Technologie

Markt für intelligente Gaszähler wächst bis 2025 auf mehr als zehn Milliarden Euro

Nicht alle Märkte leiden unter der Pandemie: Der für intelligente Gas-Zähler wird in den nächsten Jahren enorm wachsen.
20.06.2020 10:40
Lesezeit: 1 min
 Markt für intelligente Gaszähler wächst bis 2025 auf mehr als zehn Milliarden Euro
Auch bei gewöhnlichen Gas-Zählern ist mittlerweile die smarte Technik anzutreffen. (Foto: dpa) Foto: Patrick Pleul

Der weltweite Markt für intelligente Gas-Zähler wird zwischen 2020 und 2025 erheblich wachsen. Davon geht das internationale Analysehaus "Reports Intellect" (RI) in einer aktuellen Studie aus. Wichtig: Die Prognose berücksichtigt die derzeitige Pandemie, die grundsätzlich eine erhebliche Belastung für die Gesamtwirtschaft darstellt.

Die Umsätze, die die Hersteller mit dem Verkauf der Lösungen erreicht haben, lagen im Jahr 2016 früheren Schätzungen zufolge bei einer Milliarde Dollar. In den Folgejahren sind die Volumina jedes Jahr im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Nimmt man diese Entwicklung als Grundlage, dann würden die Erlöse der neuen Annahme von RI zufolge in den kommenden fünf Jahren auf Bereiche im zweistelligen Milliarden-Dollar-Bereich wachsen.

Hintergrund: Intelligente Gas-Zähler (Smart Gas Solutions) wendet beispielsweise die Immobilienwirtschaft an, unter der sich auch deutsche mittelständische Unternehmen befinden. Grundsätzlich wird für die Eigentümer oder Verwalter von Wohn- und Gewerbeimmobilien der Bedarf an aktuellen Verbrauchsdaten und Zählerständen immer größer. Dazu sind Energieverbrauch und Energieeffizienz bei der Vermietung immer wichtigere Faktoren, die nur durch die smarten Gaszähler wesentlich besser darstellen lassen als durch die bisherigen Messgeräte. Das ist eine wichtige Funktion, die die smarten Gas-Zähler haben.

Ein wichtiger Akteur ist der deutsche Mittelständler "Elster Group", der zum internationalen Honeywell-Konzern gehört. Das Unternehmen, das mehr als 7.000 Mitarbeiter beschäftigt, generiert zwischen 400 und 500 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Die Führung hat ihren Hauptsitz in Mainz-Kastel. Von hier aus leitet das Management die Geschäfte, die die mittelständische Firma in über 130 Ländern auf der ganzen Welt macht.

Der Erfolg der Elster Group war auch dem internationalen Konzern Honeywell nicht verborgen geblieben, der vor fünf Jahren das deutsche Unternehmen für 5,1 Milliarden Dollar gekauft hatte. Zur Einordnung: Der Konzern hat im Jahr 2019 einen Gesamterlös von 36,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das bedeutet, Honeywell hat das deutsche Unternehmen für 14 Prozent eines jährlichen Gesamterlöses akquiriert – also eine Summe, die erheblich ist. Das Management des Konzerns rechnet wohl auch damit, dass der Markt für smarte Gas-Zähler stark wachsen wird – genauso wie die Experten des Analysehauses RI.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen XRP-Ledger-Transaktionsvolumen überschreitet die Marke von 1 Million

Analysten erwarten ein Aufwärtspotenzial von 100%. XRP Wie können Inhaber neue passive Einkommensquellen schaffen?

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: SpaceX steigt weiter, Händler zögern vor Zinsentscheidung der Fed
16.06.2026

Ein turbulenter Handelstag birgt Überraschungen – erfahren Sie, warum Investoren gerade jetzt besonders aufmerksam die Entwicklungen...

DWN
Technologie
Technologie Batterie-Boom treibt Deutschland in neue China-Abhängigkeit
16.06.2026

Deutschlands Batterieproduktion erreicht einen Rekordwert – doch mit dem Boom wächst zugleich die Abhängigkeit von China. Die Branche...

DWN
Politik
Politik Der EU-Waffenchef warnt eindringlich: "Wir produzieren die falschen Waffen!"
16.06.2026

Der EU-Verteidigungskommissar warnt vor einem gefährlichen Missverhältnis in Europas Rüstungsstrategie. Während Donald Trumps...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bund lehnt Unicredit-Angebot für Commerzbank ab
16.06.2026

Der Bund stellt sich offen gegen die Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit und verschärft damit den Machtkampf um Deutschlands...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tankrabatt verpufft: Millionen bleiben bei den Konzernen
16.06.2026

Der Tankrabatt sollte Autofahrer entlasten – doch nach Einschätzung von Experten kam ein Teil der Milliarden gar nicht bei ihnen an.

DWN
Politik
Politik EU stimmt US-Zolldeal zu – und droht mit Gegenzöllen
16.06.2026

Die EU macht den Weg für das Zollabkommen mit den USA frei, baut aber ein Sicherheitsnetz gegen neue Alleingänge aus Washington ein....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kostenfalle Deutschland: Was Betriebe heute wirklich zahlen
16.06.2026

Energie doppelt so teuer wie in den USA, Lohnstückkosten 22 Prozent über globalem Schnitt, Bürokratie bindet 7 Prozent der Arbeitszeit,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autokrise in China setzt VW und Mercedes unter Druck
16.06.2026

China galt jahrelang als Wachstumsmotor der Autoindustrie – doch nun brechen die Verkäufe massiv ein und setzen auch deutsche Hersteller...