Marktbericht

Dax vor US-Wahlergebnissen unruhig - heute Nachmittag Konjunkturdaten

Die Anleger warten auf die Ergebnisse der US-Wahlen. Alles andere bleibt heute für die Entwicklung der Märkte nachrangig.
04.11.2020 10:53
Lesezeit: 1 min
Dax vor US-Wahlergebnissen unruhig  - heute Nachmittag Konjunkturdaten
Der Dax war heute am Morgen etwas unruhig. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat sich am Mittwoch Vormittag unruhig gezeigt: Der Index legte bis gegen 11 Uhr Werte um 0,6 Prozent auf Niveaus über 12.100 Zähler zu. Zuvor hatten die Kurse allerdings verloren. Die Börsianer warten auf die Ergebnisse der US-Wahlen und präsentieren sich bei ihren Kaufentscheidungen entsprechend unentschlossen.

Immerhin hat der Dax gestern eine Erholungstendenz gezeigt und ist mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 12.098 Zählern aus dem Rennen gegangen – und zwar oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Punkten.

Es gab am Dienstag nur Gewinner: Auf dem ersten Platz lag MTU, das in der vergangenen Woche nach der Präsentation von Umsatz- und Gewinneinbrüchen stark verloren hatte. Nun beginnt die Aktie, die Verluste zu kompensieren. Gestern verbuchte das Papier des Triebwerke-Herstellers ein Plus von 5,5 Prozent auf 157,58 Euro.

Auf dem zweiten Rang lag Infineon, das 4,4 Prozent auf 25,54 Euro zulegte. Die Allianz beendete den Handelstag mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 161,68 Euro. Das Schwergewicht SAP, das noch der vergangenen Woche mit seinen Verlusten die Börsen belastet hatte, gewann 4,2 Prozent auf 93,95 Euro.

Selbst Bayer, das gestern einen Verlust in Milliarden-Euro-Höhe meldete, verzeichnete noch einen Gewinn von 0,4 Prozent auf 41,96 Euro – so stark war der positive Eindruck des Gesamtmarktes.

Die Vorgaben aus den USA, das unter dem Eindruck der Präsidentschaftswahlen steht, sind positiv. Der Dow Jones Industrial hat 2,1 Prozent auf 27.480 Einheiten gewonnen. Die Tec-Börse Nasdaq kletterte um 1,9 Prozent auf 11.161 Zähler.

Heute Nachmittag MEZ werden in den USA Konjunkturdaten veröffentlicht: Um 15.45 Uhr MEZ warten die Anleger auf die endgültigen Ergebnisse des US-Markit Composite PMI-Indexes. Ebenso gibt es die letztlichen Resultate desselben Indexes für die Dienstleistungen im Oktober. Um 17 Uhr MEZ erfolgt die Präsentation des ISM-Preisbarometers für das Nichtverarbeitende Gewerbe und die Zahl der Auftragseingänge sowie der Beschäftigtenzahl im zehnten Monat.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Wie Twitch, Kick & Co. die Unterhaltungsbranche prägen

Das Bild der Unterhaltungsbranche hat sich dramatisch gewandelt. Dabei wurde aus einer Einbahnstraße eine Autobahn mit unzähligen Spuren...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktüberblick: Wall-Street-Rallye hält an, da Arbeitsmarktbericht Zeichen von Widerstandsfähigkeit zeigt
02.06.2026

Überraschende Entwicklungen und starke Unternehmenszahlen sorgen für Bewegung – was Anleger jetzt wissen müssen.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB: Bedeutung des Euro an den weltweiten Finanzmärkten wächst
02.06.2026

Die Notenbank will die globale Rolle des Euro stärken, nicht zuletzt als Antwort auf Trump. Sie sieht mehr Potenzial für Europas Währung...

DWN
Politik
Politik Begeht Amerika gerade wirtschaftlichen Selbstmord?
02.06.2026

Die USA galten über Jahrzehnte als Motor der Weltwirtschaft, doch unter Trump geraten genau jene Kräfte unter Druck, die ihren Aufstieg...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum auf 3,2 Prozent
02.06.2026

Der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges treibt die Verbraucherpreise im Euroraum weiter nach oben. Damit wächst der Druck auf die...

DWN
Finanzen
Finanzen Trade Republic attackiert Europas Banken mit sechs Prozent Zinsen
02.06.2026

Sechs Prozent Zinsen, Brad Pitt im Werbespot und ein deutscher Anbieter, der in Polen plötzlich klassische Banken herausfordert. Trade...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unicredit schnappt sich offenbar mehr als 30 Prozent von Commerzbank
02.06.2026

Unicredit kommt ihrem Ziel bei der Commerzbank einen entscheidenden Schritt näher. Mit dem Überschreiten der 30-Prozent-Marke stärkt die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mythos Fachkräftemangel beendet: Deutschlands Arbeitsmarkt bricht langfristig ein
02.06.2026

Schwache Frühjahrsbelebung, keine Trendumkehr: Der deutsche Arbeitsmarkt kippt langfristig in eine neue Massenarbeitslosigkeit. Warum es...

DWN
Politik
Politik Nukleare Abschreckung wird zur Machtprobe für Europa
02.06.2026

Norwegen rückt an Frankreichs Atomschirm heran, und plötzlich wirkt Europas Sicherheitsarchitektur weniger stabil als lange behauptet....