Marktbericht

DAX stemmt sich gegen Verluste vom Vortag - heute regelrechtes Gewitter von Konjunkturdaten

Das deutsche Elite-Barometer hat sich am zweiten Handelstag nach den Einbrüchen vom Vortag wieder fester gezeigt. Heute werden zahlreiche Indizes aus den Produktions- und Dienstleistungsunternehmen präsentiert.
23.09.2020 08:23
Aktualisiert: 23.09.2020 08:23
Lesezeit: 2 min
DAX stemmt sich gegen Verluste vom Vortag - heute regelrechtes Gewitter von Konjunkturdaten
Die deutschen Märkten zeigen sich wieder fester.

Der Dax hat am Dienstag seine Sitzung mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 12.594 Punkten beendet. Damit stemmte sich das deutsche Leitbarometer gegen die Verluste vom Vortag. Diese waren durch die Befürchtungen der Anleger zustande gekommen, die Corona-Pandemie könnte erneut verstärkt auftreten. Ebenso gab es am zweiten Handelstag einen leichten Rückenwind von den US-Börsen, die auch mit Gewinnen aus dem Handel gingen.

Im Dax gab es überwiegend Gewinner: Dazu zählte Delivery Hero mit 4,5 Prozent auf 93,70 Euro und die Deutsche Börse mit 2,1 Prozent auf 150,35 Euro. Auf dem dritten Platz lag Fresenius Medical Care mit ebenso 2,1 Prozent auf 71,10 Euro.

Heute warten die Anleger auf eine ganze Reihe von Konjunkturdaten. Den Anfang macht Frankreich, das gleich um 9.15 Uhr Einkaufsmanager-Indizes für die Dienstleistungen und das verarbeitende Gewerbe publiziert. Die Erwartungen liegen für den August bei 51,5 beziehungsweise 50,5 Punkten. Die vorherigen Werte lagen bei 51,5 und 49,8 Zählern. Schließlich präsentieren sie den Markit PMI Gesamtindex, der die Stimmung unter Managern von Produktions- und Dienstleistungsfirmen abbildet. Die Experten gehen von 51,9 aus. Beim letzten Mal lag das Niveau bei 51,6 Zählern.

Dann folgen um 9.30 Uhr die Deutschen. Beim Einkaufsmanager-Index Dienstleistungen gehen sie für den August von 52,9 Punkten aus. Bei der vorherigen Messung wurde ein Wert von 52,5 Zählern erreicht. Beim verarbeitenden Gewerbe rechnen die Experten mit 52,5, während es zuvor noch ein Niveau von 52,2 gegeben hatte. Der Markit PMI Gesamtindex dürfte wohl bei 54,2 liegen. Zuvor waren 54,4 notiert worden.

Um 10.00 Uhr folgt die Eurozone: Der Markit-Produktionsindex für den August soll den Prognosen zufolge bei 52 Zählern liegen. Im Vormonat betrug das Niveau 51,9 Punkte. Bei den Dienstleistungen soll das Niveau bei 50,9 Punkten gewesen sein. Im Juli war es noch bei 50,5 gewesen. Der Markit Composite PMI wird den Erwartungen zufolge bei 51,1 Punkten gelegen haben. Vier Wochen zuvor hatte es noch einen Wert von 51,7 Zählern gegeben.

Darüber hinaus veröffentlichen die Briten um 10.30 Uhr ihre Daten für den achten Monat: Bei den Produktionsunternehmen soll der Index bei 53,8 Zählern gelegen haben, glauben die Experten. Im Juli hatte das Niveau noch 54,1 Punkte betragen. Bei den Dienstleistungen lag das Niveau den Prognosen zufolge bei 55,1 Zählern. Im Vormonat war es bei 56. Der Markit Composite PMI wird wohl einen Wert von 54,9 aufgewiesen haben. Im Juli betrug er 56,3.

Zum Schluss kommen um 15.45 Uhr MEZ die US-Amerikaner. Der Produktionsindex wird wahrscheinlich im August 53 Punkte betragen haben. Im Juli war er bei 53,1 Zählern. Bei den Dienstleistungen war das Niveau bei 54,1 Punkten. Vier Wochen zuvor hatte es 54,7 betragen. Der Markit Composite PMI wird wohl 53 Zähler gehabt haben, glauben die Fachleute. Im Juli war er bei 54,6 gewesen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Spieler verfolgen lokale Nachrichten, um Streaming-Schnäppchen zu finden

Die Suche nach den besten Streaming-Angeboten über bekannte Marken und Pop-up-Anzeigen läuft für Spieler selten so, wie sie es sich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Tsunami setzt Kapitalfonds unter Druck und macht IT-Firmen unverkäuflich
20.05.2026

Der KI-Tsunami trifft Kapitalfonds ausgerechnet dort, wo sie jahrelang besonders teuer eingekauft haben. Viele IT- und Softwarefirmen...

DWN
Finanzen
Finanzen Nvidia-Aktie: Prognose bei Nvidia-Quartalszahlen entscheidend – KI-Boom auf dem Prüfstand
20.05.2026

Die nächsten Nvidia-Quartalszahlen dürften richtungsweisend für die gesamte KI-Branche werden. Nach der jüngsten Kursrally der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stihl kämpft mit Flaute und setzt auf Akku-Geräte
20.05.2026

Motorsägen, Heckenscheren und Akku-Technik: Stihl setzt konsequent auf den Wandel im Gartengeräte-Markt. Während die Nachfrage nach...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs vor Nvidia-Zahlen: Anleger zwischen Hoffnung und Nervosität
20.05.2026

Zwischen KI-Euphorie, Rüstungsboom und kritischen Analystenurteilen bleibt die Stimmung an den Märkten angespannt. Anleger blicken...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Geopolitik in der Unternehmensstrategie: Wie Firmen ihre Resilienz stärken
20.05.2026

Die geopolitische Lage rückt Lieferketten, Rohstoffe und Märkte stärker ins Zentrum unternehmerischer Entscheidungen. Wie können Firmen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Eurozone: Inflation schnellt wegen Iran-Kriegs auf 3,0 Prozent hoch
20.05.2026

Steigende Ölpreise infolge des Iran-Krieges sorgen in der Eurozone für neuen Inflationsdruck. Verbraucher müssen erneut tiefer in die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Banken bekommen Konkurrenz: JPMorgan Chase startet Angriff auf deutsche Sparer
20.05.2026

Deutschlands Bankenbranche bekommt prominente Konkurrenz aus den USA. JPMorgan Chase Deutschland startet im lukrativen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Neue Risiken für die Wirtschaft? Erzeugerpreise in Deutschland steigen so stark wie seit 2023 nicht
20.05.2026

Die deutschen Erzeugerpreise steigen überraschend stark – so kräftig wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Vor allem geopolitische...