Finanzen

Goldman Sachs beendet Zusammenarbeit mit rein „weißen und männlichen“ Vorständen

Um die Vielfalt zu fördern, will die US-Investmentbank Goldman Sachs keine Börsengänge von Unternehmen mehr begleiten, deren Führungsmannschaft männlich und weiß ist.
24.01.2020 11:10
Aktualisiert: 24.01.2020 11:10
Lesezeit: 1 min
Goldman Sachs beendet Zusammenarbeit mit rein „weißen und männlichen“ Vorständen
Das Logo von Goldman Sachs. (Foto: dpa) Foto: Justin Lane

Die US-Investmentbank Goldman Sachs will künftig nur noch Börsengänge von Unternehmen unterstützen, deren Vorstand nicht rein männlich und „weiß“ ist, berichtet das Handelsblatt.

„Jede Firma, die die Investmentbank anheuert, um an die Börse zu gehen, muss mindestens ein Mitglied im Verwaltungsrat aufweisen, das nicht weiß und männlich ist. Die neue Regel soll ab 1. Juli gelten, für Unternehmen aus Europa und den USA, wie Goldman-CEO David Solomon am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos ankündete“, berichtet das Blatt.

Ab dem Jahr 2021 sollen es sogar mindestens zwei Personen in Vorständen sein, die nicht weiß und männlich sind, um die Unterstützung von Goldman zu erhalten „Wenn ich mir die Börsengänge in den USA der vergangenen vier Jahre anschaue, dann war die Performance immer besser, wenn mindestens eine Frau im Verwaltungsrat saß“, behauptete Solomon. Mehrere Studien hätten das in den vergangenen Jahren belegt.

Bemerkenswerterweise existieren auch Studie, welche genau das Gegenteil nahelegen, weshalb eine wissenschaftliche Unterfütterung des Themas komplett abwegig erscheint.

Das Handelsblatt schreibt weiter: "Goldman und andere Investmentbanken sind im vergangenen Jahr nach mehreren Börsenflops in die Kritik geraten. So war Goldman eine der Banken, die den krisengeschüttelten Büroanbieter WeWork an die Börse bringen musste, bevor das Vorhaben schließlich abgesagt wurde. Der Verwaltungsrat von WeWork bestand nur aus Männern. Jedoch floppten auch andere Börsengänge, wie etwa der des Fahrdienstanbieters Uber, der mit Ariana Huffington lange Zeit eine Frau im Aufsichtsgremium hatte. Auch innerhalb der Bank setzt Solomon, der kommende Woche eine neue Strategie vorstellt, auf mehr Diversität. Er hat angekündet, 50 Prozent der Analysten-Stellen mit Frauen besetzen zu wollen. Klassischerweise werden Analysten frisch aus der Universität rekrutiert."

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Unternehmen
Unternehmen Umgang mit Cookies: BGH verhandelt zu Cookie-Speicherung – darum geht's
10.10.2026

Der Bundesgerichtshof prüft, ob Unternehmen für das Speichern von Cookies auf fremden Internetseiten ohne Einwilligung haften müssen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Uber-Robotaxis in Deutschland: Erst Stellen streichen, dann Jobs versprechen
10.10.2026

Uber streicht Tausende Stellen und verspricht gleichzeitig neue Arbeitsplätze in Deutschland. Was widersprüchlich klingt, folgt einer...

DWN
Finanzen
Finanzen Revolut-Bank greift an: Dieser Fintech-Riese will Europas Banken überholen
10.10.2026

Die Revolut-Bank wächst in einem Tempo, von dem klassische Geldhäuser nur träumen können: fast 70 Millionen Kunden, Milliardenbewertung...

DWN
Technologie
Technologie KI-Prompts für Marketing und Vertrieb: 7 KI-Vorlagen für KMU und Selbstständige
10.10.2026

Fast jedes zweite kleine Unternehmen sieht noch keinen echten Nutzen in KI – dabei liegt der Unterschied oft nur im richtigen Prompt....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dacia Sandero Stepway: Europas Bestseller hat ein Sicherheitsproblem
10.10.2026

Europas meistverkauftes Auto kommt nicht von Volkswagen, Toyota oder Peugeot, sondern von Dacia. Der Sandero Stepway punktet mit enormer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kingspan Group-Aktie unter Druck: EU greift nach geplatztem Deal durch
10.10.2026

Ein geplatzter Milliardendeal? Nein, ein gescheiterter Firmenkauf mit teuren Folgen. Weil der irische Baustoffkonzern Kingspan die...

DWN
Politik
Politik Marine Le Pen plant finanzpolitischen Kurs mit großen Einsparungen: Auf den Straßen wächst die Wut
10.10.2026

Frankreich steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Während Zehntausende junge Menschen gegen marode Schulen und fehlende Investitionen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Generation Z trifft auf Generation X: Wie ein Eiskaffee zum Karrierekiller werden kann
10.10.2026

Ein Eiskaffee beim Bewerbungsgespräch sollte eigentlich keine große Sache sein. Doch für manche Personalverantwortliche verrät der...