Marktbericht

Neue Corona-Angst lässt deutschen Elite-Index einbrechen - heute Konjunkturdaten

Dass die laufende Woche nicht einfach werden würde, war den Börsianern schon klar. Dass es aber so schlecht kommen würde, hat dann aber doch niemand erwartet. Der Dax brach unter anderem wegen der Angst vor einem neuen Lockdown in Großbritannien ein.
22.09.2020 08:38
Aktualisiert: 22.09.2020 08:38
Lesezeit: 1 min
Neue Corona-Angst lässt deutschen Elite-Index einbrechen - heute Konjunkturdaten
Die deutschen Börsen sind gestern massiv gefallen. (Foto: dpa)

Sogar noch wesentlich schlechter als angenommen: So hat sich der Dax am ersten Handelstag in der Woche entwickelt, der mit einem Minus von 4,4 Prozent auf 12.524 Punkten seine Sitzung beendete. Der Grund: Die Angst vor einem erneuten starken Ausbreitung der Corona-Pandemie machte an den Handelsplätzen wieder die Runde.

Die Zahl der Neuinfektionen war in Deutschland am Freitag auf einen Höchstand seit etwa fünf Monaten gestiegen. Großbritannien erwägt derzeit sogar wieder einen Lockdown. Die Aktionäre befürchten katastrophale Auswirkungen auf die britsche Gesamtwirtschaft, die zu denjenigen gehört, die sowieso schon einen riesigen Schaden durch die Pandemie davongetragen haben. So hatte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Vereinigten Königreiches im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um mehr als ein Fünftel verringert.

So gab es im Dax nur Verlierer: Die Deutsche Bank lag mit einem Verlust von 8,8 Prozent auf sieben Euro an der Spitze der Tagesverlierer. Dann folgte MTU mit einem Minus von acht Prozent auf 141,95 Euro. HeidelbergCement verlor 7,9 Prozent auf 49,76 Euro und landete auf dem dritten Platz der Liste.

Heute Konjunkturdaten aus Übersee

Nachmittags werden in den USA einige Konjunkturdaten veröffentlicht. Dazu gehört um 14.55 Uhr MEZ der Redbook Index. Für das Jahr geht man von einem Minus von 1,2 Prozent aus. Für den Monat liegen die Erwartungen bei 1,6 Prozent. Dann folgt um 18 Uhr MEZ der Richmond Fed Produktinsindex. Das Niveau soll den Prognosen zufolge bei 18 Punkten liegen. Schließlich werden Zahlen über die Verkäufe bestehender Häuser publiziert. Auch wird es heute Daten über die Eurozone geben. Die Anleger warten um 16 Uhr auf den Index für das Verbrauchervertrauen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold erlebt ein Comeback: Wie das MTS Money Transfer System Sicherheit und digitale Freiheit verbindet

Steigende Staatsverschuldung, Inflation und geopolitische Spannungen stärken die Bedeutung von Gold als Vermögenswert. Das MTS Money...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn Paris brennt, denkt man an Anlageratschläge, Straßen und Blut
30.10.2026

Kann ein brennendes Paris gute Nachrichten für Anleger bedeuten? Auf den ersten Blick klingt diese Frage zynisch. Doch an den...

DWN
Finanzen
Finanzen Tankrabatt dämpft Inflation - aber noch keine Entwarnung
30.10.2026

Mit dem erneuten Tankrabatt ist die Inflationsrate in Deutschland deutlich gesunken. Doch eine Trendwende sehen Volkswirte nicht.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Das ist Russlands neuer Albtraum
30.10.2026

Das deutsche Verteidigungsunternehmen Helsing bringt zwei neue Luftabwehrraketen und ein KI-gestütztes Abwehrsystem auf den Markt. Ziel...

DWN
Politik
Politik DWN-Podcast Folge 49: Die Woche im Rückblick – KW 44
30.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Finanzen
Finanzen Silberpreis fällt zum Monatsende deutlich: Warum selbst ein Angebotsdefizit den Kurs nicht stützt
30.10.2026

Der Silberpreis steht zum Monatsende erneut unter Druck. Am Freitagmorgen rutschte der Kurs des Edelmetalls zeitweise nur rund 50,65...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Warum der Körper im Urlaub schlappmacht
30.10.2026

Der letzte Arbeitstag ist geschafft, der Urlaub beginnt – und plötzlich kommen Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Infekte. Warum der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi rutscht fast in die roten Zahlen - Audi-Chef weiter unter Druck
30.10.2026

Die Krise trifft Autobauer Audi immer härter. Im dritten Quartal fahren die Ingolstädter nur noch einen vergleichsweise winzigen Gewinn...

DWN
Politik
Politik Elterngeld vor Reform: Mindest- und Höchstsatz sollen erstmals steigen
30.10.2026

Das Bundesfamilienministerium hat die Elterngeldreform trotz Sparziele neu zugeschnitten: Mindest- und Höchstsatz sollen erstmals seit...