Marktbericht

Schwergewichte drücken DAX mit Minus ins Wochenende - heute Deutsche Bank wegen Steuer-Streit vor weiteren Verhandlungen

Die Woche verlief an den Börsen ziemlich unruhig. Schließlich beendete das deutsche Elite-Barometer den Freitag im Minus. Heute warten die Anleger auf wichtige Daten aus Russland.
07.09.2020 08:02
Aktualisiert: 07.09.2020 08:02
Lesezeit: 1 min
Schwergewichte drücken DAX mit Minus ins Wochenende - heute Deutsche Bank wegen Steuer-Streit vor weiteren Verhandlungen
Der Dax geht unverändert in die neue Woche: Am vergangenen Donnerstag stand eine Aktualisierung der Index-Zusammensetzung an. Doch wurde entschieden, dass keine Neulinge aufgenommen werden.

Der Dax hat am Freitag seine unruhige Woche mit Verlusten von 1,7 Prozent auf 12.843 Punkten beendet. Ebenso negativ schlossen die US-Börsen: So hat der Dow Jones Industrial 0,6 Prozent auf 28.133 Zähler verloren. Und der Technologie-Index Nasdaq hat 1,3 Prozent auf 11.313 Punkte eingebüßt.

Ein wichtiger Grund für die Entwicklung des Index waren die beiden Schwergewichte SAP und Linde, die auf der Liste der Papiere, die die größte Marktkapitalisierung aufweisen, auf den ersten beiden Plätzen liegen. SAP büßte 3,9 Prozent auf 131,92 Euro ein, während Linde 2,4 Prozent auf 207,40 Euro verlor.

Einige wenige Werte sorgten dafür, dass sich die Verluste des Dax noch in Grenzen hielten. Dazu gehörten die Titel der Deutschen Bank, die sich sogar an die Spitze der Tagesgewinner gesetzt haben: Die Aktie gewann 3,2 Prozent auf 8,14 Euro. Presseberichten zufolge ist das Geldinstitut aus dem Bieterwettbewerb um die Wirecard Bank ausgestiegen sei. Eine Übernahme soll an den unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert sein. Die andere Mitbieter Solarisbank und Heidelplay seien jedoch weiter an einem Zukauf interessiert, heißt es.

Russen veröffentlichen Autoabsatz für den August

Doch könnte es heute für die Deutsche Bank unangenehm werden: Die Privatbank M.M. Warburg hat ihre Klage gegen die Deutsche Bank wegen „Cum-ex-Geschäften“ fast vervierfacht, wie vor einem für Montag angesetzten Verhandlungstermin bekannt geworden ist. Das berichtet der Fachdienst „Bloomberg“. Den Angaben zufolge verlangt die Privatbank jetzt 166 Millionen Euro. Dabei geht es um Steuer-Rückzahlungen.

Darüber hinaus gibt es am Montag wichtige Nachrichten für diejenigen Anleger, die sich für Russland interessieren: So wird hier um die Mittagszeit der Autoabsatz für den August veröffentlicht. Die Verkaufszahlen hatten sich bereits im Vormonat nach den Einbrüchen durch die Pandemie wieder erholt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin: Unbekannter vernichtet Vermögen im Millionenwert
29.05.2026

Ein Unbekannter schickt 107 Bitcoin an eine Adresse, von der es keinen Rückweg gibt. Knapp sieben Millionen Euro sind damit praktisch aus...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Eternal.ag: Kölner Start-up automatisiert die Tomatenernte
29.05.2026

Acht Millionen Euro, ein gescheitertes Vorgängerunternehmen und ein klares Ziel: Renji John will beweisen, dass autonome Roboter den...

DWN
Politik
Politik NATO-Truppenabzug: Europas Sicherheit wird zur Kostenfrage
29.05.2026

Amerika will weniger Kampfjets, Drohnen und Kriegsschiffe für Europa bereithalten. Was wie eine technische NATO-Planung klingt, ist ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VW-Aktie: Nach Whistleblower-Hinweisen – Justiz weist Benachteiligungsklage gegen Volkswagen ab
29.05.2026

Herber Rückschlag für zwei ehemalige VW-Mitarbeiter im Millionenpoker mit ihrem Ex-Arbeitgeber: Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen...

DWN
Politik
Politik Machtwort aus der Regierungszentrale: Kanzleramt bügelt Merz-Debatte ab
29.05.2026

Das Kanzleramt versucht, die aufkommenden Spekulationen über die Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Keim zu ersticken....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gegen den Kurs der Regierung: Mehrheit der Beschäftigten will weniger arbeiten
29.05.2026

Breitseite gegen die schwarz-roten Wirtschaftsreformen: Eine neue DGB-Umfrage zeigt, dass sich 53 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trotz Energie-Schock: Teuerungswelle in Deutschland flaut im Mai ab
29.05.2026

Die deutsche Wirtschaft stemmt sich gegen die Krisenfolgen: Trotz der durch den Iran-Krieg sprunghaft gestiegenen Kosten für...

DWN
Panorama
Panorama Olympia-Votum an der Elbe: Zitterpartie vor dem wegweisenden Referendum
29.05.2026

Droht Hamburg ein bitteres Olympia-Déjà-vu? Am Sonntag stimmen die Bürgerinnen und Bürger darüber ab, ob sich die Nord-Metropole für...