Marktbericht
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Die derzeitige Situation von Immobilienfonds - ein Faktencheck!

Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit unserem Partner WeltSparen: Die Pandemie stellt Anlage-Produkte vor neue Herausforderungen, die Renditen dürften weltweit sinken. Warum Immobilienfonds derzeit vergleichsweise gut dastehen, erklärt dieser Beitrag.
29.07.2020 12:22
Aktualisiert: 29.07.2020 12:22
Lesezeit: 2 min
Die derzeitige Situation von Immobilienfonds - ein Faktencheck!
Hotels, Einkaufszentren und Bürokomplexe in guten Lagen zählen zu den bevorzugten Kaufobjekten von Immobilienfonds. (Foto:Leonhard Niederwimmer/Pixabay)

Was sind Immobilienfonds?

Immobilienfonds sind eine Alternative dazu, selbst eine Immobilie zu kaufen bzw. zu finanzieren. Wer in Immobilien investieren möchte, allerdings die mit einem Immobilienerwerb verbundene Verantwortung scheut, kann sein Geld in Immobilienfonds anlegen. Derartige Fonds investieren den Großteil ihres Kapitals in bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Erbbaurechte und Gewerbeimmobilien. Hotels, Einkaufszentren und Bürokomplexe in guten Lagen zählen daher zu den bevorzugten Kaufobjekten von Immobilienfonds. Die Fondsanteile , die der Käufer erwirbt, verbriefen allerdings keinen Anteil an den Immobilien selbst, sondern nur die Wertpapiere des Fonds.Der Fonds-Anteilsinhaber besitzt somit kein Teileigentum an einer Immobilie.

Verstärkte Kapitalrücklagen zur Stärkung der Liquidität oder eine Sicherung der Fondseinlagen waren früher unbekannt. Erst mit der Finanzkrise 2008, als es zu vorübergehenden Schließungen von Fonds mangels Liquidität kam, änderte sich dies. Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) sieht seitdem vor, dass Immobilienfonds neben ihrem Hauptgeschäft, den Immobilien, auch in staatlich abgesicherte und risikoarme Zinspapiere bzw. Anleihen investieren oder entsprechende Barreserven halten müssen. Die Finanzierung dieses toten Kapitalbestandes obliegt dem Immobilienfonds. Käufer von Fondsanteilen der Immobilienfonds sind nun gegen Insolvenzen oder Krisenereignisse abgesichert, ein Krisenszenario wie 2008 sollte sich nicht mehr wiederholen. Diese Sicherheit beruhigt den Markt. Analysten von WeltSparen zufolge sind seither keine signifikanten Rückgabebegehren der Anleger aufgetreten.

Wo sind durch die Pandemie Risiken entstanden?

Das Investment in Immobilienfonds gilt als risikoarm und ist daher vor allem etwas für konservative Anleger, die eine Alternative zum Sparbuch suchen. Zwei bis drei Prozent Rendite per annum waren die durchschnittlichen Ertragsziele derartiger Fonds, daran konnten auch finanzpolitische Maßnahmen der Europäischen Zentralbank nichts ändern. Dennoch war die Branche im Aufwind, Analysten waren zuversichtlich, dass Immobilien-Portfolios auch weiterhin solide Erträge erwirtschaften werden.

Doch nun hat die Angst vor dem Coronavirus den gesamten Globus erfasst und die durch die Politiker verordneten Lockdowns zahlreicher Volkswirtschaften heben Welthandel und Konjunktur aus den Angeln. Die Börsen auf der ganzen Welt reagierten darauf verstört, innerhalb kürzester Zeit verloren nahezu alle Anlageklassen massiv an Wert. Die Pandemie hat den mit der Digitalisierung begonnenen Strukturwandel vom Ladengeschäft und stationären Büro hin zum Onlinehandel und Home Office beschleunigt, eine sinkende Nachfrage nach gewerblichen Immobilien und ein damit einhergehendes geringeres Mietpreisniveau sind wohl die unausweichlichen Folgen dieser Entwicklung. Aber auch hier entscheidet vor allem die Lage. Renommierte Rating- und Makleragenturen gehen davon aus, dass gewerbliche Immobilien in neu erbauten Bürohäusern in Bestlagen mit ausgezeichneter Infrastruktur und Verkehrsanbindung ihre Leerstände sehr bald in den Griff bekommen werden.

In welchen Bereichen sind Chancen für Anleger in Immobilienfonds vorhanden?

Welche Fonds lohnen in Zeiten der Corona-Virus Krise? Gefragt sind derzeit Immobilien ETFs. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, bekannte Beispiele sind Vanguard Real Estate, Schwab US REIT oder ishares Mortgage Real Estate. Der Vorteil besteht darin, dass das Investment des Anlegers nicht an ein bestimmtes Immobilienprojekt gekoppelt ist, sondern beliebig gestreut werden kann. Innerhalb des Portfolios mixt man dann in der Regel Immobilienaktien mit höherem Risiko, aber dafür auch höheren Ertragschancen mit sicheren Papieren im staatlichen Bereich, die eine moderate Rendite erzielen. Dadurch wird eine Streuung des Risikos bewirkt. Ein Erfolgsbeispiel sind die sogenannten Real Estate Investment Trusts (REITs). REITs sind offene Immobilienfonds, die als Immobilien-Aktiengesellschaften an den Börsen notiert sind. Die Fonds erzielen ihre Gewinne durch die Vermietung und Verpachtung von Immobilien und Grundstücken. Kleinanleger haben dabei die Möglichkeit, sich Aktiengewinne in Form einer Dividende auszahlen zu lassen, die lediglich mit einer Abgeltungssteuer belastet wird.

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.


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