Technologie

Sächsische Forscher entwickeln schadstofffreies Benzin

Forscher der TU Freiberg in Sachsen haben ein neues Verfahren entwickelt, um schadstofffreies Benzin zu erzeugen. Jetzt geht der Kraftstoff zum Testen an die Automobilhersteller.
06.01.2020 18:00
Lesezeit: 1 min
Sächsische Forscher entwickeln schadstofffreies Benzin
Forscher versuchen, Alternativen zum klassischen Benzin zu finden. Ölraffinerien wie diese werden eines Tages unnötig sein. (Foto: dpa) Foto: Waltraud Grubitzsch

Die TU Freiberg versucht, neue Wege in der schadstofffreien Mobilität zu finden. Jetzt haben Wissenschaftler der sächsischen Hochschule ein Verfahren entwickelt, mittels dessen synthetisches Benzin aus Bioethanol hergestellt werden kann. Wie das Fachportal „Springer Professional“ berichtet, ist dazu eine Mischung aus Kohlendioxid, Strom und Wasser notwendig. Das soll gegenüber bisherigen Alternativen eine fast CO2-neutrale Herstellung ermöglichen.

Getestet wurde das Verfahren am Institut für "Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen" (IEC) der TU Bergakademie Freiberg. Die ersten 16.000 Liter des „grünen“ Benzins sind bereits produziert. Sie sollen nun zum Testen an Automobilhersteller gehen.

In den kommenden Monaten wollen die Wissenschaftler das Synthese-Verfahren und die Versuchsergebnisse genau analysieren. Für 2020 ist bereits ein zweiter Versuch an der Anlage geplant, bei dem weitere 15 bis 25 Kubikmeter "grünes" Benzin produziert werden sollen.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden im Rahmen des Forschungsprojektes "C3 Mobility" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Digitale Realität: Wie AfD, TikTok und KI um Macht kämpfen
21.09.2026

Die politische Macht verschiebt sich auf den Bildschirm. Parteien gewinnen Wahlen mit TikTok-Reichweite, KI-Konzerne rufen plötzlich nach...

DWN
Politik
Politik Grönland-Deal mit den USA sorgt für neue Sorgen
21.09.2026

Ein neues Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland soll jetzt unterzeichnet werden. Während einige Experten darin einen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VinFast-Gründer: Der Vietnamese, der Milliarden riskiert
21.09.2026

Pham Nhat Vuong baute in der Ukraine ein Nudelgeschäft auf, kehrte nach Vietnam zurück und schuf mit Vingroup ein Wirtschaftsimperium....

DWN
Politik
Politik Deutschland braucht einen nationalen Hitzeschutzplan: Doch wer trägt die Kosten?
21.09.2026

Sommer, Sonne, Hitze: Extrem hohe Temperaturen belasten zunehmend den Alltag vieler Menschen in Deutschland und verursachen...

DWN
Technologie
Technologie 70.000 Dollar für eine Hand: Deutschlands Chance im Roboter-Boom
21.09.2026

China lieferte im ersten Halbjahr 97 Prozent aller humanoiden Roboter weltweit aus. Warum eine Fraunhofer-Studie ausgerechnet in deren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IAB-Studie: Rüstungsindustrie kann Stellenabbau nicht auffangen
21.09.2026

Die Rüstungsindustrie wächst, doch als Auffangbecken für Beschäftigte aus kriselnden Industriezweigen taugt sie bislang kaum. Neue...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Škoda Peaq im Test: Wenn die Reichweite ihrem Namen alle Ehre macht
21.09.2026

Mit dem Škoda Peaq stellt die Marke ihr bislang größtes Elektroauto vor. Der SUV setzt auf hohe Reichweite, viel Innenraum, starke...

DWN
Finanzen
Finanzen Vonovia-Aktie unter Druck nach Berlin-Wahl – Diskussion um Enteignungen
21.09.2026

Die Berlin-Wahl setzt die Vonovia-Aktie unter Druck. Forderungen nach Enteignungen großer Wohnungskonzerne sorgen bei Anlegern für...