Politik

SPD will unbedingt Corona-Vermögensabgabe durchsetzen

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken beharrt auf der Forderung, eine einmalige Corona-Vermögensabgabe zu erheben.
17.04.2020 16:00
Lesezeit: 1 min
SPD will unbedingt Corona-Vermögensabgabe durchsetzen
Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD, und Norbert Walter-Borjans, Bundesvorsitzender der SPD, kommen zu einem Kennlerntreffen mit den Vorsitzenden der Unions-Parteien vor der Sitzung des Koalitionsausschusses in die Parlamentarische Gesellschaft. (Foto: dpa) Foto: Kay Nietfeld

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat ihren Vorschlag einer einmaligen Vermögensabgabe gegen ein Gutachten verteidigt, das eine solche Maßnahme für womöglich nicht zulässig hält. «Die Vermögensabgabe steht ja in unserem Grundgesetz», sagte Esken am Freitag im ARD-«Morgenmagazin». Die Abgabe sei in den Anfangsjahren der Bundesrepublik bereits erhoben worden, fügte die Parteichefin hinzu. «Auch da hat sie schon der Verfassung entsprochen, und das wird sie auch weiterhin.»

Auch der Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch verwies auf das Grundgesetz. «Natürlich muss das dazugehörige Gesetz verfassungskonform gestaltet werden», sagte Bartsch der dpa am Freitag. Zuerst einmal sei die Erhebung einer einmaligen Vermögensabgabe aber eine Frage des politischen Willens. «Es ist klar, dass die Corona-Krise historisch teuer wird», sagte Bartsch. «Wenn wir eine faire Lastenverteilung der Krise wollen, brauchen wir eine einmalige Corona-Abgabe.»

Esken und Bartsch hatten beide bereits eine einmalige Vermögensabgabe zur Bewältigung der finanziellen Belastungen durch die Corona-Pandemie vorgeschlagen. Einem Bundestagsgutachten zufolge ist das aber womöglich nicht zulässig. Es gebe Zweifel daran, ob die Pandemie als Grund für einen solchen Zugriff auf das Vermögen der Bürger ausreiche, schreibt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Immobilien
Immobilien Nach Fehlstart: „Jung kauft Alt“ wird massiv aufgestockt – lohnt sich die Eigenheimförderung?
14.10.2026

Bis zu 40.000 Euro mehr Kredit, Zinsen weit unter Marktniveau und lockerere Sanierungsvorgaben: Nach schwachem Start bessert der Bund bei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mazda CX-5 im Test: Evolution statt Revolution
14.10.2026

Mazda erfindet den CX-5 nicht neu, sondern entwickelt ihn gezielt weiter. Die dritte Generation bietet mehr Platz, bessere...

DWN
Politik
Politik Wie gewinnt man den nächsten Krieg? Ex-US-Verteidigungsminister Austin erläutert in Warschau die NATO-Strategie
14.10.2026

Der pensionierte General Lloyd Austin, der unter Präsident Joe Biden US-Verteidigungsminister war, hat beim Warsaw Security Forum die...

DWN
Politik
Politik Regierungsbildung liegt auf Eis: Schwerdtner bedauert Gesprächspause in Berlin
14.10.2026

Die Gespräche über eine rot-grün-rote Regierung in Berlin liegen auf Eis. Linken-Chefin Ines Schwerdtner hält die Erklärung ihrer...

DWN
Finanzen
Finanzen ASML-Aktie im Fokus: KI-Boom beschert Milliarden-Gewinn – ASML hebt Prognose nach Rekordquartal
14.10.2026

Der niederländische Chipkonzern ASML hat für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 11,7 Milliarden Euro gemeldet bei fast fünf...

DWN
Technologie
Technologie Trump will KI umbenennen: Experten sind skeptisch
14.10.2026

Donald Trump will künstliche Intelligenz künftig nicht mehr AI, sondern SI nennen. „Super Intelligence“ soll nach seinem Willen die...

DWN
Politik
Politik Gas-Preis könnte auf 90 Euro steigen: Ökonomen warnen vor hartem Winter
14.10.2026

Europa steht vor einem Winter mit hohen Gaspreisen und relativ geringen Lagerbeständen. Experten rechnen nicht mit einer Wiederholung der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russland erzielt mit Europas Energiekäufen Einnahmen von rund 322 Milliarden Euro
14.10.2026

Europa will seine Energieabhängigkeit von Russland beenden. Doch trotz Sanktionen fließt weiterhin eine große Menge Kapital nach Moskau....