Oppositionsführer Juan Guaido, der sich selbst zum Übergangspräsidenten ausgerufen hat.

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die türkische Ziraat Bank alle Dienstleistungen für die Zentralbank von Venezuela eingestellt hat. Als Grund wurde die Furcht vor US-Sanktionen genannt. Die türkische Regierung gilt ebenfalls wie die chinesische als Verbündete Maduros. Sie übernahm vor wenigen Monaten Teile des venezolanischen Staatsgoldes.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Aus Liebe zu China: Merkel übergeht Deutschlands EU-Partner

Mit Angela Merkels pro-chinesischem Kurs sind mehrere EU-Staaten unzufrieden, zumal sie befürchten, dass China nach der Pandemie...

DWN
Deutschland
Deutschland Online-Apotheken erleben Boom während der Pandemie

Online-Apotheken erleben während der Pandemie einen Boom. Das beflügelt auch die Aktienkurse von diversen Online-Apotheken-Firmen.

DWN
Politik
Politik EU-Corona-Impfpass und ab in den Urlaub? So einfach wird es 2021 nicht

Im tiefsten Winter denken viele an den Sommerurlaub. Aber wie wird das dieses Jahr? Kann man mit einer Impfung wieder frei reisen? Die...

DWN
Deutschland
Deutschland Hoteliers am Ende: „Ein Zurück zu 2019 wird es nicht geben“

Messen sind abgesagt, Veranstaltungen finden online statt. Die Corona-Pandemie schränkt Geschäftsreisen massiv ein. Manche Firmen werden...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin: Lohnt sich der Einstieg noch oder ist es zu spät?

Wer in Bitcoin investieren will, braucht aufgrund der extremen Kurssprünge starke Nerven. Wer dafür bereit ist, erfährt hier, wie in...

DWN
Finanzen
Finanzen Dax: Corona-Verschärfungen lassen Anleger nur mit den Achseln zucken

Das deutsche Leitbarometer legt zu - der verschärften Maßnahmen zum Trotz. Der wichtigste Termin ist heute Abend die Inthronisierung von...

DWN
Technologie
Technologie Gazprom verbrennt sibirisches Gas zum Schürfen von Bitcoin

Die Ölsparte des russischen Gasriesen Gazprom hat ein Pilotprojekt zum Bitcoin-Mining erfolgreich abgeschlossen. Nun sollen im großen...

DWN
Politik
Politik DWN-Prognose trifft zu: Transatlantik-Koordinator erwartet bald Biden-Besuch in Deutschland

Am 27. November 2020 hatten die DWN geschrieben: „Wenn Biden seinen ersten Staatsbesuch in Deutschland tätigen sollte, sollte jedem...

DWN
Politik
Politik Top-Mediziner kritisiert RKI: „Uns droht ein Mega-Lockdown auf Basis unbrauchbarer Zahlen“

Der bis Ende Januar befristete Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland wird bis Mitte Februar verlängert. Doch ein...

DWN
Marktbericht
Marktbericht 2021 wird das „Jahr der Wahrheit“ für Europas Banken

Die Corona-Krise dürfte schon seit Jahren vorherrschende negative Trends in der Branche verstärkt und beschleunigt haben.

DWN
Politik
Politik Vatikan impft 25 Obdachlose gegen Corona

Der Vatikan hat 25 Obdachlose geimpft – natürlich aus reiner Menschenliebe. Zuvor hatte der umstrittene Papst Franziskus ein Bündnis...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Gewinnverlagerung in Niedrigsteuerländer führt beim Staat zu Milliarden-Ausfällen

Durch die Verlagerung von Gewinnen in Länder mit besonders niedrigen Unternehmenssteuern entgehen dem deutschen Staat jährlich...

DWN
Deutschland
Deutschland Grünen-Politiker gegen Bundesregierung: Wir brauchen einen Pandemierat mit verschiedenen Wissenschaftlern

Der forschungspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Kai Gehring, hat der Bundesregierung vorgeworfen, zu wenig zur Erforschung des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Universelles Grundeinkommen soll über digitale Dollar-Geldbörsen ausgezahlt werden

Die USA könnten schon bald ein Gesetz zur Einführung einer „digitalen Dollar-Geldbörse“ verabschieden. Dem Gesetz zufolge sollen die...