Finanzen

US-Wahl: Goldman Sachs rechnet mit Dollar-Einbruch bei Sieg von Biden

Die US-Großbank Goldman Sachs meint, dass ein Wahlsieg Joe Bidens den Einbruch des US-Dollars beschleunigen würde.
25.09.2020 10:36
Aktualisiert: 25.09.2020 10:36
Lesezeit: 1 min
US-Wahl: Goldman Sachs rechnet mit Dollar-Einbruch bei Sieg von Biden
Gut bewacht: Joe Biden (m), Präsidentschafts-Kandidat der Demokraten. (Foto: dpa) Foto: Carolyn Kaster

Ein Sieg des demokratischen Kandidaten Joe Biden bei den kommenden Präsidentschaftswahlen könnte laut der amerikanischen Großbank Goldman Sachs den Einbruch des US-Dollars beschleunigen. Der Dollar hat laut "Dow Jones Market Data" in diesem Jahr gegenüber einem Währungskorb um 2,75 Prozent verloren, nachdem sowohl die US-Notenbank Fed als auch der US-Kongress beispiellose Maßnahmen ergriffen hatten, um die US-Wirtschaft stärken beziehungsweise sie vor einem Zusammenbruch zu bewahren.

Wie die Märkte auf die Wahlen reagieren, wird von drei Faktoren bestimmt: Erstens der Haltung der Finanzpolitik und der Größe des Haushaltsdefizits, zweitens dem steuerlichen und regulatorischen Umfeld und drittens der Außenpolitik.

Goldman Sachs meint, dass Bidens Sieg zu einer „simpleren Finanzpolitik und einem größeren Haushaltsdefizit“ führen würde.

„Der Markt weist nun einen längeren Zeitraum hoher Volatilität auf, der weit über den Wahltag hinausgeht. Und zwar, weil die Wahlergebnisse mit Verzögerung bekannt gegeben werden können“, zitiert der Business Insider die Großbank.

Biden hatte versprochen, zumindest einige der Körperschaftsteuersenkungen von Präsident Trump rückgängig zu machen, was das US-Bruttoinlandsprodukt nach Meinung der Bank belasten und US-Aktien für internationale Investoren weniger attraktiv machen könnte.

Der frühere Vizepräsident hat auch eine Reihe von regulatorischen Änderungen in Sektoren wie Technologie und Energie versprochen, von denen Goldman glaubt, dass sie ähnliche Auswirkungen haben würden. Weiterhin sagen die Banker, dass eine weitere Runde fiskalischer Anreize zu einer Zeit, in der die Fed versprochen hat, die Zinssätze niedrig zu halten, den Dollar weiter unter Druck setzen würde.

Ein großer Vorteil wäre allerdings mit Bidens Wahl verbunden, so die New Yorker: Das Risiko eines Handelskriegs mit China würde deutlich sinken.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die kommende Woche wird eine der wichtigsten dieser Berichtssaison.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi baut US-Werk für SUVs: Jobverluste in Deutschland drohen  
25.10.2026

US-Präsident Donald Trump verkündet den Bau eines neuen Autowerks von Audi in den USA. Daraufhin entzündet sich am Auftritt des...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die Ergebnisse amerikanischer Unternehmen übertrumpfen die Marktstimmung deutlich, doch Sorgen über KI-Kosten trüben die Aussichten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kapitalismus lebt: Warum Yanis Varoufakis mit seiner Theorie vom Technofeudalismus zugleich falsch und richtig liegt
25.10.2026

Der Kapitalismus ist tot. An seine Stelle ist ein neofeudales System getreten, in dem sich die Macht in den Händen der Eigentümer...

DWN
Finanzen
Finanzen OpenAI-IPO: Die wahre Sorge der Finanzchefin vor dem Börsengang
25.10.2026

Während die Finanzwelt auf den milliardenschweren OpenAI-Börsengang wartet, treibt Finanzchefin Sarah Friar eine ganz andere Sorge um:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Arbeitnehmer in der Dauerkrise: Immer mehr psychische Erkrankungen
25.10.2026

Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen und am Arbeitsmarkt: Immer mehr Arbeitnehmer fallen...

DWN
Technologie
Technologie Adobe-Alternative kostenlos: Ein verärgerter Kunde fordert den Milliardenkonzern heraus
25.10.2026

Ein Kunde will sein Adobe-Abo kündigen und soll dafür auch noch bezahlen. Seine Rache könnte den Software-Riesen teuer zu stehen kommen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI im Unternehmen: Warum ChatGPT allein noch keine Prozesse automatisiert
25.10.2026

ChatGPT schreibt Texte, fasst Informationen zusammen und spart Mitarbeitern Zeit. Doch wer KI wirklich zur Prozessautomatisierung nutzen...