Finanzen

Störung legt deutschen Aktienhandel lahm, zahlreiche andere Länder betroffen

Große Teile des deutschen Aktienhandels und die Börsengeschäfte in anderen europäischen Staaten waren am Dienstag stundenlang eingefroren.
14.04.2020 11:24
Aktualisiert: 14.04.2020 11:24
Lesezeit: 1 min
Störung legt deutschen Aktienhandel lahm, zahlreiche andere Länder betroffen
Eine Kursanzeige an der Deutschen Börse. (Foto: dpa) Foto: Boris Roessler

Eine technische Störung hat am Dienstag einen Großteil des Handels an der Deutschen Börse für mehr als vier Stunden lahmgelegt. Nachdem das elektronische Handelssystem Xetra T7 um 09.25 Uhr ausgefallen war, konnte der Handel erst ab 13.45 Uhr wieder aufgenommen werden, wie der Betreiber der Frankfurter Börse mitteilte. Über das System wird der Großteil des deutschen Aktienhandels und der Derivatehandel der Börsen-Tochter Eurex abgewickelt. Auch der Handel an den Börsen in Wien, Prag, Budapest, Zagreb, Ljubljana, Sofia und Malta war von der Störung betroffen, da diese Börsen ebenfalls das Handelssystem der Deutschen Börse nutzen.

Es war eine der längsten Störungen in der Geschichte der Frankfurter Börse. Ein Fehler in der internen Kommunikation des Handelssystems habe das Problem ausgelöst, erklärte ein Sprecher. Schon zuvor hatte er einen Hackerangriff ausgeschlossen. Zuletzt war das System 2018 zwei Mal für längere Zeit ausgefallen.

Der Parketthandel in Frankfurt war von der Panne nicht betroffen. Allerdings spielt er nur noch eine Nischenrolle. Mehr als 90 Prozent des deutschen Aktienhandels werden über den Handelsplatz Xetra abgewickelt.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ökonom Adam Posen warnt vor Zinswende: Droht eine Rückkehr der US-Inflationskrise?
05.01.2026

Die US-Wirtschaft wirkt stabil, doch unter der Oberfläche mehren sich Risiken, die bislang kaum eingepreist sind. Steht die Welt vor einer...

DWN
Politik
Politik Euro-Beitritt Bulgariens: Eurostart trotz Protesten und innenpolitischem Druck
05.01.2026

Bulgarien führt den Euro inmitten einer innenpolitischen Krise ein und die Gesellschaft ist über den Kurs tief gespalten. Wird die neue...

DWN
Panorama
Panorama Stromausfall Berlin bis Donnerstag: Linksextremistische Vulkangruppe bekennt sich zum Anschlag
04.01.2026

45 000 Haushalte und 2200 Unternehmen sind plötzlich ohne Strom. Dunkelheit, Kälte, kein Netz: Nach einem Anschlag auf die Berliner...

DWN
Finanzen
Finanzen Generalsanierungen: Bahn will 2026 mehr als 23 Milliarden Euro ins Netz stecken
04.01.2026

Bahn und Bund treiben mit Rekordsummen die Sanierung des Schienennetzes voran. Warum Fahrgäste trotzdem weiter mit Verspätungen und...

DWN
Politik
Politik Ausblick 2026: Mehr Mindestlohn, teureres Deutschlandticket und steuerliche Änderungen
04.01.2026

Im neuen Jahr ändern sich in Deutschland mehrere wichtige Regelungen für Bürgerinnen und Bürger. 2026 steigt der Mindestlohn, das...

DWN
Immobilien
Immobilien Modulhäuser und Tiny Houses in Deutschland: Schnelle, flexible Wege zum Eigenheim
04.01.2026

Modulare Häuser gelten als moderne Alternative zum klassischen Bau, da sie flexibel geplant und schnell errichtet werden können. Sie...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Blase: Warum Investoren trotz Überinvestitionssorgen weiter auf den Markt setzen
04.01.2026

Die globalen Finanzmärkte erleben eine Phase ungewöhnlich hoher Investitionen in künstliche Intelligenz, die sowohl Optimismus als auch...

DWN
Finanzen
Finanzen In Rohstoffe investieren: So sichern Anleger Rendite und Stabilität
04.01.2026

Die Marktunsicherheit stärkt das Interesse an Rohstoffen als stabilisierendem Baustein im Depot. Doch welche dieser Anlagen bieten...