Deutschland

VW will 20 Prozent der Stellen im Vertrieb 'sozialverträglich' abbauen

Der Autobauer VW plant, 20 Prozent der Stellen im Vertrieb am Standort Deutschland zu streichen. Allerdings sollen die Streichungen “sozialverträglich” erfolgen.
02.03.2020 15:26
Aktualisiert: 02.03.2020 15:26
Lesezeit: 1 min
VW will 20 Prozent der Stellen im Vertrieb 'sozialverträglich' abbauen
Niedersachsen, Wolfsburg: Auf dem Gelände des VW Werks steht ein Logo von Volkswagen. (Foto: dpa) Foto: Christophe Gateau

Volkswagen baut im Zuge der stärkeren Ausrichtung auf den Onlinehandel ein Fünftel der Stellen im Vertrieb ab. Die Zahl der Regionalstandorte solle bis Ende 2023 von sieben auf vier verringert werden, kündigten die Wolfsburger am Montag an. "Die Zusammenarbeit mit dem Handel verändert sich, Online- und Direktvertrieb wachsen in ihrer Bedeutung", begründete Vertriebsleiter Holger Santel die Umstrukturierung. Die Stellen will VW sozialverträglich abbauen, also durch Frühverrentung und Altersteilzeit. Kündigungen seien nicht geplant.

Eine Sprecherin machte klar, dass es sich nicht um zusätzlichen Personalabbau handele. Die Streichungen seien Teil der sogenannten Roadmap Digitalisierung, durch die in den kommenden Jahren bis zu 4.000 Jobs in der Verwaltung wegfallen sollen. Im Gegenzug sollen 2.000 neue Stellen in der Digitalisierung entstehen, meldet Reuters.

Die Aufgaben der bislang sieben Verkaufs- und Service-Regionen der Volkswagen AG werden an den vier Standorten Wedemark (Nord), Köln (West), Ludwigsfelde (Ost) und München (Süd) konzentriert. Mit den Händlern hatte VW bereits vor einiger Zeit neue Verträge für das Onlinezeitalter geschlossen. Dabei steigt der Autobauer künftig selbst in den Direktvertrieb von Fahrzeugen ein. VW-Käufer können ihre Wagen damit auch direkt beim Hersteller bestellen. Die Verträge für die neuen Elektroautos wie den ID.3 sehen laut VW-Händlerverband vor, dass die Wagen online bestellt und vom Autohaus im Auftrag des Herstellers ausgeliefert werden.

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