Finanzen

EZB will für Spanien dieses Jahr 120 Milliarden Euro drucken

Eigentlich äußert sich die Europäische Zentralbank im Voraus nicht dazu, in welchem Umfang sie welche Schuldtitel kauft. Doch diesmal machte EZB-Vize Luis de Guindos für sein Land Spanien eine Ausnahme.
23.07.2020 13:50
Lesezeit: 1 min
EZB will für Spanien dieses Jahr 120 Milliarden Euro drucken
Der Spanier Luis de Guindos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), blickt während der EZB-Pressekonferenz in die Runde. (Foto: dpa) Foto: Arne Dedert

Im Kampf gegen die Corona-Krise rechnet die Europäische Zentralbank mit dem Kauf von spanischen Staatsanleihen im Volumen von rund 120 Milliarden Euro in diesem Jahr. Dies sei die Zahl für spanische Schuldentitel, wenn in etwa das eintrete, was die EZB vorhabe, sagte Notenbank-Vizepräsident Luis de Guindos am Donnerstag bei einer Online-Konferenz.

Die Währungshüter veröffentlichen für den Kauf von Schuldentiteln einzelner Euro-Länder gewöhnlich keine Volumenziele, die sie beispielsweise im Rahmen ihres Notfall-Kaufprogramms PEPP zur Eindämmung der Pandemie-Folgen anstreben.

Die EZB hatte im Juni angesichts der drohenden Rekordrezession im Währungsraum ihr "Pandemic Emergency Purchase Programme" um 600 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro aufgestockt. Zudem wurden die Anleihenkäufe bis mindestens Ende Juni 2021 verlängert. Laut Notenbank-Chefin Christine Lagarde werden die Währungshüter wohl das gesamte Volumen ausschöpfen, falls es keine großen positiven Überraschungen gibt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die kommende Woche wird eine der wichtigsten dieser Berichtssaison.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi baut US-Werk für SUVs: Jobverluste in Deutschland drohen  
25.10.2026

US-Präsident Donald Trump verkündet den Bau eines neuen Autowerks von Audi in den USA. Daraufhin entzündet sich am Auftritt des...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kapitalismus lebt: Warum Yanis Varoufakis mit seiner Theorie vom Technofeudalismus zugleich falsch und richtig liegt
25.10.2026

Der Kapitalismus ist tot. An seine Stelle ist ein neofeudales System getreten, in dem sich die Macht in den Händen der Eigentümer...

DWN
Finanzen
Finanzen OpenAI-IPO: Die wahre Sorge der Finanzchefin vor dem Börsengang
25.10.2026

Während die Finanzwelt auf den milliardenschweren OpenAI-Börsengang wartet, treibt Finanzchefin Sarah Friar eine ganz andere Sorge um:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Arbeitnehmer in der Dauerkrise: Immer mehr psychische Erkrankungen
25.10.2026

Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen und am Arbeitsmarkt: Immer mehr Arbeitnehmer fallen...

DWN
Technologie
Technologie Adobe-Alternative kostenlos: Ein verärgerter Kunde fordert den Milliardenkonzern heraus
25.10.2026

Ein Kunde will sein Adobe-Abo kündigen und soll dafür auch noch bezahlen. Seine Rache könnte den Software-Riesen teuer zu stehen kommen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI im Unternehmen: Warum ChatGPT allein noch keine Prozesse automatisiert
25.10.2026

ChatGPT schreibt Texte, fasst Informationen zusammen und spart Mitarbeitern Zeit. Doch wer KI wirklich zur Prozessautomatisierung nutzen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Robin Zeng: Der Chinese, von dem Deutschlands Autobauer abhängen
25.10.2026

Er baut keine Autos, doch ohne ihn hätten BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz ein gewaltiges Problem. Der chinesische Milliardär Robin Zeng...