Wirtschaft

Firmen-Ticker: Ausrüster für Geheimdienste geht an die Börse

Im Folgenden die Unternehmens-Meldungen von Dienstag, den 7. Juni.
07.07.2020 13:09
Lesezeit: 2 min
Firmen-Ticker: Ausrüster für Geheimdienste geht an die Börse
Mit einer Laser-Show feiert Samsung im Sommer 2018 in London die Vorstellung zweier neuer Smartphone-Modelle. Das südkoreanische Tech-Unternehmen sagt, es habe im zweiten Quartal die Ankündigungen der Analysten übertroffen. (Foto: dpa) Foto: John Nguyen

PALANTIR - Bangalore: Die US-Datenanalyse-Firma geht an die Börse. Entsprechende Unterlagen seien bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht worden, teilte das in Palo Alto ansässige Unternehmen mit. Details wie beispielsweise zur Bewertung fehlen. Bei der letzten Finanzierungsrunde vor fünf Jahren wurde das vom Deutschen Peter Thiel mitgegründete Unternehmen mit 20 Milliarden Dollar bewertet. Unklar ist auch, ob Palantir ähnlich wie Spotify direkt an der Börse notiert. Insidern zufolge könnte das Marktdebüt bereits im September erfolgen. Nach einem Einbruch zu Beginn der Corona-Krise finden inzwischen wieder mehr Börsengänge statt. Palantir wurde 2004 gegründet und bietet Software zur Analyse großer Datenmengen an. Zu den Kunden gehören Sicherheitsbehörden und Geheimdienste weltweit. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Berichte über Verstöße gegen die Privatsphäre und den Datenschutz.

BANG & OLUFSEN - Kopenhagen: Der seit längerem unter Druck stehende dänische Anbieter von Luxus-Stereoanlagen ist in dem im Mai abgelaufenen Bilanzjahr 2019/2020 in die roten Zahlen gerutscht. Bei einem Umsatzeinbruch um 29 Prozent auf 2,06 Milliarden Dänische Kronen (280 Millionen Euro) verbuchte die Firma einen operativen Verlust von 347 (plus 59) Millionen Kronen. 2020/21 erwartet der Vorstand dank neuer Produkte und Umstrukturierungen wieder zu wachsen. "Wir sind uns jedoch bewusst, dass es ein herausforderndes Jahr werden wird, da wir unsere neue Strategie inmitten der mit Covid-19 verbundenen Unsicherheit weiter umsetzen", sagte Vorstandschef Kristian Teär.

SUNRUN - Bangalore: Der US-Anbieter von Solarstrom will für 1,46 Milliarden Dollar den mehrheitlich zu Blackstone gehörenden Wettbewerber Vivint Solar übernehmen. Die Vivint-Aktionäre sollen für jede gehaltene Aktie 0,55 Sunrun-Stammaktien erhalten, was eine Prämie von 10,4 Prozent auf den Schlusskurs von Montag wäre. Der von den Vorständen einstimmig abgesegnete Deal mit einem Wert von 3,2 Milliarden Dollar einschließlich Schulden soll im vierten Quartal über die Bühne gehen.

SAMSUNG ELECTRONICS - SEOUL: Das südkoreanische Technologie-Unternehmen will im zweiten Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen haben. Wahrscheinlich werde der operative Gewinn bei 23 Prozent liegen, sagte Samsung Electronics. Die Umrüstung auf Heimarbeitsplätze, die Zunahme des Online-Handels sowie des Online-Lernens infolge der Coronavirus-Pandemie hätten die Verkaufszahlen und Preise der Speicherchips in die Höhe getrieben, erklärte der Konzern. Der operative Gewinn werde voraussichtlich bei 8,1 Billionen Won (6,80 Milliarden Dollar) im Quartal Ende Juni liegen, weit über der Analystenschätzung von 6,4 Billionen Won von Refinitiv SmartEstimate. Der Umsatz dürfte im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 52 Billionen Won gesunken sein, hieß es. Analysten warnten jedoch, dass der Anstieg der Chip-Preise in der zweiten Jahreshälfte nicht anhalten werde, da Kunden von Rechenunternehmen angesichts des Wiederauflebens von Covid-19-Fällen in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern wahrscheinlich zurückhaltend beim Vorratskauf von Speicherchips sein werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche in der Dauerkrise: Immer mehr Ausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen
16.10.2026

Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen und am Arbeitsmarkt: Immer mehr Arbeitnehmer fallen...

DWN
Politik
Politik Frühstartrente kommt: Bundestag beschließt 10 Euro für Kinder
16.10.2026

Mit der Frühstartrente will der Staat Kindern monatlich zehn Euro für ein langfristiges Aktiendepot geben. Wer zuerst von der...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Podcast Folge 47: Die Woche im Rückblick – KW 42
16.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Analyse: Europa steht geschlossen gegen China, verschärft aber den Konflikt um den Milliardenhaushalt
16.10.2026

Die EU sieht erste Fortschritte im Handelskonflikt mit China. Doch das Defizit wächst weiter, und Brüssel bereitet bereits neue...

DWN
Politik
Politik Deal um Verbrenner-Aus: Deutschland und Frankreich haben sich geeinigt
16.10.2026

Deutschland setzt sich dafür ein, dass weiter Neuwagen mit Verbrennungstechnologie zugelassen werden können. Frankreichs Präsident...

DWN
Finanzen
Finanzen Unser neues Magazin ist da: Steigende Zinsen, nervöse Börsen – Chancen für Ihr Kapital
16.10.2026

Das eigene Vermögen soll Sicherheit geben. Doch steigende Zinsen und nervöse Märkte machen derzeit Anlageentscheidungen schwieriger. Wer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IWF-Warnung: Warum der KI-Boom eine neue Krise auslösen könnte
16.10.2026

Die Weltwirtschaft wächst, doch unter der Oberfläche braut sich eine gefährliche Mischung zusammen: Staaten häufen Rekordschulden an,...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Prognose: Einer der größten Käufer beginnt zu verkaufen
16.10.2026

Jahrelang kauften Zentralbanken Gold in außergewöhnlichem Umfang. Nun schlägt mit Kasachstan einer der größten Käufer einen anderen...