Politik

Russland testet Interkontinental-Rakete im Norden des Landes

Die russische Regierung hat im Norden des Landes eine Interkontinentalrakete des Typs Topol-M getestet. Sie sei auf der Halbinsel Kamtschatka eingeschlagen.
30.09.2019 16:34
Aktualisiert: 30.09.2019 16:38
Lesezeit: 1 min

Wenige Monate nach dem Aus des wichtigen INF-Abrüstungsabkommens hat Russland eine Interkontinentalrakete des Typs Topol-M getestet. Die landgestützte Rakete sei am Montag bei der Trainingseinheit vom Weltraumbahnhof Plessezk in Nordrussland abgefeuert worden, teilte das russische Verteidigungsministerium der Agentur Tass zufolge in Moskau mit. Sie sei erfolgreich östlich auf der Halbinsel Kamtschatka am Pazifik eingeschlagen.

Die USA hatten den INF-Vertrag Anfang Februar zum 2. August gekündigt, weil sie davon ausgehen, dass Russland ihn seit Jahren verletzt. Das Abkommen hatte beiden Seiten Produktion, Tests und Besitz bodengestützter ballistischer Raketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern untersagt. Hoffnungen auf neue wirksame Absprachen zur Rüstungskontrolle gibt es derzeit kaum, meldet die dpa.

Bei dem Marschflugkörper Topol-M handelt es sich um einen Raketentyp, der bereits seit mehr als 20 Jahren getestet wird. Er hat eine maximale Reichweite von mehr als 11 000 Kilometern. Bei dem Test sei die Flugtechnik der Rakete erfolgreich überprüft worden, betonte das Moskauer Ministerium.

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