Deutschland

Springer goes digital: Die Bild-Zeitung erhält die Rundfunklizenz

Die "Bild"-Zeitung des Axel-Springer-Konzerns hat für ihre digitalen Livestream-Angebote eine Rundfunklizenz erhalten.
02.04.2020 19:07
Aktualisiert: 02.04.2020 19:07
Lesezeit: 1 min
Springer goes digital: Die Bild-Zeitung erhält die Rundfunklizenz
Julian Reichelt, Chefredakteur "Bild Digital" und Vorsitzender der "Bild"-Chefredaktionen in seinem Büro in Berlin. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa) Foto: Bernd von Jutrczenka

Die "Bild"-Zeitung des Axel-Springer-Konzerns bekommt für ihre digitalen Livestream-Angebote eine Rundfunklizenz. Die zuständige Kommission habe dem bundesweit verbreiteten, linearen Streaming-Angebot "Bild Digital Live TV" die Lizenz erteilt, teilten die Medienanstalten am Donnerstag in Berlin mit. Die Bild GmbH hatte demnach Ende Januar einen Zulassungsantrag gestellt, meldet die dpa.

Den Angaben zufolge wird das geplante Programmangebot gemäß Antrag mehrere lineare Sendeformate umfassen, dazu zählen Live-Berichterstattung über Ereignisse, kommentierende Sendungen und Talk-Formate bis hin zur Berichterstattung über Sportereignisse.

Das Medienhaus Axel Springer hatte im Herbst angekündigt, in den folgenden drei Jahren Millionenbeträge in Projekte bei seinen Marken "Bild" und "Welt" zu investieren, vor allem in eine Live-Video-Strategie von "Bild".

Im vergangenen September hatte das Berliner Verwaltungsgericht in einem Hauptverfahren geurteilt, dass die "Bild"-Livestream-Angebote zulassungspflichtiger Rundfunk seien.

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK), die jetzt die Lizenz erteilte, ist das zentrale Organ der unabhängigen Medienanstalten in den Bundesländern. Das Gremium kümmert sich um Zulassung und Kontrolle von privaten Rundfunkanbieter mit bundesweitem Angebot und um die Regulierung von Plattformen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Spannungen zwischen den USA und dem Iran dämpfen KI-Optimismus
17.08.2026

Erfahren Sie, wie geopolitische Konflikte und Entwicklungen im Tech-Sektor die Wall Street bewegen.

DWN
Politik
Politik Bahnhöfe, Steuererklärung, TV – was sich im September ändert
17.08.2026

An ersten Bahnhöfen darf kein Alkohol getrunken werden und Sport-Fans können sich auf die NFL-Saison freuen. Der September bringt auch...

DWN
Politik
Politik Chat Control: Will die EU private Nachrichten lesen?
17.08.2026

Chat Control soll helfen, sexuelle Gewalt gegen Kinder im Netz aufzudecken. Doch die geplanten EU-Regeln lösen massive Kritik aus, da sie...

DWN
Technologie
Technologie Russlands Starlink-Kopie ist weiter als erwartet
17.08.2026

Russland arbeitet schneller als erwartet an einem eigenen Satellitennetz nach dem Vorbild von Starlink. Das System Rasswet hat bereits...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Milliardendeal: Ventilatorenspezialist EBM-Papst wird an US-Konzern verkauft
17.08.2026

Mit dem Verkauf an den börsennotierten Konzern Madison Air will das fränkische Familienunternehmen EBM-Papst den Zugang zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dax-Konzerne: Rekordgewinne und Personalabbau  
17.08.2026

Trotz Rekordgewinnen von 52,6 Milliarden Euro bauen Deutschlands größte Börsenkonzerne massiv Stellen ab. Während die...

DWN
Politik
Politik SPD rutscht weiter in den Keller: Klingbeil verteidigt seinen Kurs
17.08.2026

An der SPD-Basis rumort es, weil Umfragewerte seit Wochen nicht besser werden und die Partei sich in der Koalition teils schwertut. Den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutscher Negativtrend: Immer mehr junge Menschen ohne Bildung und Arbeit
17.08.2026

In Deutschland steigt der Anteil junger Menschen ohne Job oder Bildungsplatz: Jeder zehnte junge Mensch zwischen 20 und 24 Jahren geht in...