Frankreich: Polizei verstärkt Kontrolle der Maskenpflicht - Corona-Ticker

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 6 min
12.08.2020 15:35  Aktualisiert: 12.08.2020 15:35
Frankreich wird die Maskenpflichtkontrollen durch die Polizei ausweiten, teilte die Regierung in Paris mit. Dies und viele weitere Meldungen rund um Corona im heutigen Virus-Ticker.
Frankreich: Polizei verstärkt Kontrolle der Maskenpflicht - Corona-Ticker
Im Kampf gegen Corona gilt nun auch in Paris eine Maskenpflicht an zahlreichen öffentlichen Orten im Freien. (Foto: dpa)
Foto: Gao Jing

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Top-Meldung

Frankreich: Polizei verstärkt Kontrolle der Maskenpflicht

Frankreich wird die Maskenpflichtkontrollen durch die Polizei ausweiten, wie die Regierung am Mittwochvormittag ankündigte. "Wir sind an einem entscheidenden Punkt", sagte ein Sprecher. "Aber es sind nicht die Polizisten, vor denen man sich fürchten sollte (...) man sollte sich vor dem Virus fürchten, das lauert und ansteckt." Frankreich verzeichnete in den vergangenen Tagen einen erneuten Anstieg der Corona-Infektionen.

Weitere Meldungen:

20.30 Uhr - Nach einer Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen sagt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen Besuch an der Nordsee ab. "Bayern geht vor", schreibt Söder auf dem Kurznachrichtendienst Twitter [twitter.com] Die Reise war für Donnerstag und Freitag geplant. In Bayern dauert die Auswertung von Corona-Tests bei Reiserückkehrern deutlich länger als erwartet. Nach Angaben von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kam es zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen. Rund 44.000 Reiserückkehrer warten demnach nach Tests in Bayern noch auf das Ergebnis - darunter sollen auch 900 nachweislich positiv getestete sein.

19.56 Uhr - Die US-Seuchenzentren CDC geben 55.540 bekannte Neuinfektionen und 1244 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 5,12 Millionen Infektionen und 163.651 Tote verzeichnet.

19.48 Uhr - Türkische Experten empfehlen nach Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca, die Schulen des Landes noch mindestens einen Monat geschlossen zu lassen. Die Regierung in Ankara hatte Mitte März die ersten Schulschließungen angeordnet.

19.37 Uhr - Griechenland meldet 262 Neuinfektionen, die höchste tägliche Zahl seit dem Beginn der Pandemie. Den Daten der Gesundheitsbehörden zufolge gibt es damit 6177 bekannte Infektionen und 216 Todesfälle.

19.20 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) zieht eine Prognose zurück, wonach der Einsatz eines Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus bereits im Herbst möglich sein könnte. Eine RKI-Sprecherin bezeichnet eine zuvor auf der Homepage des Instituts veröffentlichte entsprechende Einschätzung als nicht mehr aktuell. Die Publikation sei versehentlich veröffentlicht worden und völlig veraltet. Das RKI rechnet nicht mehr damit, dass ein Impfstoff im Herbst verfügbar sein könne.

18.57 Uhr - Frankreich meldet mit 2524 bestätigten Neuinfektionen die größte tägliche Zunahme seit dem Ende des Lockdowns. Der Durchschnittswert der vergangenen sieben Tage liegt demnach inzwischen bei 1810, der höchste Wert seit dem 24. April, als die Epidemie in Frankreich voll ausgeprägt war. Insgesamt sind damit 206.696 Fälle verzeichnet.

17.13 Uhr - Großbritannien meldet 1009 Neuinfektionen und damit 313.798 Fälle insgesamt. Am Vortag waren 1148 neue Fälle verzeichnet worden.

15.00 Uhr - Die Schweiz lockert die Einschränkungen für Großveranstaltungen ein Monat später als ursprünglich geplant. Ab 1. Oktober dürfen unter strengen Auflagen wieder Anlässe mit mehr als 1000 Personen stattfinden, erklärt die Regierung. Bislang waren diese bis Ende August untersagt. Die Kantone müssen die Veranstaltungen bewilligen. Zudem weitet die Regierung die Maskentragepflicht im öffentlichen Verkehr aus. Ab 15. August sind Schutzmasken auch in Flugzeugen obligatorisch.

14.15 Uhr - Die Schweiz rechnet wegen Kosten in Zusammenhang mit der Virus-Krise im laufenden Jahr mit einem zweistelligen Milliardendefizit. Im ordentlichen Bundeshaushalt wird vor allem wegen geringer als veranschlagter Steuereinnahmen mit einem Fehlbetrag von 3,1 Milliarden Franken gerechnet, erklärt die Regierung. Für die Bewältigung der Pandemiefolgen gebe es zudem geschätzt 17,8 Milliarden Franken außerordentliche Ausgaben. 2019 gab es einen Überschuss von 3,6 Milliarden Franken.

13.35 Uhr - Angesichts der höchsten Neuinfektionszahlen seit drei Monaten warnt die Bundesregierung vor einer neue Dynamik. Wenn jetzt nicht alle wachsam seien, könne die Entwicklung eine neue Dynamik erreichen, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Man müsse trotz einer gewissen Ermüdung bei den Abstands- und Hygiene-Regeln weiter wachsam sein.

12.40 Uhr - Der diesjährige Paris-Marathon ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Man habe zwar alles versucht, um an der Veranstaltung festzuhalten, müsse aber letztlich doch darauf verzichten, teilen die Organisatoren mit. Der Marathon sollte ursprünglich am 5. April stattfinden, war aber dann wegen der Pandemie auf den 15. November verschoben worden. Auch andere bekannte Marathons wie in Berlin wurden bereits abgesagt.

12.30 Uhr - China hat Vorwürfe von US-Gesundheitsminister Alex Azar zum Umgang mit der Pandemie gekontert. Das Coronavirus sei in den Vereinigten Staaten "außer Kontrolle" geraten, und die Schuld dafür liege bei Azar, sagt ein Sprecher des Außenministeriums. "Er hat Millionen Amerikaner ignoriert, die unter dem Virus leiden, und ist nach Taiwan gereist, um eine politische Show zu veranstalten." Sein Verhalten zeige, dass für US-Politiker das Leben der Amerikaner weniger wert sei als ihre egoistischen politischen Interessen. Azar hatte China bei einem Besuch in Taiwan erneut eine Vertuschungstaktik vorgeworfen und gesagt, ein solcher Virus-Ausbruch wäre in Taiwan oder den USA leicht eingedämmt worden. Azar ist der ranghöchste US-Vertreter, der Taiwan in den vergangenen vier Jahrzehnten besucht hat, das von China als abtrünniger Teil der Volksrepublik angesehen wird.

11.50 Uhr - Die Corona-Testzentren an deutschen Airports haben sich bewährt, erklärt der Flughafenverband ADV. "Ankommenden Reisenden wurden die Tests schnell und unkompliziert ermöglicht. In der Regel kam es zu keinen langen Wartezeiten." Die Flughäfen und die vor Ort verantwortlichen Gesundheitsbehörden hätten gut zusammengearbeitet, betont ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Derzeit seien an 20 Flughafenstandorten Testzentren in Betrieb - meist außerhalb der Terminals oder auf dem Vorfeld, um Gedränge zu vermeiden. Seit dem Wochenende müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten auf das neuartige Coronavirus testen lassen.

11.36 Uhr - Neuseelands Notenbank lockert ihre Geldpolitik. Zuvor hatte die Regierung neue Lockdown-Schritte angesichts der ersten Coronafälle seit mehr als drei Monaten eingeleitet. Die Währungshüter erklärten, sie seien nötigenfalls zu weiterer Unterstützung bereit. Dazu könnten auch Negativzinsen gehören. Die Regierung hatte ihre Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus verschärft, nachdem bei vier Mitgliedern einer Familie das Virus nachgewiesen wurde.

11.20 Uhr - Armenien verlängert den Corona-Ausnahmezustand trotz sinkender Neuinfektionen bis zum 11. September. Die Regierung rief zudem die Bevölkerung auf, sich weiterhin an die Maskenpflicht zu halten. Schulen sollen ab dem 15. September wieder öffnen können. Den Unternehmen wurde bereits Anfang Mai erlaubt, den Betrieb wieder aufzunehmen, um einen Kollaps der Wirtschaft zu vermeiden. Armenien ist das im Süd-Kaukasus am schwersten von der Virus-Pandemie betroffene Land. Es hat bei knapp drei Millionen Einwohnern bisher 40.794 Infektionen und 806 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ging auf 200 zurück nach Höchstzahlen von 400 bis 500 im Juli.

09.36 Uhr - Die belgische Hauptstadt Brüssel mit ihren rund 1,2 Millionen Einwohnern verhängt eine Maskenpflicht für den gesamten öffentlichen Raum. Alle Menschen müssten ab sofort etwa in Parks und auf der Straße, aber auch in privaten Räumen, die für die Öffentlichkeit zugänglich seien, Mund und Nase bedecken, teilen die Behörden mit. Bislang war dies nur auf viel besuchten öffentlichen Plätzen und in geschlossenen Gebäuden wie etwa Supermärkten vorgeschrieben. Brüssel gehört damit zu den Hauptstädten in Europa mit den strengsten Corona-Regeln. Die Zahl der Corona-Infizierten in Brüssel war zuletzt wieder angestiegen. Gemessen an der Zahl der Einwohner hat das Land eine der höchsten Todesraten im Zusammenhang mit Covid-19 weltweit. Ausgenommen von der neuen Maskenpflicht sind Kinder im Alter von unter zwölf Jahren und Sporttreibende.

09.35 Uhr - Die Zahl der Virus-Infektionen in Russland steigt nach Angaben der Behörden um 5102 auf 902.701. Dies ist die vierthöchste Gesamtzahl weltweit. Die Zahl der Toten legt um 129 auf 15.260 zu.

09.22 Uhr - Die asiatischen Qualifikationsspiele für die Fußball-WM 2022 in Katar werden in das nächste Jahr hinein verschoben. Gleiches gelte für die Qualifikation zum Asien-Cup, teilen der Weltfußballverband Fifa und der asiatische Fußballverband mit. Eigentlich sollten die Spiele im Oktober und November dieses Jahres ausgetragen werden.

08.11 Uhr - Die Behörden in der chinesischen Provinz Hubei haben nach eigenen Angaben eine Person positiv auf Covid-19 getestet, die vor Monaten nach einer Infektion als geheilt gegolten hatte. Die 68-Jährige sei nun in Quarantäne. Tests hätten gezeigt, dass alle ihre Kontaktpersonen nicht infiziert seien. In Wuhan, der Hauptstadt der Provinz, war das neuartige Coronavirus Ende 2019 erstmals nachgewiesen worden.

07.44 Uhr - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bezeichnet den verstärkten Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen als besorgniserregend. Mit den derzeitigen Ansteckungszahlen könne das Gesundheitswesen zwar noch gut umgehen, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Der Anstieg könne aber eine Dynamik entfalten. Denn es gebe inzwischen viele kleinere und größere Ausbrüche im ganzen Land, bei denen die Ansteckungen nicht mehr so einfach nachzuverfolgen seien. Deswegen wäre es gut, wenn es jetzt zumindest eine Stabilisierung in dieser Größenordnung gebe.

04.55 Uhr - In Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1226 auf 218.519. Die Zahl der Toten legt um sechs auf 9207 zu.

03.56 Uhr - Die Zahl der Corona-Toten in Argentinien überspringt nach Angaben der Regierung die Marke von 5000. Insgesamt seien 5004 Menschen im Zusammenhang mit einer Virus-Erkrankung gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen sei um 7043 auf 260.911 gestiegen.

01.27 Uhr - Der australische Bundesstaat Victoria meldet 21 neue Todesfälle und 410 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Noch nie starben in dem Bundesstaat mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl des Landes so viele Menschen innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit Corona.

00.15 Uhr - Das Coronavirus ist laut einer Datenauswertung der Nachrichtenagentur Reuters weltweit inzwischen bei mehr als 20,19 Millionen Menschen nachgewiesen. 736.577​ Menschen starben demnach.

00.05 Uhr - Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump eine Vereinbarung mit dem Biotechkonzern Moderna zum Erwerb von 100 Millionen Dosen eines potenziellen Corona-Impfstoffs geschlossen. Das teilt er in Washington auf einer Pressekonferenz mit. Bei Modernas Impfstoffkandidat läuft eine entscheidende Wirksamkeitsstudie der Phase III mit 30.000 Teilnehmern. Getestet wird in 30 US-Bundesstaaten. Die US-Regierung unterstützt das Projekt finanziell.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektromobilität: In jedem Wandel stecken Chancen

Emissionen verringern, Kosten sparen und Imagegewinne erzielen – die Gründe für Unternehmen, in der Flotte auf Fahrzeuge mit...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona: Lufthansa legt 50 weitere Flugzeuge still

Die Flotte soll statt um 100 nun sogar um 150 Flugzeuge schrumpfen. Dadurch sind nun erneut noch mehr Arbeitsplätze in Frage gestellt.

DWN
Finanzen
Finanzen Geldwäsche-Berichte lassen Aktien von Deutscher Bank & Co einbrechen

Medienberichte über Geldwäsche bei mehreren internationalen Großbanken setzen der Deutschen Bank zu. Die Banken sollen in den...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft USA: Hälfte aller Restaurants und Geschäfte wird den Lockdown nicht überstehen

Daten des Internetportals Yelp werfen ein Schlaglicht auf die vom Corona-Ausnahmezustand verursachte Verwüstung im US-Einzelhandel.

DWN
Politik
Politik Großbritannien: Verstoß gegen Quarantäne kann bis zu 10.000 Pfund kosten

Wer als Corona-Infizierter in Großbritannien gegen die Quarantäne verstoßen sollte, muss künftig ein Bußgeld zwischen umgerechnet...

DWN
Politik
Politik EU verhängt Sanktionen wegen Verstößen gegen Libyen-Embargo

Die EU erhöht den Druck auf Länder, die sich in den Libyen-Konflikt einmischen. Jetzt gibt es erste Sanktionen gegen Unternehmen und...

DWN
Politik
Politik Ölpreise: Libyen will Ölproduktion aufnehmen, US-Produzenten werden von Sturm gestört

Die Ölpreise sind aufgrund der Ankündigung, dass Libyen die Ölproduktion wieder aufnehmen will, gesunken. Währenddessen haben...

DWN
Marktbericht
Marktbericht Deutscher Elite-Index sucht in laufender Woche nach seiner Richtung

Das deutsche Leitbarometer hat die vergangene Woche mit Verlusten abgeschlossen. Wie die weitere Entwicklung in der laufenden Woche...

DWN
Finanzen
Finanzen Prognose: Corona wird europäische Anleihen attraktiver machen als US-Anleihen

Einer Prognose zufolge werden sich Anleger vor allem an europäischen Staatsanleihen - und nicht an US-Anleihen - orientieren. Dafür gibt...

DWN
Finanzen
Finanzen Auch Deutsche Bank beteiligt? Großbanken sollen fast drei Billionen Euro gewaschen haben

Die Deutsche Bank, JP Morgan und drei weitere Banken sollen 2,7 Billionen US-Dollar an „schmutzigen Geldern“ verschoben haben.

DWN
Deutschland
Deutschland Söder droht mit Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in München in Aussicht gestellt, auf denen die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Schweden schnürt Konjunkturpaket in Rekordhöhe

Die schwedische Regierung plant Steuersenkungen und Mehrausgaben in Höhe von insgesamt rund 10 Milliarden Euro, auch wenn das Land...

DWN
Politik
Politik Kaukasus 2020: Russland startet größtes Militärmanöver des Jahres

Russland hat im Kaukasus sein größtes Militärmanöver in diesem Jahr begonnen. Es beteiligen sich Soldaten aus China, Pakistan, Belarus,...

DWN
Politik
Politik Die Abenteuer des Monsieur Macron, oder: Wie Frankreich sich einen neuen Napoleon wünschte - aber einen Don Quijote bekam

Emmanuel Macron war angetreten, Frankreich aus seiner lähmenden Erstarrung zu befreien. Doch daraus ist nichts geworden, wie DWN-Kolumnist...

DWN
Politik
Politik Deutschland hat bereits eine Reichensteuer: Sie beträgt 500 Milliarden Euro im Jahr

DWN-Kolumnist Christian Kreiß zeigt auf, wie der Neoliberalismus unsere Demokratie aushöhlt - und wir alle dabei mitmachen müssen. Ob...

celtra_fin_Interscroller