Politik

Katastrophenhilfe fordert 100.000 Leichensäcke beim Pentagon an

Die nationale Koordinationsstelle der USA für Katastrophenhilfe (FEMA) hat beim Pentagon 100.000 Leichensäcke angefordert. Der Corona-Pandemie werden in den USA schätzungsweise 100.000 bis 240.000 Menschen zum Opfer fallen.
05.04.2020 16:14
Lesezeit: 1 min
Katastrophenhilfe fordert 100.000 Leichensäcke beim Pentagon an
USA, New York: Eine mit Plastik umwickelte Leiche wird mit einem Gabelstapler von dem Brooklyn Hospital Center zu einem Kühlwagen, der zu einer temporären Leichenhalle umfunktioniert wurde, transportiert. (Foto: dpa) Foto: John Minchillo

Das Pentagon wird bis zu 100.000 Leichensäcke für den potenziellen zivilen Einsatz bereitstellen, da die USA davor warnen, dass in den kommenden Wochen Todesfälle aufgrund der Coronavirus-Pandemie drastisch ansteigen werden. Zuvor hatte die Federal Emergency Management Agency (FEMA), die nationale Koordinationsstelle der USA für Katastrophenhilfe ist, 100.000 Leichensäcke, sogenannte Human Remains Pouches, angefordert. Das Pentagon prüft den Kauf weiterer Leichensäcke, berichtet Bloomberg.

Der Schritt ist ein düsteres Gegenbeispiel zu dem hochgelobten Einsatz von zwei Krankenhausschiffen durch das Pentagon nach New York und Los Angeles, um den Druck auf die von der Pandemie überlasteten regionalen Krankenhäuser zu verringern.

Die Defense Logistics Agency verwaltet den Vorrat des Pentagon an Leichensäcken aus grünem Nylon (94 x 38 Zoll), die normalerweise in Kriegsgebieten verteilt werden. Das Weiße Haus teilte am vergangenen Dienstag mit, dass zwischen 100.000 und 240.000 Amerikaner im Verlauf der Corona-Pandemie sterben werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Die Ökonomie der App-Stores: Welche Branchen das größte Wachstum im mobilen Sektor verzeichnen

Das rasante Wachstum mobiler Apps ist eines der prägenden Merkmale der heutigen digitalen Wirtschaft. Menschen kaufen darüber ein,...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Digitale Barrieren als Geschäftsrisiko: Wie Accessiway den klassischen Audit-Zyklus ergänzen will
24.07.2026

Trotz gesetzlicher Vorgaben bleibt digitale Barrierefreiheit für viele Anbieter ein ungelöstes Problem. Accessiway will mit einer neuen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Dynastie verdient Milliarden mit der Aufrüstung Europas
24.07.2026

Die zurückhaltenden Eigentümer des Panzerherstellers KNDS stammen aus Familien, die den deutschen Unternehmenszweig über Jahrzehnte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvenz angemeldet: Der tiefe Fall des Batterieherstellers Varta
24.07.2026

Das Traditionsunternehmen Varta steht vor dem Trümmerhaufen seiner ambitionierten Expansionspläne: Nach dem Verlust wichtiger Großkunden...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DIW-Studie warnt: AfD-Politik würde Bürger in Sachsen-Anhalt teuer zu stehen kommen
24.07.2026

Eine Umsetzung der Wirtschaftspolitik der AfD hätte für die Menschen in Sachsen-Anhalt gravierende finanzielle Einbußen zur Folge. Zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Griechenland blockiert EU-Sanktionspaket gegen Russland: Interessen eines Milliardärs stehen auf dem Spiel
24.07.2026

Es ist ein Streit um das 21. Sanktionspaket gegen Russland entbrannt. Griechenland protestiert gegen das geplante EU-Verbot für den...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermögenssteuer: Als die Mittelschicht noch Häuser kaufte und die Reichen höhere Steuern zahlten
24.07.2026

Deutschland erlebt die größte Vermögensanhäufung seiner Geschichte – und gleichzeitig wird Eigentum für viele Menschen immer...

DWN
Politik
Politik Bundesverfassungsgericht zur Einreise von Afghanen: Karlsruhe kippt pauschalen Aufnahmestopp
24.07.2026

Nach dem Machtwechsel der Taliban in Afghanistan hatte Deutschland die bestehenden Aufnahmeprogramme für gefährdete Personen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Agrarhandels-Experten entwarnen: Vorerst kein Preissprung im Supermarkt
24.07.2026

Trotz der jüngsten Verteuerung von Getreide im Zuge des Russland-Ukraine-Konflikts müssen sich Verbraucher hierzulande vorerst nicht auf...