Politik

Erst Russland, jetzt Türkei: Italien erhält immer mehr Hilfe von Nicht-EU-Staaten

Die Türkei hat im Kampf gegen Corona Hilfsgüter nach Italien und Spanien entsendet. Italiens Außenminister Luigi Di Maio bedankte sich für “diese große Geste der Solidarität”. Zuvor hatte Russland Hilfsgüter nach Rom verschickt.
02.04.2020 11:47
Aktualisiert: 02.04.2020 11:47
Lesezeit: 1 min
Erst Russland, jetzt Türkei: Italien erhält immer mehr Hilfe von Nicht-EU-Staaten
Türkei, Ankara: Soldaten bereiten die Beladung eines militärischen Transportflugzeugs mit Masken, Schutzausrüstung und medizinischem Material vor, das in die besonders von der Corona-Pandemie getroffenen Länder Italien und Spanien fliegen soll. (Foto: dpa) Foto: -

Ein türkisches Militärflugzeug des Typs A400M flog nach Angaben der Agenzia Nova am 1. April 2020 mit medizinischem Material, das für den Kampf gegen das Coronavirus gedacht ist, nach Italien und Spanien.

Das türkische Verteidigungsministerium machte dies auf Twitter bekannt. In Bezug auf die Zusammensetzung der Fracht wurde berichtet, dass “auf Befehl des türkischen Präsidenten medizinische Geräte, die aus Masken, Overalls und antibakteriellen Flüssigkeiten bestehen, die in Fabriken des Verteidigungsministeriums hergestellt werden, mit Flugzeugen der türkischen Streitkräfte nach Italien und Spanien als Teil des Kampfes gegen Covid-19 verschifft werden”.

Auf den Kartons der türkischen Hilfsgüter stand nach Angaben von Corriere della Serra: “Hinter den hoffnungslosen Momenten gibt es viele Hoffnungen (...) hinter der Dunkelheit gibt es viele Sonnen. Grüße aus der Türkei an das italienische Volk”. Außenminister Luigi Di Maio nahm die Fracht am Flughafen in Pratica di Mare (Rom) entgegen. Das Flugzeug flog anschließend weiter nach Madrid.

Di Maio wörtlich: “Diese Hilfsgüter sind für uns sehr wichtig. Ich möchte mich bei Präsident Erdoğan, bei Außenminister Çavuşoğlu und beim türkischen Volk für diese Solidarität herzlich bedanken.”

Über Twitter teilte Di Maio mit: “Aus der Türkei ist eine große Geste der Solidarität mit Italien eingetroffen. Eine Solidarität, die wir aus vielen Ländern erhalten. Und wir sind dankbar. Unsere diplomatische Tätigkeit hört nicht auf. Wir machen mit maximaler Anstrengung weiter.”

Dem Außenminister zufolge benötigt Italien monatlich 100 Millionen Schutzmasken.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Politik
Politik Innenministerkonferenz ändert Regeln: Bundesländer wollen mit Mehrheit gegen AfD entscheiden
01.10.2026

Die Innenministerkonferenz (IMK) verabschiedet sich vom Einstimmigkeitsprinzip, um zukünftig "Blockaden" zu verhindern. Aus Angst vor der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutscher Tierhandelsriese Fressnapf legt Pläne offen: Schnelles Wachstum in Polen
01.10.2026

Polen gehört zu den wichtigsten Märkten der Fressnapf-Gruppe, dem europäischen Marktführer im Zoofachhandel. Die zum Konzern gehörende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Der schrumpfende Riese: Warum Deutschlands Arbeitsmarkt vor einer historischen Trendwende steht
01.10.2026

Der deutsche Arbeitsmarkt galt über Jahre hinweg als Fels in der Brandung. Trotz globaler Krisen, geopolitischer Verwerfungen und einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Softwaretochter Cariad vor massivem Stellenabbau
01.10.2026

Volkswagen stellt seine Softwarestrategie weiter auf den Prüfstand. Bei Cariad droht ein neuer Stellenabbau, während Investitionen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toyota Corolla Cross im Test: Der Hybrid, der an einen Diesel erinnert
01.10.2026

Der Toyota Corolla Cross verbindet Hybridtechnik mit viel Komfort und erstaunlich niedrigem Verbrauch. In der getesteten GR-Sport-Version...

DWN
Politik
Politik Auf Trumps Investmentkonten: Mehr Geschäfte als bei allen Kongressmitgliedern zusammen
01.10.2026

Auf den Investmentkonten von US-Präsident Donald Trump wurden seit Beginn seiner zweiten Amtszeit fast 28.700 Wertpapiergeschäfte...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo-Geschäftsklima steigt: Elektroindustrie wird zur Konjunkturlokomotive – mit möglichen Engpässen
01.10.2026

Während viele Industriebranchen mit schwacher Nachfrage kämpfen, blickt die deutsche Elektroindustrie zuversichtlicher nach vorn – und...

DWN
Finanzen
Finanzen Raumfahrt-Aktien: Vom Höhenflug zur harten Landung
01.10.2026

Nach dem SpaceX-Hype im Frühjahr sind mehrere Raumfahrt-Aktien stark eingebrochen. Investoren sehen nach wie vor langfristiges Potenzial,...