Finanzen

Edelmetallbörse Comex erschwert Silberpreis-Spekulationen

In den vergangenen Tagen hat die US-Edelmetallbörse Comex die Sicherheitshinterlegungen für Silber-Spekulationen mehrfach erhöht.
12.08.2020 16:26
Aktualisiert: 12.08.2020 16:26
Lesezeit: 1 min
Edelmetallbörse Comex erschwert Silberpreis-Spekulationen
Hildesheim: Die Replik einer sogenannten Eierschale, eine römische Silberschale, steht in einer Vitrine im Stadtmuseum. (Foto: dpa) Foto: Hauke-Christian Dittrich

Zum Handelsschluss am heutigen Mittwoch wird die US-Edelmetallbörse Comex zum dritten Mal innerhalb von nur zwei Wochen die Sicherheitshinterlegungen für Silber-Termingeschäfte deutlich anheben.

Wie das Portal Goldreporter berichtet, tut der Comex-Betreiber CME Group dies immer dann gerne, wenn die Schwankungsanfälligkeit bei einem Handelswert stark zunimmt.

Wer an der US-Warenterminbörse mit Silber-Futures handelt, muss demnach bei Vertragsabschluss pro Standard-Kontrakt (5.000 Unzen) jetzt 14.575 US-Dollar (zuvor 12.650 US-Dollar) als hinterlegte Sicherheit nachweisen (Initial Margin). Die sogenannte Maintenance Margin (die anfällt, wenn ein Futures-Vertrag länger als ein Tag gehalten wird) wird von 11.500 US-Dollar auf 13.250 US-Dollar angehoben.

Die Erhöhungen der Sicherheitshinterlegungen führen dazu, dass Spekulationen auf Preisentwicklungen bei Edelmetallen tendenziell erschwert werden, weil sie teurer werden.

Silber – Preiseinbruch nach starkem Anstieg

Der Silberpreis war am Dienstag stark eingebrochen, nachdem er in den Tagen davor deutlich zulegen konnte. Nachdem er noch Mitte März einen Mehrjahres-Tiefstand von etwa 12,80 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) markierte, gipfelte die anschließende Rally am 7. August bei fast 30 Dollar Derzeit liegt die Notierung wieder bei etwa 25 Dollar.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Deutschland braucht einen nationalen Hitzeschutzplan: Doch wer trägt die Kosten?
21.09.2026

Sommer, Sonne, Hitze: Extrem hohe Temperaturen belasten zunehmend den Alltag vieler Menschen in Deutschland und verursachen...

DWN
Technologie
Technologie 70.000 Dollar für eine Hand: Deutschlands Chance im Roboter-Boom
21.09.2026

China lieferte im ersten Halbjahr 97 Prozent aller humanoiden Roboter weltweit aus. Warum eine Fraunhofer-Studie ausgerechnet in deren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IAB-Studie: Rüstungsindustrie kann Stellenabbau nicht auffangen
21.09.2026

Die Rüstungsindustrie wächst, doch als Auffangbecken für Beschäftigte aus kriselnden Industriezweigen taugt sie bislang kaum. Neue...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Škoda Peaq im Test: Wenn die Reichweite ihrem Namen alle Ehre macht
21.09.2026

Mit dem Škoda Peaq stellt die Marke ihr bislang größtes Elektroauto vor. Der SUV setzt auf hohe Reichweite, viel Innenraum, starke...

DWN
Finanzen
Finanzen Vonovia-Aktie unter Druck nach Berlin-Wahl – Diskussion um Enteignungen
21.09.2026

Die Berlin-Wahl setzt die Vonovia-Aktie unter Druck. Forderungen nach Enteignungen großer Wohnungskonzerne sorgen bei Anlegern für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wirtschaftsprofessor Luis Garicano: So vermeiden Sie, Ihren Job an KI zu verlieren
21.09.2026

Viele Warnungen vor KI und Massenarbeitslosigkeit klingen dramatisch. Der Ökonom Luis Garicano hält sie für übertrieben. Sein Argument:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Novo Nordisk-Aktie: Warum der Ozempic-Riese plötzlich alles ändert
21.09.2026

Novo Nordisk macht aus sich selbst „Novo“ und dreht sogar den berühmten Stier im Logo um. Doch hinter der vermeintlichen kosmetischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Euro-Banknoten: Diese Motive stehen zur Wahl – Umfrage endet
21.09.2026

Europas Bargeld soll moderner, sicherer und langlebiger werden. In einer großen Online-Umfrage entscheiden Bürger über mögliche Motive...