Deutschland

China-Geschäft lässt Elektroindustrie wieder etwas funkeln

Bei der Elektroindustrie stimmt zwar nicht viel: So haben sich die Auftragseingänge, die Produktion und der Umsatz allesamt verringert. Doch gibt es jetzt wieder einen Funken Hoffnung - und zwar durch den Export.
22.11.2019 15:00
Lesezeit: 1 min
China-Geschäft lässt Elektroindustrie wieder etwas funkeln
So hell leuchtet die Industrie zwar noch nicht, doch geht es ihr immerhin etwas besser. (Foto: dpa) Foto: Jens B

Bei der Elektroindustrie, einer der führenden Branche in Deutschland, läuft eigentlich nichts rund. Auftragseingänge, Produktion und Umsatz haben nach den ersten drei Quartalen allesamt nachgegeben. Doch immerhin gibt es jetzt wieder ein positives Zeichen - und das kommt von den Ausfuhren: So sind die Exporte im September 2019 um zwei Prozent gegenüber Vorjahrahreszeitraum auf 18,2 Milliarden Euro gestiegen. Wie der Fachverband ZVEI berichtet, sind die Volumina nach den ersten neun Monaten um 3,2 Prozent auf 160,4 Milliarden Euro geklettert.

Insbesondere im China-Geschäft hat es zweistellige Zuwächse gegeben. Die Ausfuhren erhöhten sich im September um 12,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. „Damit sind die Branchenlieferungen in das Reich der Mitte zum ersten Mal seit Oktober letzten Jahres wieder zweistellig gewachsen“, so Andreas Gontermann, der Chefvolkswirt des Verbandes.

Die Elektroexporte in die Eurozone gingen im September 2019 um zwei Prozent gegenüber Vorjahr auf 5,6 Milliarden Euro zurück. Die höchsten Zuwächse gab es im Geschäft mit den kleineren Ländern Estland (plus 22,3 Prozent auf 34 Millionen Euro), Portugal (plus 18,0 Prozent auf 186 Millionen Euro) und Finnland (plus 16,9 Prozent auf 179 Millionen Euro). In den gesamten ersten drei Quartalen 2019 legten die Elektroexporte in die Eurozone um 3,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 51,4 Milliarden Euro zu.

Die Entwicklung der Importe verläuft ähnlich wie Ausfuhren: Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland sind im September etwas schwächer gestiegen als die Exporte. Sie nahmen um 1,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16,4 Milliarden Euro zu. Zwischen Januar und September summierten sie sich auf 144,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs um 3,3 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Milliardenmarkt Online Glücksspiel: Wie Zahlungsanbieter an Casinos verdienen

Wer in einem Online Casino Geld einzahlt, erlebt meist einen unspektakulären Vorgang. Zahlungsmethode auswählen, Betrag eingeben,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Echt oder Kopie? Billige Labordiamanten erobern den Markt
22.08.2026

Labordiamanten kosten nur einen Bruchteil natürlicher Steine und erobern den wichtigsten Diamantenmarkt der Welt. Für Juweliere,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Bahn: Vandalismusschäden in Höhe von 34 Millionen Euro
22.08.2026

Graffitis an Bahnhofswänden, Kabeldiebstahl, zerkratzte Scheiben in Zügen - die Deutsche Bahn ist ständig mit Vandalismus konfrontiert....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Eishersteller Florida Eis investiert 25 Millionen Euro – in Sachsen-Anhalt
22.08.2026

Jahre nach der ersten Kontaktaufnahme mit Politikern aus Sachsen-Anhalt, legt der Berliner Eishersteller Florida Eis den Grundstein für...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldanlage mit KI: Ist mit diesen KI-Tools die schnelle Algorithmen-Rendite möglich?
22.08.2026

KI analysiert Finanzdaten schneller als jeder Analyst. Doch bringen lernende Algorithmen und die Geldanlage mit KI am Ende wirklich mehr...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mini Countryman im Test: Viel Platz, viel Leistung, hoher Preis
22.08.2026

Der Mini Countryman JCW ALL4 verbindet viel Platz mit sportlicher Leistung und auffälligem Auftritt. Der mittelgroße SUV überzeugt mit...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Forscher warnen: Rekordwärme in Europas Meeren geht auf Klimawandel zurück
22.08.2026

Fast überall an Europas Küsten ist das Meerwasser extrem warm. Ohne den Klimawandel wären solche Temperaturen praktisch unmöglich,...

DWN
Panorama
Panorama Deutsche schlafen zu wenig: Vier von zehn Menschen betroffen
22.08.2026

Weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht? Experten zufolge ist das zu kurz. In Deutschland trifft das aber auf viele Menschen zu. Vor...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: SPD kämpft ums Überleben – und rüttelt an der Wahlhürde
22.08.2026

Drei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dümpelt die SPD bei mageren 5 bis 7 Prozent und kämpft um ihr politisches Überleben....