Technologie

5G: Großbritannien spielt immer noch mit dem Gedanken, Huawei ins Land zu holen

Huawei könnte nun doch einen Zugang zum britischen 5G-Netz erhalten. Zumindest planen dies einige Regierungsbeamte in London. Die USA sind strikt dagegen.
24.01.2020 10:47
Aktualisiert: 24.01.2020 10:47
Lesezeit: 1 min
5G: Großbritannien spielt immer noch mit dem Gedanken, Huawei ins Land zu holen
Huawei will auf den britischen Markt. (Foto: dpa) Foto: Ahmad Yusni

Britische Regierungsbeamte haben angeblich empfohlen, Huawei eine eingeschränkte Rolle im britischen 5G-Netzwerk einzuräumen, obwohl die USA zuvor ein vollständiges Verbot gefordert hatten.

Die Empfehlung wurde am 23. Januar 2020 bei einem Treffen hochrangiger Regierungsbeamter und Sicherheitschefs abgegeben, berichtet City A.M.

In der kommenden Woche steht eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats an, auf der entschieden wird, wie die Ausrüstung von Huawei bereitgestellt werden soll.

Huawei sollte eigentlich vom sensiblen, datenintensiven, sogenannten Kernbereich des Online-Netzwerks und von eingeschränkten Regierungssystemen ausgeschlossen werden. “Die Arbeiten zum Thema der Anbieter mit hohem Risiko im 5G-Netzwerk sind noch nicht abgeschlossen und werden dem Parlament bekannt gegeben”, sagte ein Sprecher Boris Johnsons.

Am Donnerstagmorgen sagte die Ministerin für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie, Andrea Leadsom, gegenüber Sky News, dass Großbritannien kurz davor stehe, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Leadsom wörtlich: “Idealerweise gäbe es mehr Infrastrukturanbieter, die der Arbeit von Huawei ähneln, aber Großbritannien prüft dieses Problem sehr sorgfältig und wir werden bald eine endgültige Entscheidung treffen.”

Im vergangenen Jahr untersagten die USA Unternehmen den Verkauf von Komponenten und Technologien an das Huawei. Dabei wurden nationale Sicherheitsbedenken angeführt.

Im Januar 2020 legte eine US-Delegation Großbritannien ein Dossier mit technischen Informationen vor, die Großbritanniens Leichtsinn im Umgang mit Huawei in Frage stellten. Großbritannien unterhält sowohl zu den USA als auch zu China wichtige Handelsbeziehungen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Der wachsende Trend zu digitalen Zusatzeinkommen im deutschen Mittelstand

Wirtschaftliche Unsicherheit und steigende Lebenshaltungskosten verändern das Verhältnis vieler Beschäftigter und Selbstständiger zu...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Aktie in der Krise: Aufsichtsrat lässt Kernfragen offen
10.07.2026

Nach der mit Spannung erwarteten Aufsichtsratssitzung bei VW herrscht weiterhin Ungewissheit über das genaue Ausmaß der drohenden...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kahlschlag in Erfurt: Sozialplan besiegelt das Aus für 2.100 Zalando-Beschäftigte
10.07.2026

Das bittere Ende für das Erfurter Zalando-Logistikzentrum ist beschlossene Sache: Ein millionenschwerer Sozialplan regelt nun die...

DWN
Politik
Politik Riegel vor die Abo-Falle: EuGH stärkt Verbraucher gegen Streaming-Riesen
10.07.2026

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das Widerrufsrecht bei digitalen Streaming-Abos massiv gestärkt. Die Richter stellten klar, dass...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung: Der grüne Papierkrieg erreicht die Lieferketten
10.07.2026

Europa will Verpackungen nachhaltiger machen, doch für viele Unternehmen beginnt erst einmal ein Bürokratie-Marathon. Ab August brauchen...

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
09.07.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Export: Warum der Westen an billigen Waren aus China erstickt
09.07.2026

China produziert mehr, als die eigene Bevölkerung kaufen kann, und drückt immer aggressiver auf die Weltmärkte. Für Europa wird diese...

DWN
Politik
Politik Durchgepeitschte Reformen: Karlsruhe lässt Koalition trotz Verfahrenskritik gewähren
09.07.2026

Das Bundesverfassungsgericht hat die Eilanträge der Opposition gegen das Gesundheits-Sparpaket und das Heizungsgesetz abgewiesen. Damit...

DWN
Politik
Politik Krise im Rathaus: Wegner immer mehr in der Defensive
09.07.2026

Rund zwei Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus steht der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) massiv unter Druck. Nach...