Wirtschaft

Firmen-Ticker vom 8. Juli: Deutscher Lieferdienst begibt Milliarden-Anleihen

Im Folgenden lesen Sie die Unternehmens-Nachrichten vom Mittwoch, den 8. Juni.
08.07.2020 11:19
Lesezeit: 2 min
Firmen-Ticker vom 8. Juli: Deutscher Lieferdienst begibt Milliarden-Anleihen
Das Berliner Unternehmen "Delivery Hero". (Foto: dpa) Foto: Jens Kalaene

ELECTROLUX - Stockholm: Europas größter Haushaltsgerätehersteller erwartet im zweiten Quartal einen geringeren Betriebsverlust als befürchtet. Grund seien eine gestiegene Nachfrage und Kostensenkungen. "Da die Beschränkungen schrittweise aufgehoben wurden, haben sich die Märkte vor allem in Europa in der zweiten Hälfte des Quartals positiver als erwartet entwickelt", teilte Electrolux mit. Der Vorstand rechnet daher mit einem Minus von rund 100 Millionen Kronen (9,6 Millionen Euro) nach einem Gewinn von 1,22 Milliarden Kronen im Vorjahr. Der schwedische Rivale der US-amerikanischen Whirlpool hatte im Mai vor einem erheblichen Verlust aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Krise gewarnt, nachdem der Umsatz im April um 30 Prozent eingebrochen war.

NESTLE - Zürich: Der Schweizer Lebensmittelkonzern baut die Produktion von Nespresso-Kaffeekapseln aus. Ab Juni 2021 wird im Werk im schweizerischen Romont für 160 Millionen Franken (150 Millionen Euro) eine zweite Produktionshalle errichtet, wie Nestle mitteilte. Durch die Erweiterung entstehen Nestle zufolge in den nächsten zehn Jahren 300 neue Arbeitsplätze.

OMV - Wien: Die Produktion des österreichischen Öl- und Gaskonzerns ist infolge der Corona-Pandemie im zweiten Quartal um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum geschrumpft. Im Vergleich zum ersten Quartal lag das Minus bei zwei Prozent, wie OMV mitteilte. Der Konzern senkte sein Produktionsziel für 2020 auf 440.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (Boed) von zuvor rund 500.000 Boed.

DELIVERY HERO - München: Der Essens-Lieferdienst hat mit der Emission zweier Wandelanleihen über Nacht 1,5 Milliarden Euro eingesammelt. Das frische Geld will Delivery Hero vor allem "zum Ergreifen von sich möglicherweise bietenden attraktiven Investitionsmöglichkeiten" verwenden, wie es in der Mitteilung hieß. Die beiden gleich großen Tranchen der Wandelanleihe laufen bis Juli 2025 und bis Januar 2028 und werden mit 0,875 und 1,5 Prozent verzinst. Sie sind in 10,2 Millionen Delivery-Hero-Aktien wandelbar; das sind knapp fünf Prozent des Grundkapitals.

ASTRAZENECA/MERCK - Bangalore: Die beiden Pharmakonzerne haben in der Europäischen Union die Zulassung für ihr Krebsmedikament Lynparza zur Behandlung einer Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen einer entscheidenden klinischen Studie III, in der die Arznei die Lebensspanne bei Patienten ohne ein Fortschreiten der Krankheit oder Tod nahezu verdoppelte. Das Mittel ist in den USA bereits zum Einsatz bei verschiedenen Krebserkrankungen wie Prostatakrebs und Eierstockkrebs zugelassen. Ende 2019 hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht für die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs gegeben.

VP BANK - Zürich: Die Liechtensteinische Privatbank baut ihr Geschäft in Skandinavien aus. Das Institut übernimmt die Private-Banking-Aktivitäten der Öhman Bank mit Sitz in Luxemburg zu einem ungenannten Preis. Die Sparte mit rund 760 Millionen Euro Kundengeldern und elf Beschäftigten betreut vor allem skandinavische Unternehmer und Investoren. Die Öhman Bank ist Teil der schwedischen Finanzgruppe Öhman.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Warum Deon Markets in der Krypto-Landschaft herausragt

In der dynamischen Welt der Kryptowährungen hebt sich Deon Markets deutlich ab. Diese Plattform bietet mehr als nur den Handel mit...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Energiewende: EnBW-Chef fordert Korrektur bei Windkraft-Ausbauzielen
08.07.2026

Die EnBW hat den Ausbau der Offshore-Windkraft als wichtigen Eckpfeiler der Energiewende in Europa vorangetrieben. Jetzt fordert der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Vom öffentlichen in den privaten Sektor: Habeck wird Berater bei Investmentgesellschaft
08.07.2026

Ex-Vizekanzler Habeck wechselt in die Privatwirtschaft: Ab August nimmt der frühere Wirtschaftsminister einen lukrativen Beraterjob bei...

DWN
Finanzen
Finanzen Besitzen Sie amerikanische Technologieaktien? Dann sollten Sie über einen Verkauf nachdenken
08.07.2026

US-Tech-Aktien haben die Märkte lange nach oben gezogen, doch die Warnungen vor überzogenen Bewertungen werden lauter. Während Jeremy...

DWN
Politik
Politik "Chatkontrolle" durch die Hintertür? Plötzliches Eilverfahren im EU-Parlament
08.07.2026

Die Bürger der EU lehnen die Chatkontrolle ab, auch das EU-Parlament. Plötzlich bringt EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola kurz vor...

DWN
Finanzen
Finanzen Übernahmepoker: Unicredit nähert sich Mehrheit bei Commerzbank
08.07.2026

Die Unicredit hat mit Ablauf ihres Übernahmeangebots ihren Anteil an der Commerzbank weiter aufgestockt. Eine Mehrheit an den Dax-Konzern...

DWN
Finanzen
Finanzen ETF und Aktien handeln mithilfe künstlicher Intelligenz? Wo Chancen und Risiken liegen
08.07.2026

Tatsächlich nutzen heute viele Privatpersonen KI-Chatbots auch als Hilfe beim Investieren. Deshalb haben wir untersucht, worin der wahre...

DWN
Technologie
Technologie KI-Agenten: Produktivitätssprung oder neue interne Bedrohung?
08.07.2026

Durch künstliche Intelligenz unterstützte Agenten versprechen weniger Routinearbeit und schnellere Prozesse, doch sobald sie Zugriff auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis: Warum Anleger der Erholung nicht trauen sollten
08.07.2026

Gold hat sich Anfang Juli kurz zurückgemeldet, doch der Absturz sitzt tief: Höhere US-Zinsen, ein starker Dollar und nervöse ETF-Anleger...