Marktbericht

Steigende Infektionszahlen drücken Dax unter psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten

Die deutschen Börsen werden weiter von der Pandemie belastet. Da konnten auch positive Nachrichten der Deutschen Bank nur wenig helfen, mit denen kaum jemand gerechnet hatte.
28.10.2020 11:02
Lesezeit: 1 min
Steigende Infektionszahlen drücken Dax unter psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten
Die deutsche Börse setzt am Mittwoch ihre Talfahrt fort. (Foto: dpa)

Eigentlich waren die Voraussetzungen für einen positiven Handelsstart des Dax heute am Mittwoch gar nicht so schlecht gewesen. Denn die Deutsche Bank hatte für eine kurzfristige Verbesserung der Stimmung gesorgt. Das Geldinstitut hatte Zahlen fürs dritte Quartal vorgelegt, die viele Börsianer überrascht hatten. So verbuchte das Finanzinstitut einen Vorsteuergewinn von 482 Millionen Euro. Und das, obwohl die Analysten mit einem Verlust gerechnet hatten.

Doch verlor das deutsche Leitbarometer bis 11.00 Uhr um mehr als drei Prozent auf Niveaus weit unter 12.000 Punkte - einer psychologisch wichtigen Marke. Ein sehr wichtiges Thema sind die anhaltenden Diskussionen um die Corona-Pandemie und die steigenden Infektionszahlen.

Damit setzt der Dax seine Talfahrt fort, die schon seit Wochenanfang begonnen hatte. Gestern hat das deutsche Leitbarometer seine Sitzung mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 12.064 Punkten beendet.

Aus diesem Grund gab es auch überwiegend nur Verlierer: MTU verlor 3,5 Prozent auf 155,35 Euro und büßte von allen Aktien am meisten ein. Danach folgte Continental mit einem Minus von 3,1 Prozent auf 95,08 Euro. Auf dem dritten Rang der Liste befand Infineon, das ein Minus von 2,9 Prozent auf 25,64 Euro verzeichnete.

Auch BMW sackte ab – und zwar 2,8 Prozent auf 61,47 Euro. Aus China war am Vortag die Nachricht gekommen, dass ein Partner des bayerischen Autobauers bestimmten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen konnte.

Die Vorgaben aus den USA sind für heute uneinheitlich: Während der Dow Jones Industrial 0,8 Prozent verloren hat, ist die Nasdaq mit einem Plus von 0,6 Prozent aus dem Rennen gegangen. Um 12 Uhr MEZ präsentieren heute die USA wieder wichtige Konjunkturdaten – und zwar die MBA-Hypotheken-Anträge. Ebenso warten die Aktionäre zum selben Zeitpunkt auf die Warenhandelsbilanz. Um 15 30 MEZ gibt die US-Energie-Informations-Behörde EIA darüber Auskunft, wieviel Rohöl derzeit auf Lager sind.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Goldpreis reagiert kaum auf den Iran-Krieg: Warum der Anstieg ausbleibt
22.03.2026

Der Goldpreis reagiert trotz Iran-Krieg und steigender Spannungen im Nahen Osten bislang überraschend verhalten. Welche Faktoren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg verändert Anlagestrategien: Investoren trennen sich von Tech-Aktien
22.03.2026

Der Iran-Krieg und der Ölpreisschock bringen die bisherige Dominanz von KI-Investments ins Wanken und verschieben die Kapitalströme in...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermögen aufbauen: Warum Investoren eine Anlagestrategie und Mut brauchen
22.03.2026

Deutschland klammert sich an ein Sicherheitsgefühl, das ökonomisch nicht mehr trägt. Während die nominalen Geldvermögen Rekorde...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Risiko für die Weltwirtschaft: Wie Energie, KI und Schulden zur globalen Bedrohung werden
22.03.2026

Mehrere globale Risiken bauen sich gleichzeitig auf: Geopolitische Krisen verursachen steigende Energiepreise, Finanzmärkte geraten unter...

DWN
Panorama
Panorama Wasserknappheit: Wie ernst ist die Lage in Deutschland?
22.03.2026

Mal fehlt Regen über Monate, dann fällt er in kurzer Zeit im Übermaß: Deutschlands Wasserhaushalt gerät aus dem Gleichgewicht....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Sneaker-Revolution aus dem Drucker: Wie ein Hamburger Start-up die Schuhwelt umkrempelt
22.03.2026

Von der heimischen Werkstatt an die Füße der Weltstars: Cornelius Schmitt hat geschafft, wovon viele Sneaker-Fans nur träumen. Mit...

DWN
Politik
Politik EU-Vermögensregister: Die Infrastruktur für totale Transparenz steht
22.03.2026

Über ein europäisches Vermögensregister wird seit Jahren gestritten. Vertreter der EU-Kommission betonten lange Zeit, ein solches...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg eskaliert weiter: Wird das Regime in Teheran gestürzt?
21.03.2026

Der Iran-Krieg zwingt die Staaten am Persischen Golf zu einer grundlegenden Neubewertung ihrer Strategie und trifft besonders die...