Unternehmen

Thyssenkrupp häuft massive Verluste an

Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp steckt ohnehin in der Krise und baut sich gerade um. Nun belastet auch noch die Coronavirus-Pandemie das Geschäft.
12.05.2020 11:50
Lesezeit: 1 min
Thyssenkrupp häuft massive Verluste an
Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp steckt in der Krise. (Foto: dpa) Foto: Rolf Vennenbernd

Der in der Krise steckende Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp ist im zweiten Quartal des bis Ende September laufenden Geschäftsjahrs 2019/20 noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die negativen Folgen der Corona-Pandemie belasteten vor allem das Automobil- sowie das Stahlgeschäft, wie das Unternehmen am Dienstag in Essen mitteilte. Dazu machten sich Kosten für die Neuausrichtung bemerkbar. So summierte sich das Minus im Konzern zwischen Januar und Ende März auf 948 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag von 173 Millionen Euro im Vorjahr. Im ersten Halbjahr fiel damit ein Verlust von 1,3 Milliarden Euro an.

Der Umsatz sank in den drei Monaten per Ende März im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf rund zehn Milliarden Euro. Der Auftragseingang fiel um acht Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebit) musste Thyssenkrupp einen Verlust von 80 Millionen Euro hinnehmen, nach einem Gewinn von 240 Millionen Euro im Vorjahr.

Stabilisierend wirkte sich dabei das Aufzugsgeschäft aus, das Thyssenkrupp an Finanzinvestoren verkaufen will. Im fortgeführten Geschäft lag der bereinigte operative Verlust bei 266 Millionen Euro, was maßgeblich auf hohe Verluste im Stahlgeschäft zurückzuführen war.

Für das zweite Halbjahr ist keine Besserung in Sicht - im Gegenteil. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft dürfte deutlich zurückgehen, teilte das Unternehmen mit. Im bis Ende Juni laufenden dritten Quartal des Geschäftsjahres sei ein Verlust im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich «wahrscheinlich» und «bis zu gut 1 Milliarde Euro nicht auszuschließen».

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Brady TwinLead: Wenn das Etikett plötzlich mitdenkt

Ein Etikett bleibt am Produkt, doch die Informationen dahinter können sich verändern. Mit TwinLead verbindet Brady physische...

 

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Prognose: Einer der größten Käufer beginnt zu verkaufen
15.10.2026

Jahrelang kauften Zentralbanken Gold in außergewöhnlichem Umfang. Nun schlägt mit Kasachstan einer der größten Käufer einen anderen...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie überspringt die 1.000-Euro-Marke: Ist das die Trendwende?
15.10.2026

Nach deutlichen Kursgewinnen am Mittwoch setzt die Rheinmetall-Aktie ihre Erholung am Donnerstag fort. Eine frühe Xetra-Notierung liegt...

DWN
Finanzen
Finanzen Kospi-Crash: Warum Südkoreas Chipaktien die Börsen erschüttern – was jetzt wichtig ist
15.10.2026

Der südkoreanische Leitindex Kospi rutschte am Donnerstag zeitweise rund acht Prozent ab. Besonders stark traf es die Samsung...

DWN
Finanzen
Finanzen Berkshire Hathaway-Aktie: Greg Abel investiert in Bending Spoons – Berkshires 930-Millionen-Dollar-Wette
15.10.2026

Warren Buffetts Nachfolger Greg Abel richtet Berkshire Hathaway stärker auf digitale Geschäftsmodelle aus. Die Holding investiert weitere...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Darf der Arbeitgeber einen Nebenjob verbieten? Das müssen Arbeitnehmer wissen
15.10.2026

Ein Nebenjob kann eine gute Möglichkeit sein, das Einkommen aufzubessern. Doch darf der Arbeitgeber des Hauptjobs einen Nebenjob...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ökostromanbieter grüüün gibt auf: Was der Lieferstopp für rund 200.000 Kunden bedeutet
15.10.2026

Der Stromversorger grüüün beendet zum 31. Oktober 2026 die bundesweite Belieferung von Privatkunden. Das junge Unternehmen macht...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dacia Sandero Stepway: Europas Bestseller hat ein Sicherheitsproblem
15.10.2026

Europas meistverkauftes Auto kommt nicht von Volkswagen, Toyota oder Peugeot, sondern von Dacia. Der Sandero Stepway punktet mit enormer...

DWN
Technologie
Technologie BMW 7er im Test: Hightech ohne Herz? Der Verbrenner schlägt zurück
15.10.2026

Der neue BMW 7er ist ein rollender Hightech-Palast: gigantische Bildschirme, künstliche Intelligenz und ein Elektroantrieb mit brachialer...