Finanzen

Reuters: Kfz-Steuer könnte massiv steigen, Bundesregieurung denkt über CO2-Sondersteuer nach

Die Bundesregierung prüft Agenturberichten zufolge eine CO2-Sondersteuer, welche Teil der Kfz-Steuer sein soll. Für Dieselfahrzeuge oder große Benziner könnte sich die Kfz-Steuer verdoppeln.
26.09.2019 16:45
Aktualisiert: 26.09.2019 16:49
Lesezeit: 1 min

In der Bundesregierung wird im Zuge des Klimapakets ein kräftiger Aufschlag auf die Kfz-Steuer erwogen. Die CO2-Komponente in der Steuer solle ab einem Ausstoß von 95 Gramm und in einer zweiten Stufe ab 115 Gramm Ausstoß pro Kilometer bei Neuzulassung ab 2021 steigen, heißt es im Entwurf der Langfassung zum Klimapaket, der der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag.

Bei einem Ausstoß zwischen 95 Gramm und 115 Gramm soll die Komponente auf vier Euro pro Gramm erhöht werden, oberhalb von 115 Gramm auf 5,50 Euro. Würde beispielsweise ein VW-Golf mit Benzinmotor und mit 150 Gramm Ausstoß CO2 ab 2021 zugelassen, wären mehr als 160 Euro Steuer im Jahr zusätzlich zu entrichten. Für große Spritverbraucher wie Geländewagen mit Benzin oder Dieselmotoren würde sich die Steuer so weit mehr als verdoppeln.

Man wolle erreichen, dass so eine "deutlich stärkere Lenkungswirkung beim Neuwagenkauf hin zu emissionsärmeren beziehungsweise emmissionfreien Antrieben ausgeht", heißt es im 193-Seiten-Papier.

Neu aufgenommen ist zudem der Vorschlag einer Beimischungsquote von Wasserstoff oder Biokraftstoff ins Flugbenzin. Damit soll der Flugverkehr sauberer werden. Diese Quote würde dann über die Jahre steigen und müsste von den Fluglinien erfüllt werden. In dem Papier sind die Kabinetts-Beschlüsse vom Freitag eingearbeitet. Zudem ergänzt es eine Reihe Detail-Regelungen, die bisher offen geblieben waren. Diese sind jedoch zwischen den Ressort teils erheblich umstritten. Das dürfte auch für den Kfz-Steuer-Vorschlag gelten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Indien bestellt russisches Öl für sechs Milliarden Dollar
30.03.2026

Indische Raffinerien haben für April etwa 60 Millionen Barrel russisches Öl gekauft. Damit sollen Lieferengpässe ausgeglichen werden,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industrielle Revolution am Bau: Leipzig erhält weltweit erstes Carbonbetonwerk
30.03.2026

Sachsen setzt ein deutliches Zeichen in der modernen Industriepolitik und positioniert sich als Pionier für ressourceneffiziente...

DWN
Politik
Politik Kostendruck im Gesundheitswesen: Expertenrat beziffert Milliarden-Einsparungen
30.03.2026

Das deutsche Gesundheitssystem steht vor einer finanziellen Zerreißprobe, da die rasant steigenden Leistungsausgaben die Lohnnebenkosten...

DWN
Politik
Politik Blockade im Mittelmeer: Italien setzt deutsches Rettungsschiff erneut fest
30.03.2026

Nach einem Einsatz im Mittelmeer wird erneut ein Schiff einer Hilfsorganisation in Italien festgesetzt. Sea-Watch kritisiert das Vorgehen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs: Inflationsrate springt auf Zweijahreshoch
30.03.2026

Die Eskalation im Nahen Osten trifft die deutsche Wirtschaft mit zeitlicher Verzögerung, aber massiver Wucht. Der drastische Anstieg der...

DWN
Panorama
Panorama Kampf gegen digitale Gewalt: Fernandes fordert Gesetzesreformen
30.03.2026

Moderatorin Collien Fernandes macht auf eine gefährliche Lücke im deutschen Recht aufmerksam: Der Missbrauch intimer Aufnahmen auf...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preissturz an Polens Tankstellen: Warschau beschließt drastische Steuerkürzungen
30.03.2026

Angesichts explodierender Energiekosten durch den Nahost-Konflikt zieht die polnische Regierung die Notbremse. Durch eine massive Senkung...

DWN
Politik
Politik Eskalation im Iran-Krieg: Trump erwägt Einsatz von Bodentruppen für Uran-Bergung
30.03.2026

Der Konflikt im Iran tritt in eine gefährliche neue Phase ein. Während massive Luftschläge die Hauptstadt Teheran erschüttern,...