Täglicher Bericht aus der Unternehmenswelt vom 10. April

 

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10.04.2020 12:26  Aktualisiert: 10.04.2020 12:26
Es folgt ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen aus der Unternehmenswelt vom Freitag, 10. April.
Täglicher Bericht aus der Unternehmenswelt vom 10. April
Brandenburg, Grünheide: Auf dem Gelände der künftigen Tesla-Gigafactory ist die Rodung des Kiefernwaldes in vollem Gange. (Foto: dpa)
Foto: Patrick Pleul

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VOLKWAGEN - Berlin: Der Autobauer will in den Tagen nach Ostern seine Pläne für das Hochfahren der Produktion vorstellen. "Die Planung für den Wiederanlauf wird ausgearbeitet", sagte der Beschaffungsvorstand Stefan Sommer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dies betreffe Fabriken und Lieferketten. Für einen Neustart in Deutschland und Europa reiche es nicht aus, Autohäuser und die Zulassungsstellen wieder zu öffnen. "Es braucht Investitionen in die Industrie, und es braucht Investitionen in das Konsumverhalten." Alles hänge stark an den Vorgaben der Politik "und wann sie plant, das öffentliche Leben wieder hochlaufen zu lassen".

TESLA - Peking: Der US-Elektroautopionier hat in China mit dem Verkauf von zwei weiteren Varianten seines Model 3 begonnen. Sie werden im eigenen Werk in Shanghai gebaut, wie das Unternehmen mitteilte. Darunter sei auch eine Langstreckenversion, die erst nach 600 Kilometern wieder aufgeladen werden müsse und ab Juni ausgeliefert werden solle. Damit stellt Tesla alle in China verkauften Model-3-Versionen vor Ort her und kann so Importzölle umgehen die im Zuge des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits erhöht wurden. Der Konzern konnte trotz der schwierigen Wirtschaftslage wegen der Corona-Krise seinen Absatz in China im März auf 10.160 Fahrzeuge steigern von 3.900 Fahrzeugen im Februar. Es ist Teslas bisher bester Monatsabsatz auf dem größten Automarkt der Welt.

FACEBOOK - New York: Das soziale Netzwerk muss sich nach dem Beschluss eines US-Bundesgerichts erneut auf einen Rechtsstreit zum Thema Datenschutz einstellen. Facebook-Mitglieder könnten ihre Ansprüche nach kalifornischem und Bundes-Datenschutzrecht geltend machen, entschied ein Berufungsgericht in San Francisco. Nutzer haben Facebook vorgeworfen, ihre Internet-Aktivitäten auch nach dem Ausloggen aus dem sozialen Netzwerk stillschweigend über Cookies weiterzuverfolgen und die daraus gewonnenen Kunden-Profile an die Werbeindustrie zu verkaufen. Ein Bezirksgericht im kalifornischen San Jose hatte eine entsprechende Klage 2017 noch abgewiesen. Das Gericht in San Francisco erklärte nun indes, die Kläger hätten ausreichend Hinweise dafür erbracht, dass Facebook in ihre Privatsphäre eingedrungen sei. Facebook selbst teilte mit, man halte eine Klage für unbegründet und werde die eigene Position weiter verteidigen.

FIAT CHRYSLER/PSA - Paris: Die beiden fusionswilligen Auto-Riesen bemühen sich, ihren Milliardendeal trotz der Corona-Krise schnell über die Bühne zu bringen. Arbeitsgruppen beider Firmen bemühten sich um schnelle Fortschritte auf dem Weg zur Fusion, heißt es in einem internen Memo von PSA-Chef Carlos Tavares, das Reuters einsehen konnte. Das gelte auch für die Gruppen, die Synergien zwischen beiden Firmen finden sollen. Die Corona-Pandemie hat die Autobranche hart getroffen, der Absatz ist eingebrochen, und weltweit stehen Fabriken still.


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