Finanzen

Größter Betrugsfall des Landes: Mainzer Bank muss in Dänemark Millionenstrafe zahlen

Die Mainzer North Channel Bank muss dem dänischen Staat eine Millionenstrafe zahlen. Sie hinterging die Steuer-Behörden mit gefälschten Wertpapiergeschäften. Es handelt sich um den größten Betrugsfall der dänischen Geschichte.
25.09.2019 10:42
Aktualisiert: 25.09.2019 10:46
Lesezeit: 1 min

Die Mainzer North Channel Bank ist am Montag von einem Gericht in Dänemark zu einer Strafe von umgerechnet 14,7 Millionen Euro verurteilt worden. Die Bank soll sich jahrelang mit gefälschten Aktiengeschäften von den dänischen Behörden Steuern zurückerstattet haben lassen, welche sie nie abgeführt hatte. Der Schaden für Dänemark wird auf rund 1,7 Milliarden Euro taxiert.

„Wir haben in den letzten zweieinhalb Jahren unsere ganze Energie darauf verwendet, in der Bank aufzuräumen und ihr ein neues und nachhaltiges Geschäftsmodell zu geben“, wird die Bank vom Handelsblatt zitiert. „Mit dem heutigen Urteil sind wir einen großen Schritt weiter in eine Richtung gekommen, die das Überleben der Bank sichert und damit auch mehr als 50 Arbeitsplätze für Kolleginnen und Kollegen, die nichts mit den genannten Aktivitäten zu tun hatten. Es ermöglicht uns außerdem, neue, seriöse Investoren zu finden und der Bank somit eine gute Zukunftsperspektive zu sichern.“

Gegen die North Channel Bank wird derzeit auch noch im Rahmen der Ermittlungen zum sogenannten Cum-Ex-Skandal ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen sieben frühere und aktive Mitarbeiter. Diese sollen etwa 34 Millionen Euro gewaschen haben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Spannungen zwischen den USA und dem Iran dämpfen KI-Optimismus
17.08.2026

Erfahren Sie, wie geopolitische Konflikte und Entwicklungen im Tech-Sektor die Wall Street bewegen.

DWN
Politik
Politik Bahnhöfe, Steuererklärung, TV – was sich im September ändert
17.08.2026

An ersten Bahnhöfen darf kein Alkohol getrunken werden und Sport-Fans können sich auf die NFL-Saison freuen. Der September bringt auch...

DWN
Politik
Politik Chat Control: Will die EU private Nachrichten lesen?
17.08.2026

Chat Control soll helfen, sexuelle Gewalt gegen Kinder im Netz aufzudecken. Doch die geplanten EU-Regeln lösen massive Kritik aus, da sie...

DWN
Technologie
Technologie Russlands Starlink-Kopie ist weiter als erwartet
17.08.2026

Russland arbeitet schneller als erwartet an einem eigenen Satellitennetz nach dem Vorbild von Starlink. Das System Rasswet hat bereits...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Milliardendeal: Ventilatorenspezialist EBM-Papst wird an US-Konzern verkauft
17.08.2026

Mit dem Verkauf an den börsennotierten Konzern Madison Air will das fränkische Familienunternehmen EBM-Papst den Zugang zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dax-Konzerne: Rekordgewinne und Personalabbau  
17.08.2026

Trotz Rekordgewinnen von 52,6 Milliarden Euro bauen Deutschlands größte Börsenkonzerne massiv Stellen ab. Während die...

DWN
Politik
Politik SPD rutscht weiter in den Keller: Klingbeil verteidigt seinen Kurs
17.08.2026

An der SPD-Basis rumort es, weil Umfragewerte seit Wochen nicht besser werden und die Partei sich in der Koalition teils schwertut. Den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutscher Negativtrend: Immer mehr junge Menschen ohne Bildung und Arbeit
17.08.2026

In Deutschland steigt der Anteil junger Menschen ohne Job oder Bildungsplatz: Jeder zehnte junge Mensch zwischen 20 und 24 Jahren geht in...