Finanzen

Corona: Aktie von russischem Impfstoff-Produzenten schießt in die Höhe

Lesezeit: 1 min
12.08.2020 13:09  Aktualisiert: 12.08.2020 13:09
Die Aktie des russischen Impfstoffproduzenten Sistema verzeichnet massive Zugewinne. Sistema ist das Unternehmen, das den russischen Corona-Impfstoff produzieren soll.
Corona: Aktie von russischem Impfstoff-Produzenten schießt in die Höhe
Der Aktienkurs des Konzerns Sistema. (Grafik: London Stock Exchange)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Nachdem Russland angekündigt hat, einen Impfstoff gegen das Corona-Virus zugelassen zu haben, ist die Aktie des russischen Mischkonzerns Sistema an der Londoner Börse in die Höhe geschossen. Der russische Mischkonzern hatte erklärt, die Massenproduktion beginne bis Jahresende. Der Impfstoff wurde vom Moskauer Gamaleja-Institut entwickelt.

Am 11. August 2020 legte die Aktie um fast 17 Prozent auf 6,08 Dollar zu. Mittlerweile (Stand 12. August 2020, 12 Uhr) liegt sie bei 5,84 Dollar.

Sistema-Chef Wladimir Chirakow wörtlich: „Eine der entscheidenden Aufgaben bei der Bekämpfung der Pandemie ist die schnelle Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass unser Pharmaunternehmen in Zelenograd, das über umfangreiche Erfahrung in der Herstellung von Impfstoffen und Biotech-Arzneimitteln verfügt, an diesem Projekt beteiligt ist. Die Produktionskapazität von Binnopharm ermöglicht die Produktion von etwa 1,5 Millionen Impfstoffdosen pro Jahr. Wir planen, zusätzliche Geräte im Werk zu installieren, um das Produktionsvolumen der Impfstoffe zu erhöhen. Der Impfstoff wird in erster Linie russischen Ärzten zur Verfügung gestellt, die an vorderster Front gegen das Coronavirus kämpfen und den höchsten Risiken ausgesetzt sind. Die ersten Chargen des Impfstoffs sind fertig und werden in Kürze in die Regionen Russlands geliefert.“

Das einzigartige Merkmal dieses Impfstoffs sei eine kürzere Zeitspanne, die zum Aufbau der Immunität gegen das Virus erforderlich ist. Nach den Daten des Moskauer Gamaleja-Instituts entwickeln Patienten nach der ersten Impfung humorale und zelluläre Immunantworten, während nach der zweiten Impfung Gedächtniszellen auftreten. Die klinischen Studien mit dem Impfstoff wurden im Juni 2020 gestartet. Die Massenproduktion soll Ende 2020 beginnen.

Die Ergebnisse klinischer Studien hätten die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs bestätigt, so das Unternehmen Sistema auf seiner Webseite.


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Ausweg aus der Krise durch alternative Bezahlplattform

Das Vertrauen in die Banken und die Politik schwindet zusehends. Die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage, welche aufgrund der Covid-19...

DWN
Deutschland
Deutschland Grüne nominieren Baerbock als Kanzlerkandidatin - oberstes Ziel ist die „Klima-Neutralität“

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock soll ihre Partei als Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl führen. Baerbock wird dem Ziel, die...

DWN
Technologie
Technologie Frankreichs Militär testet Roboter im Häuserkampf

Das französische Militär hat getestet, wie sich eine Reihe von Robotern im Häuserkampf bewähren. Ein Soldat berichtet, dass eine...

DWN
Politik
Politik WHO kritisiert Corona-Impfzwang bei internationalen Reisen

Das Notfallkomitee der Weltgesundheitsorganisation spricht sich gegen verpflichtende Corona-Impfnachweise bei internationalen Reisen aus....

DWN
Finanzen
Finanzen Darum sollten Sie Ihren Nachlass rechtzeitig regeln

Niemand denkt gerne an den eigenen Tod. Und doch ereilt er uns irgendwann alle. Vor allem, wenn man selbst Kinder hat, sollte man früh...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Industrie schwimmt in Aufträgen - "Reichweitenrekord"

Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist den neunten Monat in Folge gewachsen. In der Folge ist die sogenannte "Reichweite" auf...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstand verzichtet wegen Corona auf Weiterbildung der Mitarbeiter

Vielen mittelständischen Firmen fehlt es in der Krise an Geld und Zeit für die Weiterbildung der Beschäftigten. Die Förderbank KfW...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ABN Amro zahlt halbe Milliarde Euro für Geldwäsche-Verstöße

Die niederländische Bank ABN Amro muss wegen Geldwäsche-Verstößen knapp eine halbe Milliarde Euro bezahlen. Der Skandal hat die gesamte...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Zentralbanken: Aufbruch in neue monetäre Welten

Im Windschatten der Coronakrise betritt die EZB monetäres Neuland. Rettungspakete von tausenden Milliarden Euro werden schon bald nichts...