Deutschland

Studie: Weltweite Plattenbau-Renaissance in Sicht

Lesezeit: 1 min
11.10.2019 06:02  Aktualisiert: 11.10.2019 06:13
Die Studienautoren zählen Deutschlands große Städte zu den Regionen der Welt, wo künftig wieder verstärkt Fertighäuser und Plattenbauten gebaut werden.
Studie: Weltweite Plattenbau-Renaissance in Sicht
Arbeiter montieren von einer Hebebühne aus Teile an einem Neubau in Berlin. (Foto: dpa)
Foto: Jens B

Angesichts steigender Kosten und des Fachkräftemangels in der Baubranche könnten Fertighäuser und Plattenbauten nach einer neuen Studie eine weltweite Renaissance erleben. Das Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass das modulare Bauen mit vorgefertigten Teilen in Europa und den USA im Jahr 2030 ein Marktvolumen von 130 Milliarden Dollar erreichen könnte. Hauptvorteile sind demnach mögliche Einsparungen bei den Baukosten von mehr 20 Prozent und eine Verkürzung der Bauzeit um 20 bis 50 Prozent.

Modulares Bauen ist der Fachbegriff für Gebäude, die auf der Baustelle aus zuvor industriell gefertigten Teilen zusammengesetzt werden. Bekannteste Beispiele im deutschen Sprachraum sind die Plattenbauten der ehemaligen DDR und Fertighäuser in der alten Bundesrepublik. Im englischen Sprachraum heißt die Bauweise «prefab» (vorgefertigt). Und ebenso wie den DDR-Plattenbauten haftet «prefab housing» häufig der Ruf des Hässlichen und Billigen an. Doch das schlechte Image könnte sich nach Einschätzung von McKinsey wandeln, wenn die Hersteller bessere Baumaterialien verwenden und auf höherwertiges Design achten.

Besonders in Frage kommt das modulare Bauen laut Studie für Regionen mit großem Bedarf an neuen Wohnungen und Fachkräftemangel in der Baubranche. Dazu zählen die Studienautoren Deutschlands große Städte ebenso wie die US-Westküste oder den Osten Australiens. «Die Herstellung von Modulen außerhalb der Baustelle kann die Produktivität enorm verbessern – gerade dann, wenn möglichst viel automatisiert wird», sagte McKinsey-Baufachmann Gernot Strube. Wenn ein Hausentwurf mehrfach gebaut wird, könnte das die Kosten senken: «Je mehr Einheiten gefertigt werden, desto günstiger und effizienter ist die Herstellung.»

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Strompreis steigt auf Rekordhoch, verdoppelt sich in zwei Monaten

An der Terminbörse hat sich der Strompreis für Deutschland innerhalb eines Jahres versechsfacht. Teure Energie droht ganz Europa in die...

DWN
Finanzen
Finanzen Simbabwe: Goldmünzen sollen den Dollar ersetzen

Goldmünzen, die Simbabwe im Kampf gegen die Inflation als offizielles Zahlungsmittel eingeführt hat, sollen bald auch in kleineren...

DWN
Termine
Wichtige Termine Europa: Schlimmste Dürre seit einem halben Jahrtausend

Eine der größten Dürren seit 500 Jahren sucht die einzelnen Länder Europas heim und sorgt für eine sich immer stärker ausbreitende...

DWN
Finanzen
Finanzen Lohnen sich Hedgefonds für Privatanleger?

Hedgefonds gelten als Königsklasse der Investments und versprechen hohe Gewinne. Doch es gibt auch Schattenseiten.

DWN
Deutschland
Deutschland Energie-Krise: Gasumlage wird Inflation weiter nach oben treiben

Auf Gaskunden in Deutschland kommen ab Herbst deutliche Mehrkosten zu. Die Höhe der staatlichen Gasumlage wird bei 2,4 Cent pro...

DWN
Politik
Politik Lettland und Estland steigen aus China-Forum aus

Lettland und Estland steigen aus dem im Jahre 2012 ins Leben gerufenen Kooperationsforum aus.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Henkel steigert Umsatz - Gewinn bricht allerdings ein

Der Konzern mit Hauptsitz in Düsseldorf wartet trotz eines schwierigen Umfeldes mit einer guten Umsatzentwicklung auf.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lidl & Rewe: Harte Brüche im Geschäftsgebaren

Die zwei Lebensmittelhändler ändern ihre Strategie und versuchen über neue Wege auf die derzeitigen Marktbedingungen eine Antwort zu...