Deutschland

Sommer in Deutschland: „Hoch Detlef“ macht die Tage heiß und die Nächte feucht

Trocken, sonnig, heiß: Deutschland steht eine Hitzewelle bevor. Mancherorts gibt es nicht einmal in der Nacht Abkühlung. Und auch die Waldbrandgefahr nimmt deutlich zu.
05.08.2020 14:44
Aktualisiert: 05.08.2020 14:44
Lesezeit: 2 min
Sommer in Deutschland: „Hoch Detlef“ macht die Tage heiß und die Nächte feucht
05.08.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: Die Wasserfontäne des Stadiondbads kühlt ihre Besucher ab. (Foto: dpa) Foto: Roberto Pfeil

Nach dem wechselhaften Wetter der vergangenen Wochen bringt Hoch Detlef heißes Sommerwetter nach Deutschland. Spätestens am Freitag werden nahezu überall Höchstwerte zwischen 30 und 34 Grad erwartet, am Wochenende sind dann vereinzelt bis zu 38 Grad möglich, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Vereinzelte Wärmegewitter werden demnach erst nächste Woche erwartet.

Damit steuert Deutschland auf eine längere Hitzewelle zu, die in einigen Teilen extrem ausfallen kann. Bereits am Mittwoch wurden im Rheinland Temperaturen über 30 Grad erwartet, „und das bleibt voraussichtlich auch so bis zum 13. August“, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich der Deutschen Presse-Agentur. Dort könne es dann neun heiße Tage mit 30 Grad und mehr hintereinander geben - ohne zwischenzeitliche Abkühlung. Es sei dort sogar möglich, dass das Thermometer an sechs Tagen in Folge bis zu 35 Grad zeigt. Ähnlich heiß wird es der Vorhersage zufolge in der Rhein-Main-Region.

In einigen Ballungsgebieten wird nicht einmal in der Nacht Abkühlung erwartet. In Frankfurt und in Köln rechnen die Meteorologen von der Nacht auf Samstag bis zur Nacht auf den folgenden Freitag mit sieben Tropennächten in Folge. „Das ist wirklich ungewöhnlich lang“, so Friedrich. Von Tropennächten wird gesprochen, wenn die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken.

„Die Belastung wird extrem werden, auch weil sich die Wohnungen zum Teil sehr aufheizen“, erklärte der Wetterexperte. Bei der Hitze am Tag und der fehlenden Abkühlung in der Nacht sei es für viele Menschen schwierig, in den Schlaf zu finden und sich entsprechend zu regenerieren. Er rief dazu auf, die Hitzewarnungen des DWD in den kommenden Tagen zu beachten.

Derweil hat sich im Südosten Bayerns nach tagelangem Dauerregen die Hochwasserlage entspannt. Zwar dürften einige Pegel bis Donnerstag noch leicht steigen. Vielerorts waren aber die Scheitel am Mittwoch überschritten, wie der Hochwassernachrichtendienst mitteilte. Die Pegel an der Isar bei Landshut, an der Loisach in Oberbayern und an der Donau in Passau hatten die dritte Meldestufe erreicht. Anders als befürchtet rechneten die Experten für Passau nicht mehr mit der vierten und höchsten Meldestufe. Laut DWD bleibt es in den nächsten Tagen in Bayern trocken, sonnig und hochsommerlich warm, wenn auch mitunter nicht ganz so heiß, wie in anderen Teilen des Landes.

Wegen der anhaltenden Trockenheit steigt auch die Waldbrandgefahr. Mancherorts gilt ab Donnerstag die vierte von fünf Gefahrenstufen. In Südhessen, Berlin und Brandenburg wird am Wochenende laut dem Wetterdienst sogar die höchste Gefahrenstufe erreicht.

Erste Gewitter kann es nach Angaben von Friedrich Anfang nächster Woche im Alpenraum geben. „Ab Mitte der Woche steigt dann die Neigung zu vereinzelten Hitzegewittern, die aber nicht flächendeckend in ganz Deutschland auftreten“, sagte der Wetterexperte.

Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Trotz der Preisschwankungen von XRP haben Nutzer auf XRP-Staking-Plattformen über 9.000 US-Dollar pro Tag verdient.

Mit Blick auf das Jahr 2026 zeigen die Kursentwicklung und die Marktstruktur von XRP positive Veränderungen im Kryptowährungsmarkt....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft „Ein Albtraum für den Handel“: EU kontert Trumps Strafzoll-Drohungen
19.01.2026

Donald Trump will mit Strafzöllen Druck auf Europa ausüben – doch kann er sich dabei überhaupt einzelne EU-Staaten herauspicken?...

DWN
Finanzen
Finanzen Novo Nordisk-Aktie fällt kräftig: Was sind die Gründe – und ist das die Chance zum Einstieg?
19.01.2026

Die Novo Nordisk-Aktie startet nach einer starken Aufwärtsrally überraschend schwächer in die neue Börsenwoche. Hinter dem Rücksetzer...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Anleihemarkt in Alarmbereitschaft: Aus Sicht eines Top-Ökonoms wächst das Risiko für Investoren
19.01.2026

Ein dänischer Star-Ökonom schlägt in den USA Alarm: Die Mischung aus aggressiver Finanzpolitik, politischem Druck auf die Notenbank und...

DWN
Finanzen
Finanzen Experten an den US-Börsen: Goldpreis zu hoch – weg aus den USA, kaufen Sie diese Aktien
19.01.2026

Geopolitische Schocks, politische Unberechenbarkeit und dennoch: Die Börsen laufen weiter. Während Gold auf Rekordniveau polarisiert,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IWF sieht Deutschland 2026 stärker wachsen – Optimismus für Wirtschaft
19.01.2026

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die deutsche Wirtschaft 2026 stärker wächst als andere G7-Staaten. Damit...

DWN
Panorama
Panorama Putins Angst vor Journalisten: Der Fall eines norwegischen Mediums
19.01.2026

Fünf Journalisten im norwegischen Grenzort Kirkenes geraten ins Visier des Kreml: Russland erklärt ihr Medium zur „unerwünschten...

DWN
Politik
Politik Elektroauto-Kaufprämie: Schneider lockt mit bis zu 6.000 Euro Förderung
19.01.2026

Die Bundesregierung fördert den Kauf oder das Leasing von Elektroautos wieder mit bis zu 6.000 Euro. Umweltminister Carsten Schneider...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Start-up-Finanzierung 2025 steigt wieder – Bayern überholt Berlin
19.01.2026

Deutsche Start-ups profitieren 2025 von einem leichteren Zugang zu Investorengeldern. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY...