Politik

USA fordern von Südkorea mehr Geld für stationierte US-Truppen

Die Gespräche zwischen Washington und Seoul über die Aufteilung der Kosten für den Verbleib von US-Truppen in Südkorea wurden vorzeitig abgebrochen. Südkorea will seinen Beitrag nicht erhöhen.
21.11.2019 17:00
Lesezeit: 1 min
USA fordern von Südkorea mehr Geld für stationierte US-Truppen
Donald Trump, Präsident der USA, und Moon Jae In, Präsident von Südkorea. (Foto: dpa) Foto: -

Die USA habe ihre Differenzen mit Südkorea über die Aufteilung der Kosten für die Stationierung von US-Soldaten in dem ostasiatischen Land bei neuen Verhandlungen nicht ausräumen können. Die Gespräche in Seoul seien am Dienstag vorzeitig abgebrochen worden, teilte das südkoreanische Außenministerium mit. Sie seien nicht wie geplant verlaufen. Die US-Seite habe von Südkorea eine deutliche Erhöhung seines Beitrags verlangt, die für die südkoreanische Seite inakzeptabel sei.

Der US-Chefunterhändler James DeHart warf Südkorea vor, keinen Vorschlag vorgelegt zu haben, der der Forderung nach einer "fairen und gerechten Lastenaufteilung" entspreche. Seine Delegation habe die Gespräche abgebrochen, um "der koreanischen Seite Zeit zum Überdenken zu geben", wurde DeHart von südkoreanischen Sendern zitiert.

In Südkorea befinden sich 28.500 US-Truppen. Nach Informationen der Japan Times hatte Südkorea seinen Anteil im aktuellen Jahr um acht Prozent auf Ausgaben in Höhe von 924 Millionen US-Dollar erhöht. Die Erhöhung erfolgte im Rahmen des Special Measures Agreement.

Die USA verlangen seit längerem von ihrem asiatischen Verbündeten, mehr für die amerikanische Truppenpräsenz zu zahlen. Die Forderung hatte US-Verteidigungsminister Mark Esper zuletzt am Freitag bei einem Besuch in Seoul bekräftigt, so die dpa. Washington will nach Berichten südkoreanischer und amerikanischer Medien, dass Seoul etwa fünf Milliarden Dollar jährlich für die Stationierung der US-Soldaten oder ungefähr das Fünffache des bisherigen Anteils aufbringt. Die Zahl wurde bisher nicht offiziell bestätigt. In Südkorea haben die USA gegenwärtig 28 500 Soldaten zur Abschreckung der selbst erklärten Atommacht Nordkorea stationiert.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Räte warnen vor Inflation – steigen die Leitzinsen bald wieder?
22.03.2026

Unsichere Märkte, steigende Inflation und wachsende Risiken: Die EZB-Leitzinsen rücken erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Mehrere...

DWN
Politik
Politik Spritpreise in Polen: Warum die Tankfüllung in Polen deutlich günstiger ist
22.03.2026

Die explodierenden Kraftstoffpreise treiben viele deutsche Autofahrer nach Polen, um deutlich günstiger Benzin oder Diesel zu tanken. Doch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Goldpreis reagiert kaum auf den Iran-Krieg: Warum der Anstieg ausbleibt
22.03.2026

Der Goldpreis reagiert trotz Iran-Krieg und steigender Spannungen im Nahen Osten bislang überraschend verhalten. Welche Faktoren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg verändert Anlagestrategien: Investoren trennen sich von Tech-Aktien
22.03.2026

Der Iran-Krieg und der Ölpreisschock bringen die bisherige Dominanz von KI-Investments ins Wanken und verschieben die Kapitalströme in...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermögen aufbauen: Warum Investoren eine Anlagestrategie und Mut brauchen
22.03.2026

Deutschland klammert sich an ein Sicherheitsgefühl, das ökonomisch nicht mehr trägt. Während die nominalen Geldvermögen Rekorde...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Risiko für die Weltwirtschaft: Wie Energie, KI und Schulden zur globalen Bedrohung werden
22.03.2026

Mehrere globale Risiken bauen sich gleichzeitig auf: Geopolitische Krisen verursachen steigende Energiepreise, Finanzmärkte geraten unter...

DWN
Panorama
Panorama Wasserknappheit: Wie ernst ist die Lage in Deutschland?
22.03.2026

Mal fehlt Regen über Monate, dann fällt er in kurzer Zeit im Übermaß: Deutschlands Wasserhaushalt gerät aus dem Gleichgewicht....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Sneaker-Revolution aus dem Drucker: Wie ein Hamburger Start-up die Schuhwelt umkrempelt
22.03.2026

Von der heimischen Werkstatt an die Füße der Weltstars: Cornelius Schmitt hat geschafft, wovon viele Sneaker-Fans nur träumen. Mit...