Politik

Nothilfen der US-Notenbank stützen Ölpreise

Die Ankündigung der US-Notenbank Fed, der Wirtschaft mit einem Nothilfepaket helfen zu wollen, hat zu einer leichten Erholung der Ölpreise geführt.
24.03.2020 11:00
Aktualisiert: 24.03.2020 11:44
Lesezeit: 1 min
Nothilfen der US-Notenbank stützen Ölpreise
Die Fed setzt Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen Krise um. (Foto: dpa) Foto: Shawn Thew

Die Ölpreise haben am Dienstag die behutsame Erholung vom Vortag fortgesetzt. Gestützt wurde die Entwicklung durch die am Montag von der US-Notenbank Fed angekündigten Nothilfen für die amerikanische Wirtschaft. Marktbeobachter sahen auch im schwächeren Dollarkurs einen Grund für die aktuell steigenden Ölpreise. Weil Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, macht eine schwächere amerikanische Währung Öl außerhalb des Dollarraums günstiger und stützt so die Nachfrage.

Am Dienstagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 28,27 US-Dollar. Das waren 1,24 Dollar mehr als am Montag. Auch US-Öl konnte die jüngsten Tiefstände weiter auf Abstand halten. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI kostete zuletzt 24,53 Dollar und damit 1,17 Dollar mehr als am Montag, so Nasdaq. In der Nacht von Sonntag auf Montag war der Preis für US-Öl noch zwischenzeitlich unter 20 Dollar je Barrel gefallen.

Das Fed-Hilfspaket im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise umfasst eine ganze Reihe an Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Kern des am Montagmittag bekannt gegebenen Pakets ist der unbegrenzte Ankauf von Staatsanleihen und bestimmter mit Hypotheken besicherter Wertpapiere, berichtet Oilprice.com.

Darüber hinaus werden mehrere Kreditprogramme aufgelegt, mit denen vor allem die Unternehmen und Haushalte gestützt werden sollen. Bereits zuvor hatte die Fed große Zinssenkungen und ein Anleihekaufprogramm beschlossen.

Neben der Corona-Krise belastete auch der Preiskrieg führender Ölförderländer den Markt weiterhin. Die Angebotsschwemme hält weiter an, nachdem Russland Ende vergangener Woche angekündigt hatte, seine Fördermenge weiter hochzufahren.

In den vergangenen Tagen hatte sich mit einem erhofften Abkommen zwischen dem führenden Opec-Land Saudi-Arabien und dem US-Bundesstaat Texas über eine Begrenzung der Fördermenge ein kleiner Hoffnungsschimmer aufgetan. Ein Verantwortlicher aus Texas hatte außerdem eine Einladung für die nächste Opec-Sitzung im Juni erhalten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Verbessern Sie die Lieferketten-Transparenz

Identifizieren, scannen und übermitteln von eindeutigen Komponentendaten

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Ölpreissprung und Spannungen im Nahen Osten ließen US-Märkte uneinheitlich schließen
02.03.2026

Der US-Aktienmarkt schloss am Montag uneinheitlich, während der Rohölpreis einen starken Sprung machte. Investoren wogen die Folgen der...

DWN
Politik
Politik Nahost-Krieg: Deutsche kommen nicht zurück - Lufthansa-Airbus fliegt leer von Abu Dhabi nach München
02.03.2026

Etwa 30.000 Touristen von deutschen Reiseveranstaltern hängen im Nahen Osten fest. Die Bundesregierung sieht aber in erster Linie nicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Erdgas-Preis aktuell: Iran-Krieg lässt europäischen Erdgas-Preis um fast 50 Prozent steigen
02.03.2026

Nach dem Angriff auf den Iran steigt der europäischer Erdgas-Preis um fast 50 Prozent nach Produktionsstopp. Analysten warnen vor...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinas Autooffensive in Europa verlangsamt sich: Struktureller Rückzug oder taktische Pause?
02.03.2026

Nach einem Rekordjahr verlieren chinesische Automarken in Europa plötzlich Marktanteile. Handelt es sich um eine Trendwende oder lediglich...

DWN
Politik
Politik Deutsche Umwelthilfe: Verbrenner-Aus 2030? BGH prüft Klimaklagen gegen Autobauer
02.03.2026

Wenn es nach der Deutschen Umwelthilfe geht, müssen BMW und Mercedes-Benz 2030 den Verkauf klimaschädlicher Verbrenner einstellen. Um den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflation in Frankreich und Spanien: Unerwarteter Anstieg zwingt EZB harten Wechselkurs aufrechtzuerhalten
02.03.2026

Neue Inflationsdaten aus Frankreich und Spanien sorgen für Unruhe an den Märkten. Muss die Europäische Zentralbank ihre Zinspolitik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft ADAC: Sprit so teuer wie seit fast zwei Jahren nicht mehr
02.03.2026

Der Irankonflikt macht Öl teuer. Das bekommen auch die deutschen Autofahrer zu spüren. Bisher hält sich die Reaktion an den Zapfsäulen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen PCK-Raffinerie GmbH: Treuhandverwaltung für Rosneft Deutschland verlängert
02.03.2026

Die deutschen Töchter des russischen Staatskonzerns Rosneft stehen wegen des Ukraine-Kriegs jetzt unter Kontrolle der Bundesnetzagentur...