Deutschland

Deutsche Bahn fordert 500 Millionen Euro von Lkw-Herstellern

Die Deutsche Bahn fordert von Lkw-Herstellern wie MAN, Daimler oder Volvo einen Schadenersatz in Höhe von einer halben Milliarde Euro. Die Unternehmen sollen untereinander Preisabsprachen getroffen haben.
30.09.2019 16:26
Aktualisiert: 30.09.2019 16:30
Lesezeit: 1 min

Die Deutsche Bahn fordert im Zusammenhang mit dem sogenannten Lkw-Kartell Schadenersatz in Höhe von rund einer halbe Milliarde Euro. Diese Summe hätten die Bahn, die Bundeswehr und andere Unternehmen einschließlich Zinsen wegen der Preisabsprachen der Hersteller zuviel gezahlt, teilte der Konzern am Sonntag mit. Die entsprechende Klage hatte die Bahn schon Ende 2017 beim Landgericht München eingereicht. Externe Experten hätten nun aber die Schadensumme in einem Gutachten ermittelt. Zuvor hatte die Bild am Sonntag darüber berichtet.

Die Bundeswehr und 40 weitere Unternehmen hatten ihre Ansprüche an die Bahn abgetreten. “DB-Konzern und die Bundeswehr haben im Kartellzeitraum Tausende Lkw beschafft”, heißt es in der Mitteilung. Die Lkw-Hersteller sollten sich ihrer Verantwortung stellen. “Wir sind offen für eine einvernehmliche Lösung. Dazu haben wir allen Kartellbeteiligten das Gespräch angeboten”, zitiert die dpa die Bahn.

Wegen der Bildung des Kartells hatte die EU-Kommission in den Jahren 2016 und 2017 Geldbußen in einer Gesamthöhe von fast vier Milliarden Euro verhängt. Nach ihrer Feststellung hatten die Lastwagenhersteller MAN, Daimler, Volvo/Renault, DAF, Iveco und Scania von 1997 bis 2011 untereinander Informationen zum Beispiel über Preise ausgetauscht. Die höchste Einzelstrafe mit rund einer Milliarde Euro musste Daimler bezahlen.

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