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Wie Deutschlands Krankenkassen von Corona profitieren - Corona-Ticker

Lesezeit: 4 min
11.08.2020 10:44  Aktualisiert: 11.08.2020 10:44
Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) haben wegen der Corona-Krise einen deutlichen Überschuss erwirtschaftet. Lesen Sie dies und mehr im heutigen Corona-Ticker, etwa warum NRW die Corona-Maßnahmen weiter verlängert.
Wie Deutschlands Krankenkassen von Corona profitieren - Corona-Ticker
Zwei Versichertenkarten der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) liegen auf einem Tisch. (Foto: dpa)
Foto: Karl-Josef Hildenbrand

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Wie Deutschlands Krankenkassen von Corona profitieren

Die Corona-Pandemie hat einem Medienbericht zufolge im ersten Halbjahr bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) zu einem deutlichen Überschuss geführt. Die AOK-Kassen erzielten demnach bis Ende Juni ein Plus von 320 Millionen Euro, nach einem Defizit von 435 Millionen im ersten Quartal, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) schreibt.

Ursache sei ein bisher noch nie dagewesener Einbruch bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen nach Beginn der Pandemie. So seien im Frühjahr praktisch alle planbaren Operationen verschoben worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Aus Angst vor einer Ansteckung hätten zudem viele Versicherte den Arzt-Besuch vermieden.

Weitere Meldungen im Corona-Ticker:

17.22 Uhr - Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) könnte nächstes Jahr eine Milliarde Dosen seines potenziellen Corona-Impfstoffs herstellen. Groß angelegte Studien zur Wirksamkeit des Impfstoffes sollen Anfang Oktober beginnen. Mit Ergebnissen werde Ende des Jahres bis Mitte 2021 gerechnet, sagte Johan Van Hoof, Leiter der Impfstoffabteilung bei der belgischen J&J-Tochterfirma Janssen.

17.04 Uhr - In Frankreich geht der Verlauf der Epidemie nach Darstellung von Ministerpräsident Jean Castex in die falsche Richtung. Die Bevölkerung werde nachlässig, sagt Castex beim Besuch eines Krankenhauses im Süden des Landes. Man werde die örtlichen Behörden aufrufen, das Tragen von Masken zu fördern. Frankreich verzeichnete von Samstag bis Montag fast 5000 neue Infektionen.

15.16 Uhr - In Berlin fordern die Kulturveranstalter rasche weitere Finanzhilfen sowie verbindliche Öffnungsperspektiven. "Ansonsten ist die gesamte private Kulturlandschaft unserer Stadt dem Untergang geweiht", heißt es in einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller, den zahlreiche Unternehmen der Branche unterzeichnet haben. "Damit stirbt ein großer, wenn nicht sogar der größte Wirtschaftszweig Berlins, der weit in alle anderen Branchen sichtbar sein wird." Die Unterzeichner dringen auf einheitliche Hygienekonzepte, um den Spielbetrieb wieder in reguläre Bahnen zu lenken. Damit soll ermöglicht werden, die Zuschauerkapazitäten ab Beginn kommenden Jahres schrittweise wieder auf 100 Prozent hochzufahren.

14.58 Uhr - In Spaniens Ballungsräumen sinken wegen der Pandemie die Mieten. Im Juli schrumpften sie um durchschnittlich 2,5 Prozent in Barcelona und 1,7 Prozent in Madrid, wie das Immobilienportal Fotocasa mitteilt. Im Gegenzug steige die Nachfrage nach Wohnungen in Dörfern mit weniger als 5.000 Einwohnern. Lockdown und Homeoffice habe den Wohnungsmarkt verändert, heißt es in einer Erklärung des Immobilienportals.

13.36 Uhr - In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche erneut kräftig gestiegen. Sie erhöhte sich 55 Prozent auf 4036, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen. In der Woche zuvor waren 2588 Fälle gemeldet worden. Damit setzt sich der deutliche Anstieg seit der Lockerung der Kontaktbeschränkungen im Juli fort.

11.59 Uhr - In China haben die Behörden das neuartige Coronavirus auf der Verpackung von tiefgefrorenen Meeresfrüchten gefunden, die aus dem Ausland importiert worden seien. Die Meeresfrüchte seien aus der Hafenstadt Dalian nach Yantai in der östlichen Provinz Shandong gekommen, teilte die Stadtverwaltung mit, ohne das Land zu nennen, aus dem die Meeresfrüchte stammen. Im Juli hatten Zollbeamte in Dalian das Virus in der Verpackung von gefrorenen Garnelen gefunden, die aus Ecuador importiert worden waren. China setzte daraufhin die Importe von drei Garnelenanbietern aus dem südamerikanischen Land aus.

11.43 Uhr - Neuseeland meldet die ersten lokalen Neuinfektion seit mehr als drei Monaten. Es handele sich um vier Fälle in einer Familie in Auckland und die erste Ansteckung in dem Land seit 102 Tagen, teilt Ministerpräsidentin Jacinda Ardern mit. Die Ansteckungsquelle sei bislang unbekannt. Am Mittwoch sollen deswegen die Kontaktbeschränkungen wieder verschärft werden. Die Menschen in Auckland sollen dann zu Hause bleiben und nicht zur Arbeit oder zur Schule gehen. Auswärtigen sei eine Reise in die Stadt vorerst verboten.

10.36 Uhr - Russland hat nach den Worten von Präsident Wladimir Putin den weltweit ersten Corona-Impfstoff zugelassen. Das Mittel, das das Moskauer Gamaleja-Institut entwickelt hatte, habe die Freigabe des Gesundheitsministerium erhalten, sagt Putin. Seine Tochter sei bereits geimpft worden. Er hoffe, dass die Massenproduktion bald gestartet werden könne. Der Impfstoff wurde nach weniger als zwei Monaten Erprobung am Menschen zugelassen.

10.11 Uhr - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat zum Ende der Sommerferien in seinem Bundesland Urlaubs-Rückkehrer aufgerufen, sich auf das Corona-Virus untersuchen zu lassen. "Den vielen Reise-Rückkehrern rufe ich zu: Lassen Sie sich zeitnah testen, insbesondere wenn sie aus Risiko-Gebieten kommen", sagt Laschet. Neue Lockerungen der Corona-Auflagen in Nordrhein-Westfalen werde es angesichts steigender Zahlen nicht geben, vielmehr würden die Corona-Verordnungen verlängert. Kritik übte Laschet auch an Plänen für ein Groß-Konzert in der Stadt Düsseldorf mit rund 13.000 Besuchern. Diese halte er für "kein gutes Signal".

04.42 Uhr - Das Robert-Koch-Institut zählt 966 Neuinfektionen, womit die Gesamtzahl auf 217.293 steigt. Vier weitere Menschen sterben hierzulande in Verbindung mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle liegt damit bei 9201.

03.19 Uhr - China meldet für Montag 44 Neuinfektionen, womit es mittlerweile 84.712 bekannte Fälle gibt. Die Zahl der Toten bleibt bei 4634.

02.53 Uhr - Die Rezession in Singapur ist im zweiten Quartal noch verheerender ausgefallen als ohnehin schon gedacht. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte um 13,2 Prozent zum Vorjahr, nachdem in einer ersten Schätzung von einem Minus von 12,6 Prozent die Rede war. Im Gesamtjahr rechnet die Regierung des Stadtstaates nun mit einem Rekord-Rückgang um fünf bis sieben Prozent.

02.13 Uhr - Mexiko meldet 5558 Neuinfektionen, damit sind es jetzt insgesamt 485.836 Fälle. 705 weitere Personen sterben in Verbindung mit dem Virus, insgesamt liegt die Zahl der Toten damit bei gut 53.000.01.33 Uhr - US-Präsident Donald Trump erwägt eigenen Angaben zufolge als Corona-Hilfe eine Absenkung der Steuer auf Kapitalgewinne und eine niedrigere Einkommenssteuer für die Mittelschicht.

01.41 Uhr - Bei einer weltweiten Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC haben 78 Prozent der Firmenchefs angegeben, Homeoffice werde sich in ihren Branchen auch nach der Corona-Krise weiter durchsetzen. Mindestens ein Teil der Änderungen in der Pandemie wird demnach von Dauer sein. PwC hat 3500 seiner Kunden aus 157 Ländern befragt.

00.57 Uhr - Die US-Regierung erwägt einem hochrangigen Mitarbeiter zufolge Maßnahmen, um mutmaßlich mit dem Coronavirus infizierte US-Bürger die Heimreise aus anderen Ländern zu untersagen. Es gebe dazu einen Entwurf für entsprechende Regelungen. Diese seien aber noch nicht final abgestimmt und könnten sich noch ändern.

00.00 Uhr - Rund 60 Prozent der Betreiber von Kneipen, Bars, Restaurants und Hotels in Deutschland sehen einem Medienbericht zufolge die Corona-Krise inzwischen als Existenzbedrohung an. Das berichtet "Bild" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA unter 7200 Gastronomen und Hoteliers. Demnach gaben 59,6 Prozent aller teilnehmenden Betriebe an, dass sie wegen Corona um ihr Überleben kämpften. Von Januar bis Juli beklagten die Betriebe laut der Umfrage im Durchschnitt Umsatzverluste von 60,1 Prozent.

 


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