Politik

Militäreinsatz im Inland: Pentagon erteilt Trump eine Absage

Beamte des US-Verteidigungsministeriums sagen, dass ein Militäreinsatz im Inland zur Niederschlagung der Proteste nicht in Frage komme. Dieser Wunsch des US-Präsidenten löst bei den Beamten ein „tiefes und wachsendes Unbehagen“ aus.
02.06.2020 19:07
Aktualisiert: 02.06.2020 19:07
Lesezeit: 1 min
Militäreinsatz im Inland: Pentagon erteilt Trump eine Absage
01.06.2020, USA, Salt Lake City: Mitglieder der Nationalgarde versperren eine Straße. (Foto: dpa) Foto: Rick Bowmer

Einige Beamte des US-Verteidigungsministeriums haben CNN International mitgeteilt, dass sie ein tiefes und wachsendes Unbehagen damit hätten, das US-Militär im Inland einzusetzen. Diese Aussage hätten die Beamten getroffen, bevor US-Präsident Trump einen Einsatz im Inland gefordert hatte. Das Sagen in den US-Bundesstaaten hätten die Gouverneure. Solange von den Gouverneuren keine klaren Argumente für den Einsatz des Militärs im Inland dargelegt werden, werde es auch keine Truppenmobilisierung geben. „Es besteht ein intensiver Wunsch, dass die örtlichen Strafverfolgungsbehörden das Sagen haben“, sagte ein Pentagon-Beamter unter er Bedingung der Anonymität.

Thomas Carden, Generalmajor der US-Armee und Generaladjutant der Nationalgarde von Georgia, sagte, dass sich keiner daran gewöhnen sollte, Soldaten und Nationalgardisten in eine Situation zu bringen, in der sie permanent die Sicherheit im Land gewährleisten. Trump hatte zuvor mit dem „Insurrection Act“ gedroht, wonach das US-Militär im Inland eingesetzt werden darf, um Aufstände niederzuschlagen.

Aktuell sind neben landesweit 17.000 Nationalgardisten auch 200 bis 250 Militärpolizisten in der Hauptstadt Washington D.C. im Einsatz, berichtet die Military Times. Allerdings üben sie nicht die Aufgaben der Strafverfolgungsbehörden aus. Weitere 600 bis 800 Nationalgardisten aus fünf anderen Bundesstaaten wurden gebeten, die Hauptstadt zu sichern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Finanzen
Finanzen Flucht in die Endlichkeit: Wie ein überforderter Anleihemarkt den Bitcoin-Kurs treibt
24.10.2026

Das US-Finanzministerium kauft seine eigenen Schulden zurück, damit sie überhaupt noch jemand haben mag, und der Bitcoin hat das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft BMW X5 im Test: Warum die fünfte Generation alles anders macht
24.10.2026

Fast 100.000 Euro Einstiegspreis, bis zu 845 Kilometer elektrische Reichweite und ein Auftritt, der kaum zu übersehen ist: Mit dem neuen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kokain am Arbeitsplatz: Wenn ausgerechnet die besten Mitarbeiter abhängig werden
24.10.2026

Kokain ist längst keine Droge mehr, die nur auf Partys konsumiert wird. Immer häufiger erreicht der Konsum auch den Arbeitsalltag....

DWN
Finanzen
Finanzen Aktien kaufen: Diese Branchen könnten den KI-Hype schlagen
24.10.2026

Die Börsen brechen Rekorde, doch der Höhenflug steht auf wackligen Beinen. Wenige Technologiekonzerne treiben die Kurse, während...

DWN
Politik
Politik China macht seine Grenzen dicht: Ein neuer Eiserner Vorhang
24.10.2026

China macht seine Grenzen dicht, und längst trifft es nicht mehr nur politisch unbequeme Bürger. Lehrer, Ärzte und KI-Ingenieure dürfen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien im Fokus, während die Wall Street im Minus bleibt
23.10.2026

Spannung an den Finanzmärkten: Warum Technologiewerte und Rohstoffe die Anleger derzeit in Atem halten.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Erfolgreich mit Bio-Erdnüssen: Zwei Bauern sparen mit KI 90 Prozent der Arbeitskosten
23.10.2026

Trockenheit wird für Europas Landwirtschaft zum immer größeren Problem. Zwei Brüder aus Österreich reagieren darauf mit einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Firma gründen in 24 Stunden: Was jetzt wirklich möglich ist – und was nicht
23.10.2026

Ein eigenes Unternehmen an nur einem Tag gründen: Das neue Bundesportal G24 soll dem behördlichen Zickzackkurs ein Ende setzen. Seit Ende...