Spanien schreibt Schutzmasken auch im Freien vor: Virus-Ticker vom 20.05.

 

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20.05.2020 09:17  Aktualisiert: 20.05.2020 09:17
In Spanien muss man jetzt in der Öffentlichkeit Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Live-Ticker zum Coronavirus vom Mittwoch, den 20. Mai.
Spanien schreibt Schutzmasken auch im Freien vor: Virus-Ticker vom 20.05.
Demonstration in Madrid gegen die strengen Corona-Maßnahmen der spanischen Regierung. (Foto: dpa)
Foto: Bernat Armangue

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18.36 Uhr - US-Präsident Donald Trump erwägt einem Tweet [twitter.com] zufolge das Treffen der sieben führenden Industrienationen (G7) im Juni nun doch in Camp David statt als Videokonferenz abzuhalten. "Das wäre ein großartiges Zeichen an alle - Normalisierung!" schreibt Trump. Die USA kündigten im März an, das Treffen nahe Washington solle durch eine Videokonferenz ersetzt werden. Auch Deutschland gehört der G7-Gruppe an.

18.13 Uhr - Italien meldet einen Rückgang der bekannten Neuinfektionen auf 665 von 813 am Dienstag. Die Zahl der neuen Todesfälle bleibt dem Katastrophenschutzamt zufolge mit 161 faktisch unverändert. Insgesamt sind damit in Italien 32.330 Tote und 227.364 Infektionen verzeichnet.

18.08 Uhr - Die Türkei sieht bei konsequenter Einhaltung der Schutzmaßnahmen keine Gefahr einer zweiten Infektionswelle. "Wenn wir die Regeln zum Abstand, dem Tragen einer Maske und der Begrenzung des öffentlichen Lebens weiter einhalten, dann besteht aus unserer Sicht kein Risiko einer zweiten Welle", sagt Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Wie überall auf der Welt werde das entsprechende Risiko für September oder Oktober geprüft. Im Falle eines Wiederaufflammens könne man die "notwendigen Maßnahmen" treffen.

18.05 Uhr - In den vergangenen 24 Stunden sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit mit 106.000 Neuinfektionen so viele neue Corona-Fälle registriert worden wie noch nie binnen eines einzigen Tages. "Wir haben bei dieser Pandemie noch einen langen Weg vor uns", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer Pressekonferenz. Sorgen bereiteten insbesondere die steigenden Fallzahlen in ärmeren Ländern.

17.44 Uhr - Die gesetzlichen Krankenkassen sollen einem Medienbericht zufolge auch dann zur Zahlung von Corona-Tests verpflichtet werden, wenn keine Symptome vorliegen. Das ARD-Magazin "Plusminus" beruft sich in einem Vorabbericht auf das Bundesgesundheitsministerium (BMG). Ziel sei es, die Zahl der Tests zu erhöhen. "Die entsprechende Rechtsverordnung wird derzeit im BMG vorbereitet und die Kriterien für die Erstattung der Tests werden durch die Krankenkassen konkretisiert", heißt es unter Berufung auf eine schriftliche Stellungnahme des Ministeriums.

17.24 Uhr - Griechenland senkt die Mehrwertsteuer auf Kaffee und andere Getränke sowie auf Fahrkarten von 24 auf 13 Prozent, um die Wirtschaft anzukurbeln. Direktflüge nach Griechenland sollen ab dem 1. Juli wieder aufgenommen werden, kündigt Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis in einer Fernsehansprache weiter an. Griechische Hotels sollen ab dem 15. Juni öffnen.

17.01 Uhr - In Spanien stiegt die Zahl der bekannten Neuinfektionen um 518 auf 232.555. Zudem gebe es weitere 95 Todesfälle und damit insgesamt 27.888, teilt das Gesundheitsministerium mit.

16.37 Uhr - US-Außenminister Mike Pompeo wirft WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vor, schon lange vor der Pandemie "ungewöhnlich enge" Verbindungen zu China gehabt zu haben. Dies sei "zutiefst beunruhigend", erklärt Pompeo. US-Präsident Donald Trump wirft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein falsches Krisenmanagement und eine zu große Nähe zu China vor. Er hat mit einem endgültigen Zahlungsstopp und einem Ausstieg der USA aus der Organisation gedroht. Die WHO und China weisen die Vorwürfe zurück.

15.25 Uhr - Die Bereitstellung eines Coronavirus-Impfstoffs wird die Schweiz nach Einschätzung der Regierung rund 300 Millionen Franken (282 Millionen Euro) kosten. Diese Summe wird für die erforderlichen Impfdosen und "die Absicherung der Verfügbarkeit des Impfstoffes" veranschlagt. "Der Bedarf wird weltweit groß sein", sagt Innenminister Alain Berset.

15.12 Uhr - Im Sommerurlaub wollen einer Umfrage zufolge die meisten Deutschen im Land verreisen oder ganz zu Hause bleiben. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag der ARD hervor. 15 Prozent der Befragten sind sich noch unsicher über ihre Urlaubspläne, 84 Prozent haben klare Vorstellungen. Von ihnen wollen 50 Prozent nach aktuellem Stand dieses Jahr zu Hause bleiben und die Koffer gar nicht packen. 31 Prozent planen für den Sommer eine Reise innerhalb Deutschlands, 19 Prozent eine ins europäische Ausland.

14.53 Uhr - Die Schweizer Regierung will abhängig von der Zustimmung des Parlaments noch vor Ende Juni eine Handy-App zur Nachverfolgung von mit dem Coronavirus Infizierten einführen. Die SwissCovid-App soll es ermöglichen, Personen zu benachrichtigen, wenn sie möglicherweise dem Erreger ausgesetzt waren, und so helfen, dessen Ausbreitung einzudämmen. Die Teilnahme sei freiwillig, das System erfasse keine Standortdaten und solle wieder außer Betrieb genommen werden, sobald es für die Bekämpfung des Coronavirus nicht mehr erforderlich sei, teilt die Regierung mit. Die Daten würden dezentral gespeichert. In den kommenden Wochen soll das System in einer Pilotphase getestet werden.

14.32 Uhr - Die Schweiz will die Einschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weiter lockern. Ab 28. Mai werden Gottesdienste und Feiern aller Religionen wieder erlaubt. Die Glaubensgemeinschaften müssen Schutzkonzepte erarbeiten und sicherstellen, dass Infektionsketten nachverfolgt werden können, wie die Regierung erklärt.

12.03 Uhr - Russland kommt laut Ministerpräsident Michail Mischustin in der Coronavirus-Pandemie allmählich in eine stabilere Phase. Zugleich mahnt der Regierungschef, dass die Beschränkungen in den 17 Regionen vorsichtig aufgehoben werden sollten. Die nachgewiesenen Infektionen in Russland überschritten am Mittwoch die Marke von 300.000. Allerdings meldeten die Behörden mit 8764 Neuinfektionen den geringsten Anstieg seit dem 1. Mai. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 135 auf 2972. Russland weist nach den USA weltweit die meisten Infektionsfälle auf.

10.40 Uhr - Die Kulturminister von Bund und Ländern haben ein Konzept für eine schrittweise Wiederöffnung kultureller Einrichtungen vorgelegt. Damit auch Kulturveranstaltungen wieder stattfinden können, sieht es unter anderem Empfehlungen für bestimmte Sektoren und Spielstätten vor. Außerdem werden Vorschläge für Ticketing-Systeme, die Organisation von Besucherströmen und obligatorische Platzreservierungen gemacht. Für Kinos wird empfohlen, unter Wahrung strenger Hygiene-Auflagen "möglichst nahe beieinanderliegende Wiedereröffnungstermine anzustreben". Das Konzept soll Grundlage für die nächsten Bund-Länder-Beratungen auf Chefebene sein.

10.14 Uhr - In Russland haben sich inzwischen mehr als 300.000 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Behörden melden am Mittwoch 8764 Neuinfektionen, damit schwächt sich die Zahl etwas ab. Russland weist nach den USA weltweit die meisten Infektionsfälle auf. Binnen 24 Stunden starben landesweit weitere 135 Menschen an den Folgen der Erkrankung, insgesamt summiert sich die Zahl der Corona-Toten damit auf 2972 Menschen.

09.38 Uhr - Die europäische Finanzmarktaufsicht ESMA befürchtet offenbar, dass Unternehmen bei ihrer Berichterstattung die Effekte der Corona-Krise zu oberflächlich abhandeln. In ihren Halbjahresberichten müssten die Konzerne relevante und verlässliche Informationen zu den Auswirkungen der Krise und den möglichen Folgen liefern, betont die Behörde. Insbesondere müssten sie darlegen, wenn die Krise existenzbedrohend sei. Die ESMA und die nationalen Aufseher würden genau beobachten, ob die Unternehmen den Empfehlungen Folge leisten und diese gegebenenfalls durchsetzen. In Deutschland legen die meisten Konzerne ihre Halbjahresberichte zwischen Mitte Juli und Mitte August vor.

08.31 Uhr - Die spanische Regierung schreibt das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken in der Öffentlichkeit vor. Die Regelung gelte in dem schwer von der Corona-Krise getroffenen Land für alle Menschen mit einem Alter von über sechs Jahren. In geschlossenen öffentlichen Räumen müssen Masken getragen werden, im Freien gilt die Pflicht dann, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Zur Absicht der Regierung in Spanien, den Notstand zur Eindämmung der Corona-Pandemie bereits zum fünften Mal zu verlängern, schreibt die spanische Zeitung «El Mundo» am Mittwoch: «Es ist inakzeptabel, dass (Ministerpräsident Pedro) Sánchez diese Ausnahmesituation in unserem Land auf ewig aufrechterhalten möchte. Es gibt in der gewöhnlichen Gesetzgebung genug Instrumente, um die epidemiologischen Kontrollen beizubehalten, ohne die aktuelle Lage verlängern zu müssen. Das würde erfordern, dass die Regierung die Deeskalation ohne die Sondervollmachten plant, mit denen Sánchez vom Alarmzustand ausgestattet wird. Der Regierungschef missbraucht den Notstand, um der Kontrolle durch die Opposition zu entgehen. Aber Spanien darf sich nicht an eine Ausnahmesituation gewöhnen, die die Rechte einschränkt und die Wirtschaft zerstört.»

08.10 Uhr - Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft Bund, Länder und Kommunen auf, Schulen und Kitas wieder vollständig zu öffnen. "Die bisherigen eingeschränkten Lockerungen führen dazu, dass nach wie vor sehr viele Kinder nicht in die Kita und nur sehr eingeschränkt in die Schule können", sagt Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Dies sei ein "schwerer Eingriff in ihre Lebenswelt, in ihre Grundrechte und ihre psycho-soziale Entwicklung". Eine Öffnung von Kitas und Schulen unter angemessenen Schutzvorgaben sei nun "der logische nächste Schritt". Vier medizinische Fachgesellschaften - die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene, die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, die Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin und der Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte - hatten am Vortag ebenfalls eine Öffnung von Schulen und Kitas gefordert.

08.00 Uhr - Die Betriebsschließungen wegen der Corona-Pandemie haben bei den Restaurants und Hotels in Deutschland für einen drastischen Umsatzrückgang gesorgt. Die Erlöse des Gastgewerbes fielen im März binnen Jahresfrist um rund 45 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt und auf Schritte zur Eindämmung des Virus hinweist. "Alle Branchen des Gastgewerbes wiesen infolge dieser Maßnahmen die größten Umsatzeinbußen seit dem Beginn der Zeitreihen im Jahr 1994 auf."

07.56 Uhr - Die Schulen in Polen bleiben einem Regierungssprecher zufolge voraussichtlich bis Ende Juni zu. Dann beginnen dort die Sommerferien. Die Schulen in Polen sind seit März geschlossen, damals war in dem Land der erste Corona-Fall festgestellt worden. Vom 25. Mai an sollen jüngere Kinder wieder betreut werden, Unterricht soll es aber weiter nur über das Internet zu Hause geben.

05.23 Uhr - Das Robert-Koch-Institut meldet 797 Neuinfektionen und damit den elften Tag in Folge weniger als 1000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 176.007, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 83 auf 8090 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 156.900, rund 1200 mehr als am Vortag.

05.12 Uhr - Nach dem Finanzierungsvorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron für ein Corona-Wiederaufbauprogramm warnt die CSU davor, die Ausweitung des EU-Haushalts als regelmäßige Finanzierungsquelle zu etablieren. "Es darf kein Präzedenzfall geschaffen werden", sagte der europapolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Florian Hahn (CSU) dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND, Mittwochsausgaben). "Das kann nur eine einmalige Lösung sein." Es müssten noch rechtliche Fragen geklärt werden, sagte Hahn.

03.35 Uhr - China meldet nach Angaben der nationalen Gesundheitskommission fünf neue Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden, nach sechs einen Tag zuvor. Vier der neuen Fälle seien auf lokale Übertragungen zurückzuführen, einer stamme von einem sogenannten "importierten Fall", an dem ein Reisender aus Übersee beteiligt sei, so die Kommission in einer Erklärung. Die Gesamtzahl der Covid-19-Infektionen in China steigt nach offiziellen Angaben auf 82.965, die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4634.

02.05 Uhr - Kolumbiens Präsident Ivan Duque verlängert zum vierten Mal die landesweite Ausgangssperre. Die Beschränkung gelte nun eine weitere Woche bis zum 31. Mai, erklärt Duque. Das Andenland hat nach offiziellen Angaben fast 17.000 bestätigte Coronavirus-Fälle und verzeichnet mehr als 600 Todesfälle. Der Gesundheitsnotstand des Landes, der am 31. Mai enden sollte, werde zudem bis Ende August verlängert, fügt Duque hinzu.

01.09 Uhr - US-Präsident Donald Trump ordnet an, dass die Regulierung der Wirtschaft zurückgefahren wird. Er habe die Behörden angewiesen, "unnötige Vorschriften zu beseitigen, die die wirtschaftliche Erholung behindern", sagt Trump. Das Dekret soll seiner Ansicht nach der Wirtschaft helfen, sich von den Auswirkungen der Coronaviruskrise zu erholen.

00.45 Uhr - Brasilien verzeichnet nach offiziellen Angaben einen neuen Negativrekord von 1179 Todesfällen binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesopfer vom Dienstag ist das erste Mal, dass Brasilien mehr als 1.000 Tote an einem Tag registriert. Insgesamt sind laut Gesundheitsministerium 17.971 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt um 17.408 auf 271.628.

00.31 Uhr - Die USA verlängern die Reisebeschränkungen nach Mexiko und Kanada um weitere 30 Tage. "Nicht-wesentliche Reisen werden erst dann erlaubt sein, wenn die Regierung davon überzeugt ist, dass es sicher ist", teilt das US-Heimatschutzministerium mit. "Wir stehen mit unseren kanadischen und mexikanischen Kollegen in Kontakt und sind uns einig, dass die Verlängerung dieser Beschränkungen zu diesem Zeitpunkt das Richtige ist." Die Reisebeschränkungen sollten ursprünglich am Mittwoch aufgehoben werden, sie gelten nun bis zum 22. Juni.

Hier geht es zum Live-Ticker vom Dienstag.


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