Finanzen

Zu viel Unruhe: Draghi behält niedrigen Leitzins bei

Lesezeit: 1 min
02.10.2013 13:56
Die Entwicklungen in Italien und den USA sind der EZB zu undurchsichtig. Beide Länder könnten in den kommenden Wochen zu massiven Unruhen am Staatsanleihenmarkt führen. Aus diesem Grund druckt die EZB lieber weiter Geld.
Zu viel Unruhe: Draghi behält niedrigen Leitzins bei

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Italien  
Frankreich  
EZB  
Leitzins  
USA  

Die lockere Geldpolitik der EZB wird fortgesetzt. Bei der heutigen EBZ-Ratssitzung in Paris wurde beschlossen, den Leitzins nicht anzuheben. Damit steht dieser weiterhin auf dem historischen Tiefstwert von 0,5 Prozent.

Zu unsicher ist die derzeitige, politische Lage in Europa und den USA. In Italien muss sich Premier Letta einem Vertrauensvotum stellen - die ganze Regierung wackelt - in Deutschland ist eineinhalb Wochen nach der Wahl noch keine Regierungskoalition gebildet und in den USA herrscht Stillstand (hier).

Je nachdem, was sich in diesen drei Ländern in den kommenden Wochen abspielt, ist mit massive Turbulenzen am Finanzmarkt zu rechnen. Aus diesem Grund hält Mario Draghi am niedrigen Leitzins fest. Das Signal, dass er aussenden will: Was auch passiert, die EZB wird es nicht zulassen. Die Frage ist nur, wie lang die Investoren den Worten des EZB-Chefs noch Glauben schenken.

Insofern wird vielleicht die Pressekonferenz am Nachmittag Aufschluss darüber geben, ob die EZB noch neue Maßnahmen vorweisen kann oder, ob die Instrumente bereits begrenzt sind.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Unerwartete Renaissance: Briten setzen verstärkt auf Bargeld

Die Briten haben dem Bargeld zu einer unerwarteten Renaissance auf der Insel verholfen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ohne den Dollar: Indien bezahlt massive Kohle-Importe in anderen Währungen

Indiens Unternehmen importieren massiv Kohle aus Russland, und die Zolldaten zeigen, dass sie diesen wichtigen Rohstoff heute kaum noch in...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Öl-Durchfluss durch Druschba-Pipeline gestoppt - Hoffen auf Kompromiss

Der Durchfluss durch die Süd-Route der wichtigen Druschba-Pipeline wurde gestoppt. Offenbar haben sich die Beteiligten nun auf einen...

DWN
Politik
Politik Alarmstufe Rot: Russland will ukrainisches Atomkraftwerk vom Netz nehmen

Russland will offenbar das Atomkraftwerk Saporischschja vom Netz nehmen. Mit dem Strom soll anschließend die Krim versorgt werden. Die...

DWN
Politik
Politik Schwere Eskalation im Streit zwischen EU-Kommission und Polen

Der Streit zwischen EU-Kommission und Polen eskaliert. Von „Oligarchie“, „Imperialismus“ und einer Neuordnung der Beziehungen ist...

DWN
Politik
Politik Lindner will Steuerentlastung: Topverdiener profitieren am meisten

Der Finanzminister hat angesichts der hohen Preise eine Steuersenkung angekündigt. Jetzt legt er seine Pläne vor. Kritik gibt es auch...

DWN
Politik
Politik Aufschrei nach FBI-Razzia: Republikaner stellen sich hinter Trump

Nach der umstrittenen Razzia des FBI stellen sich die Republikaner hinter Trump – und seine Kandidaten gewinnen erneut Wahlen.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Umverteilung von Nord nach Süd nimmt Fahrt auf

Die EZB hat erneut viele Milliarden Euro in die hoch verschuldeten Staaten im Süden der Eurozone gepumpt. Dies geschieht auf Kosten von...