Der Brexit – wirtschaftliche Auswirkung auf viele Branchen

Lesezeit: 2 min
03.02.2020 15:15  Aktualisiert: 03.02.2020 15:15
Gast Kommentar von Jytte Theilen: Das lange Hin und Her hat ein Ende: Seit dem 31. Januar 2020 ist Großbritannien raus aus der EU. Die Folgen für den Rest Europas und damit auch für Deutschland sind derzeit noch schwer abzuschätzen, wie die Seite Merkur.de. Dort finden sich zahlreiche Updates zum Brexit, der nun diverse Jahre auf sich hat warten lassen.
Der Brexit – wirtschaftliche Auswirkung auf viele Branchen

Besonders traurig über den Ausstieg ist man in Brunsmark. Das kleine Dorf in Schleswig-Holstein hatte nämlich einen aus Schottland stammenden Bürgermeister gewählt. Der wurde mit sofortiger Wirkung aus dem Amt gehoben, da er nun eben kein EU-Bürger mehr ist. Auch Iain Macnab selbst bedauert es sehr, nicht mehr für die Einwohner zuständig sein zu dürfen. Leider ist die Rechtslage zumindest in dem Punkt eindeutig, denn wer kein EU-Bürger ist, kann auch keine Ämter in der EU einnehmen. Wie es für den inzwischen 70 Jahre alten Schotten weitergeht, das weiß aktuell niemand. Seine Tätigkeit als Bürgermeister übte er bereits 12 Jahre ehrenamtlich aus. Sicher ist, dass er auch weiter in den Herzen der 160 Einwohner starken Gemeinde bleiben wird.

Was ändert sich für die deutsche Wirtschaft?

Laut Angaben des Magazins Spiegel plant Großbritannien ein Handelsabkommen mit der EU. Ohne dieses würden beide Seiten, der Inselstaat genauso wie die Europäisch Union, derbe Einschnitte in der Wirtschaft erleben. Ob die Finanzmärkte künftig leiden oder es gar zu einem Zusammenbruch kommt, das ist laut Experten schwer abzuschätzen. Bereits mit Ende des inzwischen seit vier Jahren bestehenden Durcheinanders steht lediglich fest, dass Großbritannien Verhandlungen durchführen will, um zumindest den Handel weiter am Leben zu halten.

Vorsichtig müssen insbesondere Sparer sein, denn Einlagen sind pro Person nur bis zu 7.500 Pfund abgesichert. Man geht jedoch davon aus, dass der Pfund weiter an Wert verlieren wird. Wer investiert hat, der sollte die Warnungen der Finanzexperten ernst nehmen. Im schlechtesten Fall droht womöglich sogar eine Bankenpleite, und die könnte dann eben auch EU-Bürger respektive Anleger aus Deutschland sehr hart treffen. Teilweise wird sogar empfohlen, Gelder rauszuziehen und sich mit neuen Alternativen auseinanderzusetzen – am besten, bevor die Investition tatsächlich verloren ist.

Diese Branchen leiden unter dem „Neuanfang“ Großbritanniens

Dass sich Politik und Wirtschaft in der EU umstellen müssen, das steht seit Monaten fest. Aber nicht nur hier gibt es drastische Änderungen. Auch die Glücksspielbranche hat nun die Herausforderung zu bewältigen, weiter in der EU zu bestehen. Wer bei Online Casinos, wie im NetBet Casino, gespielt hat, der weiß sicherlich, dass viele dieser Unternehmen durch die UK Gambling Commission lizenziert sind. Genau die hat auf den Rest der EU jedoch künftig keinen Einfluss mehr. Wichtig für die Unternehmen und für Spieler ist nun, die offizielle Regulierung abzuwarten. Auch hier gibt es bislang keine konkreten Informationen darüber, wie es mit den UK Casinos weitergehen wird.

Viele Unternehmen der Online Gaming Branche haben glücklicherweise frühzeitig reagiert und halten bereits seit längerem mehrere Lizenzen – darunter auf Malta oder in Gibraltar. Sollte also die Wirtschaft durch den Brexit dramatisch umgeworfen werden, haben Casinobetreiber in diesem Punkt kaum mehr etwas zu befürchten.

Vorerst keine großen Änderungen geplantVerfolgt man die aktuellen Medien, so dürfte zumindest bis zum Jahresende 2020 nicht allzu viel passieren. Da die Auswirkungen des Brexits jedoch faktisch nicht abschätzbar sind, ergreift die deutsche Wirtschaft schon jetzt erste Sicherheitsmaßnahmen. Man ist hier offensichtlich auf alles vorbereitet. Bürger müssen sich folglich keine übertriebenen Sorgen machen. Es ist bereits jetzt klar, dass ein Handelsabkommen unausweichlich bleibt, denn beide Seiten, Großbritannien und die EU, sind in wirtschaftlicher Sicht weiterhin aufeinander angewiesen.

DWN
Politik
Politik Corona: Das Meisterstück der Massen-Manipulation

Mit ihrem Appell, das Corona-Virus müsse unter allen Umständen bekämpft werden, appelliert die Politik an die Urängste der Menschen. Es...

DWN
Finanzen
Finanzen Schuldenkrise, mehr Europa oder Ende der Globalisierung? So geht es nach Corona weiter

Die IKB Deutsche Industriebank liefert in einer interessanten Analyse Hinweise darauf, welche Folgen die Coronakrise haben könnte.

DWN
Deutschland
Deutschland Weil Stromversorgung in Gefahr ist? Energieversorger kasernieren hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein

Der Energieversorger E.on hat hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz einkaserniert, damit sie diesen nicht mehr verlassen. Auch andere...

DWN
Politik
Politik Umfrage: Zufriedenheit mit Merkel-Regierung so hoch wie nie

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass die Deutschen einer Umfrage zufolge mit der Bundesregierung mehr einverstanden als je zuvor sind....

DWN
Finanzen
Finanzen Wann bricht der Silberpreis nach oben aus?

Zwar wird im Zuge der laufenden globalen Rezession die industrielle Nutzung des Silbers zurückgehen, doch verringert sich derzeit auch die...

DWN
Politik
Politik Putin und Erdogan teilen den Balkan unter sich auf

Russland und die Türkei teilen den Balkan unter sich in Einflusssphären auf. Was wie eine Kooperation unter Freunden ausschaut, könnte...

DWN
Finanzen
Finanzen Nobelpreisträger warnt: Niemand kann Coronakrise richtig einschätzen - vor allem die Börsen nicht

Der Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert Shiller warnt, dass die Finanzmärkte die Folgen der Corona-Krise überschätzen könnten.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schwerer Rückschlag: Boeing verliert milliardenschweren 737-Max-Großauftrag

Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing hat einen weiteren Großauftrag für seinen Problemflieger 737 Max verloren.

DWN
Finanzen
Finanzen Corona-Prämien für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei

Beschäftigte, die wegen der Corona-Krise eine Prämie von ihrem Arbeitgeber bekommen, müssen darauf keine Steuern zahlen.

DWN
Deutschland
Deutschland Desinfektionsmittel selber machen? Hier geht es zur Anleitung gegen das Corona-Virus

Vielerorts sind Desinfektionsmittel längst ausverkauft, oder aber sie werden zu Wucherpreisen angeboten. Die Deutschen...

DWN
Deutschland
Deutschland DIHK: Lage im Reise- und Gastgewerbe spitzt sich immer weiter zu

Reiseveranstalter und Gastgewerbe trifft die Corona-Krise hart. Der DIHK spricht von einer existenziellen Bedrohung.

DWN
Politik
Politik Wie die Wall Street-Barone ihren Reichtum über die Gesundheit der Amerikaner stellen

Die Barone der Wall Street üben großen Druck auf US-Präsident Donald Trump aus. Sie fordern einen baldigen Stopp der Maßnahmen gegen...

DWN
Finanzen
Finanzen Liquiditätskrise hinter den Kulissen? Die seltsame Entwicklung eines wichtigen Zinses wirft Fragen auf

Obwohl die Zentralbanken die Finanzmärkte mit billigem Kreditgeld fluten, deutet ein wichtiger Indikator auf eine sich verschärfende...

DWN
Deutschland
Deutschland Wie Onlinehändler in der Krise leistungsfähig bleiben

Grundsätzlich profitiert der Online-Handel zwar von der Corona-Krise. Doch hat auch dieses Geschäft einen Schwachpunkt – und zwar die...

celtra_fin_Interscroller