Marktbericht

Der tägliche DWN-Börsenreport: DAX dreht zum Wochenstart doch noch ins Minus - Anleger warten nun auf wichtige Konjunkturdaten

Positiv gestartet, um dann doch noch schwach zu enden: Das war die Performance des deutschen Elitebarometers am Montag. Heute gibt es ein regelrechtes Gewitter an Konjunkturdaten - beispielsweise die Arbeitslosenzahlen für den August.
01.09.2020 09:21
Aktualisiert: 01.09.2020 09:21
Lesezeit: 2 min
Der tägliche DWN-Börsenreport: DAX dreht zum Wochenstart doch noch ins Minus - Anleger warten nun auf wichtige Konjunkturdaten
Am ersten Handelstag gab es letztlich doch noch Verluste. (Foto: dpa)

Der Dax ist gegen Handelsschluss doch noch um 0,7 Prozent auf 12.945 Punkte gefallen und somit unter die Marke von 13.000 gerutscht. Im Mittelpunkt der Anleger standen zunächst die Autowerte, die ebenso positiv begannen, dann aber doch noch in die Verlustzone fielen - ebenso wie der ganze Markt. BWM war eine Aktie aus der Branche, die sich steigern konnte.

Der bayerische Autobauer, der aufgrund der Pandemie bis Ende Juni hohe Verluste erwirtschaftet hat, verzeichnete eine Steigerung von 0,9 Prozent auf 60,15 Euro und erklomm damit den ersten Platz unter den Gewinnern. Die Fachzeitung „Automobilwoche“ hat berichtet, dass der bayerische Autobauer in Deutschland seine großen Verbrenner-Motoren aus dem Programm nimmt und sich auf diese Weise die Kosten für die Anpassung an die neue EU-Abgasnorm spart.

Publikation: BMW nimmt Verbrennungsmotoren aus dem Programm

Der bisherige V12-Top-Benziner mit 585 PS und der Top-Diesel 50d mit 400 PS und vier Turboladern werden im laufenden Jahr nicht mehr angeboten. Denn deren Verkauf sei hierzulande nicht mehr rentabel gewesen, erklärte ein Sprecher von BMW. Außerhalb Europas würden die Motoren aber weiterhin in den Verkauf gebracht, unterstrich er.

Der Wolfsburger Autobauer profitierte von der Veröffentlichung einer neuen Studie der internationalen Beratung McKinsey über die E-Mobilität. Die Analysten rechnen damit, dass VW und die anderen deutschen Hersteller, die auf die alternativen Antriebsformen setzen, bei den Stückzahlen bis 2024 weltweit ihren Marktanteil steigern. Die Fachleute gehen davon aus, dass sie in vier Jahren 29 Prozent kontrollieren. Bisher sind es 18 Prozent. Bereits im kommenden Jahr könnten sich Stückzahlen der Deutschen auf 1,7 Millionen erhöhen, womit sie an der chinesischen Konkurrenz vorbeiziehen würden.

Darüber hinaus bekamen die Autowerte von einem positiven Kommentar Rückenwind. Das US-Analyse-Haus JPMorgan rechnet damit, dass die Absatzentwicklung der Hersteller im August nicht ihren Schwung verloren hat.

Regelrechtes Gewitter von makroökonomischen Daten

Heute am Dienstag steht den Investoren die Veröffentlichung einer ganzen Reihe von makroökonomischen Daten bevor. In der Nacht vom Montag zum Dienstag MEZ haben die Chinesen ihren Index CAIXIN publiziert. Dieser ist im August auf den höchsten Wert seit Anfang 2011 gestiegen.

Auch in der EU spielt die Präsentation eines Indexes eine wichtige Rolle. Hier geht es um das Barometer für den Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe. Der Wert lag im August bei 51,7 und hat damit die Prognosen getroffen. Dies ist ein Prozentpunkt weniger als beim letzten Mal.

Zudem stellt das Bundesarbeitsministerium die aktuellen Zahlen für den Arbeitsmarkt im August vor. Sie ist liegt ersten Informationen zufolge bei 6,4 Prozent und trifft damit genau die Prognosen. Die Regierung stellt die konkreten Daten um 10.30 Uhr per Live-Stream vor.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Erholung bei Chip-Aktien stützt Nasdaq – Anleger warten auf Midterm-Ergebnisse
03.11.2026

Blick auf die Wall Street: Welche Dynamiken jetzt bei Tech-Riesen und Leitindizes die Richtung vorgeben.

DWN
Finanzen
Finanzen 21 Millionen Rentner: Gesetzliche Rente steigt 2027 um mehr als vier Prozent?
03.11.2026

Eine Erhöhung von mehr als vier Prozent steht voraussichtlich für Deutschlands Rentner an. Von 2028 an müssen sich Arbeitnehmer und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schaeffler-Aktie rutscht ab: Werke und Jobs werden Opfer der Sparmaßnahmen
03.11.2026

Die Krise in der deutschen Industrie setzt sich fort: Der fränkische Autozulieferer Schaeffler will vier deutsche Standorte schließen und...

DWN
Politik
Politik Analyse: Trumps Korruption und Kleptokratie haben ihn eingeholt
03.11.2026

Kurz vor den Zwischenwahlen rückt ein Thema überraschend an die Spitze der Sorgen amerikanischer Wähler: Korruption. Donald Trumps...

DWN
Finanzen
Finanzen Nationale Reserven: Goldkäufe der Notenbanken steigen deutlich
03.11.2026

Notenbanken haben ihre Goldkäufe im dritten Quartal deutlich ausgeweitet, während Anleger weniger Barren und Münzen kauften. Welche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lebensmittelhersteller Völpel insolvent: Hohe Energiekosten belasten Familienunternehmen
03.11.2026

Die Völpel GmbH aus Königsmoos in Bayern ist auf die Herstellung von Trockenkräutern, Tees, Trockengemüse und Kräutersalz...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger US-Diplomat: Trumps Regierung wird von persönlichen Interessen angetrieben
03.11.2026

Der frühere US-Diplomat George Kent erwartet auch nach den Zwischenwahlen keinen Kurswechsel von Donald Trump. Er wirft der Regierung vor,...

DWN
Technologie
Technologie Energiefresser Rechenzentren: KI-Boom lässt Strombedarf drastisch steigen
03.11.2026

Schon 2026 verbrauchen deutsche Rechenzentren so viel Strom wie rund 6,5 Millionen Haushalte. Bis 2035 könnte der Bedarf nochmals stark...