Analyst warnt vor Leerverkäufen von Tesla-Aktien

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
16.07.2020 16:07
Einer der renommiertesten Short-Seller warnt davor, bei der Tesla-Aktie auf Leerverkäufe zu setzen.
Analyst warnt vor Leerverkäufen von Tesla-Aktien
Januar dieses Jahres in Schanghai: Tesla-Chef Elon Musk präsentiert das in der neuen Giga-Fabrik produzierte "Model 3". (Foto: dpa)
Foto: Ding Ting

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Short-Seller Carson Block hat in einem Interview mit Bloomberg davor gewarnt, bei den Tesla-Aktien auf Leerverkäufe zu setzen. Das Papier hat seit März 2020 über 300 Prozent an Wert dazu gewonnen. „Die Aussichten für eine Fortsetzung der Rally scheinen gut", so Block, auch wenn immer wieder kritische Stimmen vor einer massiven Überbewertung des Unternehmens warnten und auch die anhaltend hohe Zahl an Shortsellern eigentlich Hinweise auf einen baldigen Kurseinbruch sein könnten.

Doch die Anteile des Elektroauto-Herstellers Tesla sind an der Börse derzeit nicht zu bremsen. In den ersten Handelsstunde der Woche legte der Kurs der Tesla-Aktie am Montag um rund 16 Prozent auf knapp 1795 Dollar zu. Damit setzte das Papier den Höhenflug der vergangenen Wochen fest. Alleine im Juli verteuerten sich die Aktien um rund zwei Drittel, seit dem Tief im Corona-Crash legte der Kurs um mehr als 400 Prozent zu.

Eine Rally, die mit rationaler Logik kaum mehr zu erklären ist. Nach dem Kursanstieg der vergangenen Wochen ist Tesla an der Börse 325 Milliarden Dollar wert und damit inzwischen der mit Abstand wertvollste Autobauer. Lediglich der japanische Konzern Toyota, den Tesla erst vor Kurzem überholt hatte, kann mit umgerechnet rund 200 Milliarden Dollar halbwegs mithalten.

Die drei im Dax notierte deutschen Autohersteller BMW, Daimler und Volkswagen kommen zusammen lediglich auf rund 150 Milliarden Dollar. Größter Profiteur des Tesla-Kursanstiegs ist Unternehmenschef Elon Musk, der rund 18 Prozent der Anteile hält. Sein Vermögen wird derzeit auf etwas mehr als 70 Milliarden Dollar taxiert.

Finanzen.net berichtet: „Tesla steht kurz davor, einen wichtigen Meilenstein zu erreichen: Die Aufnahme der Aktie in den S&P 500. Eine der wichtigsten Voraussetzungen könnte Tesla mit der Veröffentlichung seiner Quartalsbilanz schaffen: Hat es der Elektroautobauer das vierte Quartal infolge in die Gewinnzone geschafft, ist die Aufnahme in den wichtigen Börsenindex wohl nur noch Formsache.“


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Die neue Weltmacht: Der digital-finanzielle Komplex

Die Zeiten, in denen das Wirtschaftsleben des Westens vom militärisch-industriellen Komplex dominiert wurde, sind vorbei. Mit dem...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das Großraumbüro ist out – und der Hype um die Heimarbeit entpuppt sich als Falle

Im Zuge der Corona-Krise findet ein fundamentaler Wandel in der Arbeitsorganisation nahezu aller Unternehmen statt. Doch die Fokussierung...

DWN
Finanzen
Finanzen USA im Schuldenrausch: Neuschulden werden drastisch angehoben

Das US-Finanzministerium wird im laufenden Quartal deutlich mehr Neuschulden am Anleihemarkt aufnehmen, als ursprünglich geplant....

DWN
Politik
Politik Corona-Krise: Hunderte Belgier verklagen Bill Gates und Regierung

240 Belgier haben eine Klage gegen Bill Gates, die belgische Regierung und einen Epidemiologen eingereicht. Ihr Anwalt argumentiert, dass...

DWN
Politik
Politik US-Geopolitiker Friedman droht Merkel im Streit um Nord Stream 2

Der umstrittene US-Geopolitiker George Friedman kritisiert in einem Interview mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten den Umgang der...

DWN
Finanzen
Finanzen Russland und China bilden kein Militär- oder Handelsbündnis, sondern eine Finanzallianz

Viele hatten erwartet, dass Russland und China im geopolitischen Streit mit den USA ein Militärbündnis oder ein Handelsbündnis bilden...

DWN
Politik
Politik Machtvolle Symbolik: US-Sanktionsdrohung trifft direkt Merkels Wahlkreis

Die Sanktionsdrohung aus den USA gegen den deutschen Ostseehafen Sassnitz-Mukran wegen der Gaspipeline Nord Stream 2 hat einen...

DWN
Technologie
Technologie Roboter sollen künftig aufgebrachte Kunden beruhigen

Viele Kunden benehmen sich beim Kontakt mit den Unternehmen alles andere als höflich, wenn sie nicht sofort bedient werden. Eine KI soll...

DWN
Deutschland
Deutschland Pandemie schiebt Logistikmarkt für E-Commerce nach vorne

Viele Branchen werden durch die Corona-Krise erschüttert. Es gibt nur ein paar, die sogar davon profitieren. Dazu gehört der E-Commerce.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Explosion im Hafen von Beirut ist ein Schlag gegen Chinas Seidenstraße

Der Hafen von Beirut sollte aus chinesischer Sicht eine wichtige Rolle beim Aufbau der Neuen Seidenstraße und beim Handel mit Europa...

DWN
Deutschland
Deutschland Nordstream 2: US-Senatoren bedrohen Fährhafen Sassnitz in Mecklenburg-Vorpommern

Mehrere US-Senatoren drohen der Stadt Sassnitz mit schweren Sanktionen, falls sie weiterhin als Drehkreuz für das Pipeline-Projekt...

DWN
Deutschland
Deutschland Reiche wollen denkmalgeschützte Nazi-Bauten in Luxus-Oasen umbauen

In einem Hamburger Villenviertel wurde ein denkmalgeschützter NS-Bau zur Luxus-Wohnanlage umgebaut. Dafür gibt es Kritik von Experten....

DWN
Finanzen
Finanzen US-Aktien der Schweizer Notenbank springen auf Rekord-Stand

Die Schweizer Notenbank hat im zweiten Quartal weiter US-Aktien gekauft und hält nun einen Rekordwert von 118,3 Milliarden Dollar....

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chinas Exporte ziehen an: Hoffnung auf Schub für Weltwirtschaft

Die Exporte Chinas sind zu Beginn des zweiten Halbjahres überraschend gestiegen und nähren Hoffnungen auf eine Belebung der...

celtra_fin_Interscroller