Deutschland

Krise bedrückt Einzelhändler ohne Onlineshop

Die Corona-Pandemie führt dazu, dass die deutschen Verbraucher verstärkt online einkaufen. Händler ohne Onlineshop bekommen arge Probleme.
06.04.2020 11:00
Lesezeit: 1 min
Krise bedrückt Einzelhändler ohne Onlineshop
Die deutschen Verbraucher kaufen nun verstärkt übers Internet ein. (Foto: dpa) Foto: David Ebener

Die Deutschen kaufen aufgrund der Krise verstärkt online ein. Das geht aus einer telefonischen Umfrage hervor, die die Marktforschungsplattform Appinio zwischen dem 17.und 18. März durchgeführt hat. So tätigt mehr als ein Viertel der Befragten von 26 Prozent immer mehr seine Einkäufe über das Internet. Durch die Maßnahmen der Bundesregierung und die Ausbreitung des Erregers hat sich das Verhalten der Kunden stark verändert. Sie arbeiten überwiegend im Home-Office und meiden soziale Kontakte. Hier stehen insbesondere kleinere Einzelhändler ohne Online-Shop vor besonderen Herausforderungen, weil sie oft keine Möglichkeit mehr haben, ihre Stammkunden zu bedienen.

Aus der Umfrage geht zudem hervor, dass die Kunden immer mehr auf größere geplante Anschaffungen verzichten und diese für unbestimmte Zeit auf Eis legen. Dazu gehören beispielsweise Autos, Fernseher, Urlaubsreisen oder Möbel. Das heißt aber nicht, dass sie sich damit nicht mehr beschäftigen. Der Erhebung zufolge informieren sie sich nach wie vor über diese Produkte, ohne diese aber erst einmal zu erwerben.

Darüber hinaus nimmt der Konsum von medialen Angeboten zu. Davon profitieren Anbieter aus der Unterhaltungsindustrie, die Medien und die Unternehmen der Telekommunikationsbranche. Das klassische Fernsehen wird wieder beliebter. 45 Prozent der Teilnehmer gaben an, wieder verstärkt TV zu konsumieren. Beim Streaming waren es 35 Prozent. 44 Prozent nutzt mehr das Internet oder kommuniziert über die Sozialen Medien. Darüber hinaus werden wieder Zeitungen, Magazine aber auch Bücher gelesen. 26 Prozent der Konsumenten sagte, sie würden jetzt erneut auf ein Bücher zurückgreifen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Portfolio übernimmt das Depot: Kann Claude den S&P 500 schlagen?
05.10.2026

Ein Redakteur überlässt 1.000 Euro echtem Geld einer künstlichen Intelligenz. Claude darf Aktien kaufen und verkaufen, Risiken eingehen...

DWN
Politik
Politik Das Land, das blutiges Gold über die Welt verteilt
05.10.2026

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein Drehkreuz für einen bedeutenden Teil des weltweiten Goldhandels. Das hat Dubai den Spitznamen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedriglohnland Deutschland: Wo es millionenfach niedrige Löhne gibt
05.10.2026

Wenn Arbeit nicht vor Armut schützt: In der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt arbeiten Millionen Menschen an der Schwelle zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lexus ES: Dieser Japaner greift Audi, BMW und Mercedes an
05.10.2026

Der Lexus ES will dort angreifen, wo Audi, BMW und Mercedes seit Jahrzehnten den Ton angeben. Die neue japanische Luxuslimousine setzt...

DWN
Politik
Politik BND-Chef Jäger warnt vor Russlands "Schattenkrieg" gegen Deutschland
05.10.2026

Sabotage, Desinformation und Einflussnahme auf Wahlen: Deutschlands Geheimdienste zeichnen ein beunruhigendes Bild russischer Aktivitäten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gasspeicher nur zu 58 Prozent gefüllt: Was das für den Winter bedeutet
05.10.2026

Deutschland startet mit ungewöhnlich niedrigen Gasvorräten in die Heizperiode. Die Speicher sind nach Angaben der Bundesnetzagentur nur...

DWN
Finanzen
Finanzen Anthropic-IPO: Warum Anleger trotz Claude-Boom vorsichtig sein sollten
05.10.2026

Anthropic wächst in atemberaubendem Tempo und könnte zu den wertvollsten Technologiekonzernen der Welt aufsteigen. Doch hinter dem...

DWN
Finanzen
Finanzen BMW-Aktie: Münchener Autobauer setzt auf KI – jede fünfte Führungsposition soll wegfallen
05.10.2026

Der deutsche Automobilkonzern BMW plant, mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) bis Mitte kommenden Jahres jede fünfte Führungsposition...