Technologie

Trotz Fortschritt bei Smart City: Immer noch kaum mobiles Zahlen auf den Ämtern

Insgesamt setzen die Städte und Gemeinden zwar verstärkt digitale Technologien ein. Doch gibt es weiterhin ein Problem.
16.05.2020 08:45
Lesezeit: 1 min
Trotz Fortschritt bei Smart City: Immer noch kaum mobiles Zahlen auf den Ämtern
Hier die Bundeskanzlerin auf einer Konferenz für Smart Cities. (Foto: dpa) Foto: Bernd Thissen

Der Einsatz digitaler Technologien ist in den deutschen Großstädten, die mehr als 100.000 Einwohner haben, überdurchschnittlich gut verbreitet. Das ist ein Ergebnis, das sich auf dem aktuellen Smart-City-Index des deutschen Digitalverbandes Bitkom ablesen lässt. So verfügen 89 Prozent aller großen Kommunen ein kostenfreies öffentliches WLAN für Einwohner und Besucher, und 17 Prozent bieten den Service sogar fernab der Zentren an.

Doch bleibt mobiles Zahlen immer noch die absolute Ausnahme: Denn nur vier Prozent der Städte bieten diesen Service an. Bargeldlos kann zwar in den meisten Bürgerämtern bezahlt werden. So kann in den meisten Bürgerämtern bargeldlos bezahlt werden. 79 Prozent nehmen die EC-Karte an. Allerdings wird nur bei sieben Prozent der Behörden eine Kreditkarte akzeptiert.

Aus dem Studienbericht geht hervor, dass die Kommunen in Baden-Württemberg und Hessen besonders gut mit smarten Technologien ausgestattet sind. Karlsruhe liegt hier auf dem zweiten Platz, danach folgt Stuttgart auf dem dritten Rang und Heidelberg auf der sechsten Position. Darmstadt aus Hessen landete auf Platz Nummer zehn, vor Frankfurt am Main (Nummer zwölf).

Darüber hinaus fällt auf, dass Städte ab 300.000 besonders gut abschneiden. Am schwersten haben es kleinere Großstädte mit weniger als 150.000 Einwohnern. Den größten Vorsprung haben bevölkerungsreiche Städte bei der Mobilität, aber auch bei der IT und der Kommunikation. In den Kategorien Energie und Umwelt, Verwaltung und Gesellschaft treten dagegen auch viele kleinere Städte positiv in Erscheinung. Der Smart-City-Index wird jährlich wiederholt und berücksichtigt die fünf Kategorien Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft. Untersucht wurden im laufenden Jahr alle 81 deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Brady TwinLead: Wenn das Etikett plötzlich mitdenkt

Ein Etikett bleibt am Produkt, doch die Informationen dahinter können sich verändern. Mit TwinLead verbindet Brady physische...

DWN
Finanzen
Finanzen McDonalds-Aktie: Ausverkauf an der Börse – haben die Anleger die Burger satt?
12.10.2026

Die McDonalds-Aktie ist auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen und hat innerhalb von neun Monaten fast ein Drittel ihres...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Handelskompromiss mit China: Was der Deal Deutschland bringt
12.10.2026

Nach wochenlangen Spannungen haben sich die Europäische Union und China auf erste konkrete Schritte zur Entschärfung ihres...

DWN
Politik
Politik Trumps überraschende Entscheidung, russischen Kraftstoff in die USA zu importieren, sorgt weltweit für Aufsehen
12.10.2026

Donald Trumps Vereinbarung mit Russland zeigt den wachsenden Druck, die Kraftstoffpreise zu senken, und markiert einen deutlichen...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldreserven wachsen rasant: China kauft so viel Gold wie seit drei Jahren nicht
12.10.2026

Die chinesische Zentralbank ist auf dem besten Weg, bei den Goldreserven an den Zentralbanken Frankreichs und Italiens vorbeizuziehen. Nach...

DWN
Panorama
Panorama Klimaschutz bis 2045: Welche Kosten auf Deutschland zukommen
12.10.2026

Elektroautos, erneuerbare Energien und ein angepasstes Stromnetz: Deutschlands Weg zur Klimaneutralität verlangt hohe Investitionen. Eine...

DWN
Technologie
Technologie Handy-Sicherheit im Unternehmen: Ein verlorenes Smartphone kann alles lahmlegen
12.10.2026

Ein verlorenes Smartphone wirkt zunächst wie ein überschaubares Problem. Doch auf dem Gerät liegen längst E-Mails, Zugänge,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ryanair-Aktie: Airline ändert Check-in-Regeln und verkürzt Zeit für die Gepäckaufgabe
12.10.2026

Ryanair-Passagiere müssen aufgegebenes Gepäck am Flughafen künftig früher abgeben. Die Fluggesellschaft verkürzt die Öffnungszeiten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Plus 20 Prozent: Briefporto könnte stärker steigen als jemals zuvor
12.10.2026

Das Briefporto könnte in Deutschland so stark steigen wie noch nie. Die Bundesnetzagentur hat einen neuen Preisspielraum vorgeschlagen,...